Neue Mückenart überfällt Deutschland: Die Krankheitsüberträger kommen zu uns

Die Sandmücken: jetzt auch in Deutschland! Die fiesen Insekten stechen nicht nur gemein, sondern übertragen auch ernsthafte Krankheiten.

Diese kleinen Blutsauger wohnen eigentlich in Tropen, Subtropen, maximal im Mittelmeerraum. Ob Klimawandel schuld ist oder nicht, gibt es seit Kurzem auch in Deutschland die Fälle der Leishmaniose. Diese Krankheit wird ausgerechnet von den Sandmücken übertragen.

Sandmücken sind winzig, außerdem ist ihr Körper beige, also nicht so leicht zu bemerken. Wenn sie Menschen stechen, können sie die Leishmaniose übertragen. Wenn unbehandelt, kann diese Krankheit auch einen tödlichen Verlauf haben, berichtet Wunderweib.

Allerdings merkt man lange nichts von der Infektion. Die Gestochenen fühlen sich müde und schlapp. Nur ein Bluttest kann eindeutig zeigen, ob man diese Krankheit hat. Die Erreger verringern nämlich die Bildung der Blutplättchen, was zur Blutarmut führt.

Die Erkrankung lässt sich behandeln, natürlich wenn sie erkannt wird, so Netdoktor.

Auch Toskana-Virus kann von Sandmücken übertragen werden, stellten die Forscher in Baden-Württemberg fest, die Hirnhautentzündung untersuchten. Es bleibt leider immer noch nicht klar, wie es zur Übertragung kommt.

Gefährlich kann die Infektion vor allem für Kleinkinder werden. Es wird nicht empfohlen, mit den Kleinkindern in die südlichen Mittelmeerregionen, wie Sardinien oder Mallorca zu fahren.

Vor den Mückenstichen können wie immer langärmlige Kleidung und verschiedene Mittel schützen. Das Mückenmittel sollte reichlich verteilt und oft nachgelegt werden.

Bis 1999 war man ziemlich sicher, dass nördlich der Alpen keine Sandmücken vorkommen. Leider zeigen die Untersuchungen, dass es sowohl in Süddeutschland, als auch in Köln diese Blutsauger gibt. Der Grund dafür besteht darin, dass sie bei zehn Grad Celsius gut überleben können und sich sogar vermehren können. Diese Temperatur konnte man mehrmals in der Rheinebene beobachten.

Quelle: Wikimedia

Quelle: Wikimedia

96 Prozent der Sandmücken wurden von den Deutschen aus dem Urlaub am Mittelmeer gebracht: aus Spanien, der Türkei, Italien und Griechenland. Die Sandmücken werden abends munter, sie stechen nur bei Windstille, weil sie schlechte Flieger sind. Aus demselben Grund kommen sie am Strand nicht vor. Zu ihren Opfern können nicht nur Menschen, sondern auch Hunde werden.

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