Einblick in Mariah Careys Beziehung zu ihrer Mutter, die geprägt war von Verrat und Schönheit

Mariah Carey hat eine komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter. Der Superstar sprach offen über die Schwierigkeiten, die sie überwinden musste.

In ihren Memoiren "The Meaning of Mariah Carey" sprach die Sängerin erstaunlich offen über ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Es sei eine wahre Achterbahnfahrt gewesen, wenn es um die Beziehung von Mutter und Tochter ging. Dennoch schrieb Carey in der Widmung ihres Buches, dass sie glaube, ihre Mutter habe dennoch das Beste getan, was sie konnte.

Carey verriet, dass es immer ihr Bestreben gewesen sei, ihre Mutter stolz zu machen. Ihre Mutter, ebenfalls eine erfolgreiche Sängerin, war ein Vorbild für die junge Mariah Carey. Sie schrieb:

"Ich liebte sie sehr, und wie die meisten Kinder wollte ich, dass sie ein sicherer Ort für mich ist. Vor allem wollte ich ihr unbedingt glauben"

Über die Jahre habe es nicht nur Liebe und Schönheit in ihrer Beziehung zu ihrer Mutter gegeben, schrieb die Sängerin weiter, sondern auch Verrat und eine 'Wolke der Trauer', die sie wohl ein Leben lang mit sich herumtragen werde.

Es soll ausgerechnet ihre eigene Rolle als Mutter gewesen sein, die ihr geholfen hat, zu erkennen, wer ihre Mutter in ihrem Leben war und was sie getan hat. Aufgrund ihrer vergangenen Erfahrungen hat sie erkannt, was sie für das Leben ihrer eigenen Kinder möchte. 

Ihre Mutter hat in der Vergangenheit viele Fehler begangen. Unter anderem sagte sie einer jungen Mariah, sie könne nur "hoffen, jemals eine halb so gute Sängerin wie Patricia zu werden. Dies sei ein Wendepunkt in ihrem Leben gewesen und habe dazu geführt, dass sich eine gewisse Rivalität in ihre Beziehung geschlichen hat. Sie verriet:

"Es gab eine deutliche Verschiebung: Sie gab mir das Gefühl, die Konkurrenz zu sein, eine Bedrohung. Anstelle unserer früheren Bindung wuchs ein anderes Band, ein Seil, das uns durch gemeinsame Biologie und soziale Verpflichtung zusammenhielt"

Deutliche Worte der Sängerin, die viel über ihre Beziehung aussagen. Careys Eltern ließen sich scheiden, als sie gerade mal drei Jahre alt war. Nach der Trennung war es überwiegend ihre Mutter, die sie großzog und prägte. 

In ihren Memoiren beschreibt sie das Verlangen danach, eine Bindung zu ihrer Mutter zu haben, wie sie es oft als Kind im Fernsehen gesehen hatte; eine liebevolle, enge Bindung, die auf ehrlichem Interesse begründet war. 

Weiterhin beschrieb der Star einen Augenblick in ihrer Jugend, als sie im Alter von sieben Jahren fast am Strand ertrank, weil ihre Mutter ihre hysterischen Hilfeschreie nicht bemerkt hatte.  

Auch die Beziehung zu Männern wurde durch ihre Familie geprägt. Ihre Großmutter soll einen Einfluss darauf gehabt haben. Die Mutter ihrer Mutter soll vehement dagegen gewesen sein, dass die Sängerin einen schwarzen Mann heiratete. Auch Kinder mit einem solchen Mann zu bekommen sei unerhöhrt gewesen. Careys Mutter ist weiß, doch Mariahs Vater ist schwarz gewesen. Carey enthüllte:

"Das war eine Abscheulichkeit. Es war die ultimative Demütigung. Die Heirat meiner Mutter mit meinem Vater war mehr als Verrat an ihrer Mutter; es war ein hohes Verbrechen gegen ihr weißes Erbe, das mit Exkommunikation bestraft wurde"

Carey hat nach eigenen Angaben Jahre gebraucht, um die holprige Beziehung zu ihrer Mutter zu verarbeiten und die Traumata ihrer Kindheit hinter sich zu lassen. Durch sie hat sie gelernt, was sie in ihrer Beziehung zu ihren eigenen Kindern anders machen möchte. Mit Hilfe einer Therapie konnte die Künstlerin erkennen, ihre Vorstellung von Familie neu zu definieren. Sie erklärte:

"Meine Mutter wurde Pat für mich, Morgan mein Ex-Bruder und Alison meine Ex-Schwester ... Ich musste aufhören zu erwarten, dass sie eines Tages auf wundersame Weise die Mama, der große Bruder und die große Schwester werden, von denen ich geträumt hatte"

Nicht immer bekommen wir im Leben die Familie, die wir uns gewünscht hätten. Oftmals müssen wir uns von unseren Blutsverwandten abwenden, um unseren eigenen Seelenfrieden zu finden. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir gescheitert sind. Viel mehr bedeutet es, dass wir unser Leben selbst in die Hand genommen und uns entschlossen haben, unsere eigene Familie zu erschaffen.

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