
Fernsehstar Alexander Held ist im Alter von 67 Jahren gestorben – Todesursache
Alexander Held ist tot. Der Schauspieler, der vor allem als eigenwilliger Kommissar Ludwig Schaller aus der ZDF-Reihe „München Mord“ bekannt wurde, starb im Alter von 67 Jahren.
Bekannt wurde sein Tod durch eine Mitteilung aus seinem engen Umfeld. Der mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister bestätigte laut dpa, dass Held bereits am vergangenen Dienstag gestorben sei.

Der Schauspieler Alexander Held und seine Frau Patricia Fugger nehmen am 14. November 2012 im Westin Grand Hotel in München am Video Entertainment Award 2012 teil | Quelle: Getty Images
Mit Alexander Held verliert das deutsche Fernsehen einen Darsteller, der nie laut wirken musste, um präsent zu sein. Gerade in „München Mord“ war es oft sein zurückgenommenes, präzises Spiel, das einer Szene Tiefe gab.
Seit 2014 verkörperte er dort Hauptkommissar Ludwig Schaller – keine glatt geschriebene Ermittlerfigur, sondern ein melancholischer, eigensinniger Beobachter mit scharfem Blick. Diese Rolle machte ihn für ein großes Publikum unverwechselbar.
Besonders traurig ist dabei, dass Alexander Held offenbar noch bis zuletzt gearbeitet hatte. Nach den vorliegenden Informationen drehte er zuletzt zwei neue Folgen von „München Mord“, die im Herbst und Winter ausgestrahlt werden sollen. Damit wird das Publikum ihn noch einmal in jener Rolle sehen, die so eng mit seinem Namen verbunden ist.

Der deutsche Schauspieler Alexander Held und seine Frau Patricia Fugger bei ihrer Ankunft zum Deutschen Opernball 2009 in der Alten Oper am 28. Februar 2009 in Frankfurt | Quelle: Getty Images
Sein Weg auf die Bühne und später vor die Kamera begann in München. Alexander Held wurde 1958 dort geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. Danach arbeitete er zunächst am Theater, unter anderem an den Münchner Kammerspielen. Erst später wurde er auch in Film und Fernsehen regelmäßig besetzt und entwickelte sich zu einem der markantesten Charakterdarsteller seiner Generation.
Seine Filmografie reicht weit über Krimiformate hinaus. Held war in internationalen und deutschen Produktionen zu sehen, darunter „Schindlers Liste“, „Der Untergang“, „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Napola“, „Der Baader Meinhof Komplex“ und „Der Schuh des Manitu“. Diese Spannweite zeigt, wie vielseitig er einsetzbar war: historischer Stoff, politisches Drama, Fernsehkrimi und Komödie.
Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Für „München Mord“ erhielt er unter anderem den Bayerischen Fernsehpreis. Dass ausgerechnet diese Rolle so stark mit ihm verbunden blieb, liegt wohl auch daran, dass sie seinem Spiel viel Raum gab. Alexander Held war kein Schauspieler des schnellen Effekts. Er arbeitete über Blick, Rhythmus, Haltung – und über eine Form von stiller Präsenz, die selten geworden ist.

Alexander Held und Gräfin Patricia Fugger auf der Party zur Weltpremiere des Films „Pope Joan“ in Berlin | Quelle: Getty Images
Auch privat hatte er schwere Verluste erlebt. 2005 heiratete er Patricia Fugger, geborene Gräfin Fugger von Babenhausen. Sie starb neun Jahre später überraschend im Alter von nur 52 Jahren. Wie sehr ihn dieser Verlust geprägt hatte, machte ein Interview aus dem Jahr 2018 deutlich. Damals sagte er, dass er später einmal neben seiner Frau begraben werden wolle.
„Ja, das ist ein sehr schöner Platz. Dort hat man eine gute Aussicht. Ich habe es noch nicht verschriftlicht, aber ich werde es tun. Das ist ein Zeichen. Es war ja damals ihr Wunsch, dort bestattet zu werden“, erklärte Held damals der Bild.
Das ZDF reagierte mit spürbarer Trauer auf seinen Tod. Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm und Serie sowie stellvertretender Programmdirektor, würdigte Held mit warmen Worten: „Wir sind sehr traurig. Wenn ich an Alexander Held denke, dann denke ich an seinen hintergründigen, melancholischen Blick, der seinem Spiel eine philosophische Note gab und an seinen feinen Humor, mit dem er seine Rollen ausstattete. Alexander Held wird dem Film und Fernsehen sehr fehlen.“

Alexander Held und Gräfin Patricia Fugger auf der Party zur Weltpremiere des Films „Pope Joan“ in Berlin | Quelle: Getty Images
Damit ist vielleicht schon viel von dem gesagt, was Alexander Held als Schauspieler ausmachte. Er war kein Darsteller für das Grellste oder Lauteste, sondern einer, der seinen Figuren Schwere, Witz und Nachdenklichkeit geben konnte. Sein Tod hinterlässt deshalb nicht nur eine Lücke in einer erfolgreichen Krimireihe, sondern auch im deutschen Film und Fernsehen insgesamt.
Medienberichten zufolge soll er an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben sein. Wir wünschen der Familie und den Hinterbliebenen des Schauspielers viel Kraft in dieser schweren Zeit.
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