
Simone Ballacks Mutter reagiert nach 14 Jahren Stille auf die Behauptungen ihrer Tochter im Dschungelcamp
Im Dschungelcamp sprach Simone Ballack offen über ihre Vergangenheit und besonders über das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter. Nun meldet sich erstmals auch diese zu Wort – und zeichnet ein Bild, das der Erzählung ihrer Tochter widerspricht.
An Tag 7 des Dschungelcamps kommt es zu einem Gespräch, das für Simone Ballack mehr ist als nur ein neutraler Rückblick. Gegenüber Mirja Du Mont spricht sie über ihre Familie, über ihre Kindheit und über eine Mutter, zu der sie seit mehr als einem Jahrzehnt keinen Kontakt mehr hat. Dabei wählt sie harte Worte und macht deutlich, wie endgültig dieser Bruch für sie ist.
Es sind Sätze, die auch außerhalb des Camps für Erstaunen sorgen. Simone Ballack beschreibt die Funkstille als etwas, mit dem sie längst lebt:
„Meine Mutter hat mich ja rausgeschmissen, weil die nicht alle Latten am Zaun hat. Ich will auch gar keinen Kontakt mit ihr. Für mich ist das auch nicht meine Mutter, sondern irgendeine Person, die ich nicht kenne.“
„Ich habe mich daran gewöhnt.“ Diese knappe Feststellung wirkt nüchtern, fast abgeklärt. Gleichzeitig öffnet sie den Raum für Fragen nach dem, was damals tatsächlich passiert ist – und nun reagiert Ballacks Mutter selbst, um ihre Version der Geschichte zu erzählen.
Verica Ballack, heute 67 Jahre alt, erzählt, die Aussagen ihrer Tochter im Fernsehen hätten sie tief getroffen, vor allem die Schärfe der Worte hätte sie nicht erwartet:
„Ich bin fix und fertig. Ich saß auf der Couch und schaute mir, wie jeden Abend, das Dschungelcamp an. Ich fühlte mich wie gelähmt, als sie so über mich geschimpft hat.“
Nach ihrer Darstellung liegt der Ursprung des Zerwürfnisses in der Zeit nach Simones Scheidung von Michael Ballack im Jahr 2012. „Da sind einige Dinge zwischen uns schiefgelaufen.“ In dieser Phase habe sie viel Verantwortung übernommen, sich intensiv um die drei Enkel - damals 7, 10 und 11 Jahre alt - gekümmert und sei dabei selbst an ihre Grenzen gestoßen.
Den Vorwurf des Rauswurfs weist Verica entschieden zurück. „Ich wollte mit Simone darüber reden, aber sie hat mich gleich angeschrien, mir Vorwürfe gemacht. Ich habe sie daraufhin gebeten, zu gehen. Das war aber kein Rausschmiss“, schildert sie. Seit diesem Streit habe es keinen Kontakt mehr gegeben.
Für Simone Ballack ist der Bruch jedoch eingebettet in eine viel längere Familiengeschichte. Im Camp spricht sie auch über ihre Kindheit, die von der Trennung ihrer Eltern und Konflikten geprägt gewesen sei:
„Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich sieben war, und davor kann ich mich eigentlich nur an Krieg erinnern.“
Später haben sowohl Simone Ballack als auch ihre Mutter auch noch mit einem schrecklichen Schicksalsschlag zu kämpfen: dem Tod von Simones Sohn und Vericas Enkel Emilio im Jahr 2021. Der 18-Jährige verunglückte in Portugal bei einem Quad-Unfall, während Simone in Deutschland war.
Auch für Verica Ballack war dieser Verlust ein Einschnitt. Besonders schmerzlich sei für sie gewesen, dass sie von der Familie ferngehalten worden sei:
„Ich durfte nicht mal auf den Friedhof, das war für mich das Schlimmste.“
Eine weitere Erinnerung, die dem ohnehin belasteten Mutter-Tochter-Verhältnis nicht zuträglich sein dürfte.
Zwei Frauen, jede mit ihren eigenen Wahrheiten aufgrund ihrer persönlichen Wahrnehmung und Umstände, verbunden durch gemeinsame Erinnerungen und tiefe Wunden. Was im australischen Dschungel ausgesprochen wurde, hat alte Konflikte neu sichtbar gemacht – und gezeigt, wie unterschiedlich dieselbe Geschichte erlebt werden kann.
Ob es jemals zu einer Annäherung kommt, bleibt offen, doch die Stille zwischen Simone und Verica hat nun erstmals Risse bekommen.