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Helge Fuhst | Quelle: Getty Images
Helge Fuhst | Quelle: Getty Images

„Tagesthemen“-Moderator Helge Fuhst verlässt die ARD – wohin geht er?

Edita Mesic
08. Jan. 2026
15:59

In der ARD-Nachrichtenwelt kündigt sich ein personeller Einschnitt an, der viele Zuschauer überrascht. Ein bekanntes Gesicht aus dem Spätprogramm wird künftig nicht mehr regelmäßig zu sehen sein.

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Der Abschied betrifft nicht nur die Moderation, sondern auch eine wichtige Funktion hinter den Kulissen. Denn Helge Fuhst ist in der ARD nicht allein Präsentator, sondern auch Teil der Führungsstruktur von ARD-aktuell.

Fest steht: Helge Fuhst verlässt die ARD. Eine Sprecherin des NDR bestätigte, dass er seine Aufgaben bei ARD-aktuell und den „Tagesthemen“ niederlegt. Fuhst habe bereits einen neuen Job, Details wurden zunächst jedoch nicht genannt.

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Auch Fuhst selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich. Damit bleibt offen, was hinter dem Wechsel steckt – und vor allem, wohin es ihn konkret zieht. Genau diese Ungewissheit sorgt derzeit für Spekulationen.

Nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) soll Fuhst zu einem privaten Medienunternehmen wechseln. Als Quelle werden Informationen aus NDR-Kreisen genannt. Welches Unternehmen es ist, soll demnach erst im Februar bekannt gegeben werden, wenn letzte Fragen geklärt sind.

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In den Berichten wird außerdem skizziert, wie sein künftiges Aufgabenprofil aussehen könnte. Demnach soll Fuhst beim neuen Arbeitgeber sowohl Management-Aufgaben übernehmen als auch selbst vor der Kamera stehen – also ähnlich wie bisher bei der ARD.

Fuhst gehört seit 2020 zum Moderatorenteam der „Tagesthemen“. Parallel dazu ist er stellvertretender Chefredakteur von ARD-aktuell, der übergreifenden Nachrichtenredaktion beim NDR, die auch die „Tagesschau“ verantwortet.

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Damit endet für ihn ein Kapitel, das ihn in kurzer Zeit zu einer festen Größe im öffentlich-rechtlichen Nachrichtenprogramm gemacht hat. In der Außendarstellung wurde er für die ARD zu einem jener Gesichter, die Kontinuität und Seriosität vermitteln sollen.

Vor seiner Zeit bei ARD-aktuell war Fuhst beim Sender Phoenix tätig. Dort arbeitete er unter anderem als Programmgeschäftsführer und moderierte nach Medienberichten auch Formate wie „Phoenix der Tag“ sowie politische Diskussionssendungen.

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Dass ein Wechsel von der ARD zu einem privaten Anbieter nicht ungewöhnlich ist, zeigen mehrere prominente Beispiele aus den vergangenen Jahren. Genannt werden etwa Linda Zervakis (Wechsel zu ProSieben), Marc Bator (zu Sat.1), Pinar Atalay (zu RTL) sowie Jan Hofer (zu RTL).

Auch Constantin Schreiber wird in diesem Zusammenhang erwähnt, der laut Berichten inzwischen beim Axel-Springer-Verlag tätig ist. Solche Wechsel werden in der Öffentlichkeit oft als Signal gelesen – entweder als Karriereschritt oder als Ausdruck von Unzufriedenheit mit dem System.

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In den Kommentarspalten unter entsprechenden Artikeln ist diese Deutung bereits zu beobachten. Einige Nutzer bedauern den Abschied und loben Fuhst als sachlich, freundlich und sympathisch, andere sehen darin eine weitere Bestätigung für Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Manche Kommentare gehen noch weiter und interpretieren den Abgang als „Flucht“ aus einem ideologisch geprägten Umfeld. Andere wiederum weisen darauf hin, dass niemand gezwungen sei, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu konsumieren – und dass Kritik schnell in pauschale Abwertung umschlage.

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Die zentrale Frage bleibt dennoch: Wohin genau geht Helge Fuhst? Offiziell ist nur bestätigt, dass er die ARD verlässt und einen neuen Job hat. Alles Weitere – Name des Unternehmens, Rolle, Startdatum – soll erst später kommuniziert werden.

Bis zur angekündigten Bekanntgabe im Februar bleibt damit vor allem eins: eine Personalie, die zeigt, wie stark Bewegung in der deutschen Medienlandschaft ist. Und ein Wechsel, der erst dann wirklich erklärbar wird, wenn der neue Arbeitgeber öffentlich feststeht.

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