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Alina Levshin und Luna Jordan | Quelle: Getty Images
Alina Levshin und Luna Jordan | Quelle: Getty Images

Die deutsche Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von 25 Jahren „plötzlich und unerwartet“ verstorben – ein traumatisches Ereignis veranlasste sie, Berlin zu verlassen

Edita Mesic
19. Mai 2026
17:30

Sie war eine der vielversprechendsten jungen Schauspielerinnen Deutschlands – und eine, die nie Angst hatte, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Nun ist Luna Jordan tot.

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Luna Jordan wurde im November 2001 in Berlin geboren. Ihre Mutter ist die österreichische Schauspielerin Bettina Ratschew – das Talent für die Bühne lag ihr also gewissermaßen im Blut. Mit 13 Jahren stand sie zum ersten Mal vor der Kamera, und von da an gab es kein Zurück mehr.

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In den Jahren danach baute sie sich eine Karriere auf, die weit über das hinausging, was man von jemandem ihres Alters erwarten würde. Sie spielte im „Polizeiruf 110", in „Der Bergdoktor", in „Jenseits der Spree" an der Seite von Jürgen Vogel und in der Coming-of-Age-Serie „Euphorie" – der deutschen Adaption des internationalen Erfolgsformats. Für ihre Rolle im Drama „Fuchs im Bau" erhielt sie 2022 den österreichischen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle.

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Doch Luna Jordan war mehr als eine Schauspielerin. Sie war auch jemand, der sprach, wenn andere schwiegen. Ihre Dankesrede beim österreichischen Filmpreis nutzte sie, um öffentlich über sexualisierten Missbrauch in der Film- und Theaterbranche zu sprechen. Kurz vor ihrem Tod sollte sie in der Beatles-Serie „Hamburg Days" die Fotografin Astrid Kirchherr spielen.

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Was viele über sie nicht wussten: Luna Jordan hatte Berlin irgendwann hinter sich gelassen. In einem Interview erklärte sie, warum:

„Meine Wurzeln liegen in Berlin und die Stadt liegt mir sehr am Herzen. Aber seit der Corona-Krise ist Berlin noch angespannter und trauriger geworden. Die Stadt ist manchmal so unglaublich aggressiv aufgeladen. Vor einem halben Jahr wurde meine beste Freundin von fünf Männern grundlos verprügelt und auf die U-Bahn-Gleise gestoßen. Nach 20 Jahren in der Stadt brauchte ich Abstand von Berlin – und Wien war genau das Richtige!"

Wien wurde ihr neues Zuhause. Eine Stadt, durch die man abends schlendern kann wie durch ein altes Filmset. Ein Ort, der Ruhe bot, wo Berlin nur noch Lärm war.

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Doch auch Wien konnte sie nicht vor dem schützen, was der Beruf mit ihr machte. In der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs", die erst Ende Februar 2026 – nur zweieinhalb Monate vor ihrem Tod – ausgestrahlt wurde, sprach sie offen über die emotionalen Kosten ihres Berufs.

Nach manchen Drehs sei sie emotional nicht mehr aus dem Zustand herausgekommen: „Wo ich dann echt manchmal eine halbe Stunde einfach weinend auf dem Boden lag und ich wusste nicht, was mit mir los ist." Und dann jener Satz, der heute so anders klingt als er gemeint war: „Ich kann mich nicht mehr zerstören für solche Projekte, sonst kann ich diesen Beruf mit 25 nicht mehr machen."

Sie hat diesen Beruf mit 25 nicht mehr gemacht. Nicht weil sie aufgehört hat.

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Wie ihre Agentur Players am Montag unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb die Berlinerin bereits am 13. Mai „plötzlich und unerwartet". Die Todesursache ist bislang nicht offiziell bekannt. Kollegen und Fans reagierten mit tiefer Bestürzung.

Luna Jordan wurde 25 Jahre alt. Ihr letzter Instagram-Post kündigte noch ihr nächstes Projekt an – die Beatles-Serie „Hamburg Days". Ob sie in der Serie zu sehen sein wird, ist bislang unklar.

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