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16. April 2021

Romy Schneiders Ex-Mann verliert Prozess gegen Alice Schwarzer

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Der Ex-Mann von Romy Schneider, Daniel Biasini, hat den Prozess gegen Alice Schwarzer verloren.

Biasini kämpft dafür, die Würde seiner verstorbenen Ex-Frau zu bewahren, doch nun musste er sich schon ein zweites Mal vor Gericht Alice Schwarzer beugen.

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In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung sprach Biasini über den Rückschlag und sagte:

"Romy wird als naives Dummchen dargestellt, ich als Manipulator, Dieb und Gigolo. Alice Schwarzer hat keinen einzigen Beweis, aber offensichtlich Spaß daran, Figuren ganz nach eigenen Fantasien darzustellen"

Er verklagt aktuell den französischen Verlag "l'Archipel". Der Verlag hatte das Buch von Alice Schwarzer veröffentlicht. In "Romy Schneider intime" sollen nicht nur zehn Passagen entfernt werden, der Autor fordert zudem 40.000 Euro Schmerzensgeld.

In den entsprechenden Buchpassagen soll die Ehe von Romy Schneider und Daniel Biasini beschrieben werden. Schwarzer schreibt in ihrem Buch, dass die Schauspielerin ihrem damaligen Ehemann Jachten, Reisen und Autos bezahlt haben soll.

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Zudem schreibt sie ebenso, dass er Liaisons gehabt haben soll. Sie erhebt zudem Anschuldigungen gegen Biasini. In ihrem Buch streute sie das Gerücht, er könne an einer Fehlgeburt Schneiders mit Schuld gewesen sein. Grund dafür soll ein Autounfall gewesen sein, den er aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit verursacht hatte. 

BIASINI STREITET AB

Biasini streitet jene Vorwürfe ab und sagte in einem Interview, Alice Schwarzer sei eine Lügnerin. Als noch schlimmer empfindet der französische Autor allerdings eine Passage aus ihrem Buch, in der Schwarzer behauptet, die Schauspielerin hätte in einem Interview verraten: "Meine Mutter schlief mit Hitler". Diese Aussage hält er für absolut falsch.

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Im Dezember 2019 hatte Biasini schon einmal versucht, seine Forderungen vor Gericht durchsetzen zu lassen, doch auch da verlor er. Im Anschluss daran folgte eine Verleumdungsbeschwerde, die er beim Berufungsgericht einreichte.

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Gegenüber der "Bild"-Zeitung verriet der 72-Jährige, dass es sein Ziel sei, die Ehre von Romy Schneider zu retten. Nun scheiterte er erneut mit seinem Vorhaben und muss nun 2.000 Euro an den Verlag zahlen. Zudem muss er die Anwaltskosten der Gegenseite bezahlen, heißt es Medienberichten zufolge.

Während des Gerichtsverfahrens soll es zu herben Rückschlägen für Schneiders Ex-Mann gekommen sein, denn, da er keinen Anwalt bei sich hatte, wie es das Gesetz in Frankreich fordert, war es ihm nicht erlaubt worden, sein Plädoyer vorzutragen.

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Auch abgeben durfte er es nicht. Nach dem Prozess sagte Daniel Biasini, dass er nicht weiter vor Gericht für Gerechtigkeit kämpfen werde, doch er forderte Alice Schwarzer auf, sich öffentlich mit ihm auseinander zu setzen. 

ANGEMESSENES URTEIL?

Auch Schwarzer äußerte sich über eine Sprecherin auf Nachfragen der "Bild"-Zeitung zu dem Ausgang des Prozesses und verriet, dass sie das Urteil für angemessen halte. 

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Biasini ist nicht der Einzige, der ein Problem mit den Aussagen Schweizers hat. Auch Bettina Dahse zweifelt einige Äußerungen an. Sie ist die Biografin von Romy Schneider. Sie verriet:

"Warum sollte Romy Schneider ausgerechnet einer ihr unbekannten Journalistin ein so großes Geheimnis verraten? Alle Familiengeheimnisse, Intimes, völlig offenlegen? Das passt nicht zu Romy Schneider"

EIN TEIL-ERFOLG

Auch sie haben bereits mit Schwarzer vor Gericht gelegen, nachdem diese 1998 "Romy Schneider: Mythos und Leben" veröffentlicht hatte. Dahse und Horst Fehlhaber, der Witwer der verstorbenen Magda Schneider, gingen damals vor Gericht. Sie waren etwas erfolgreicher als Biasini vor Gericht. Dahse verriet:

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"2009 haben wir vor dem Landgericht Frankfurt am Main einen gerichtlichen Vergleich erreichen können, dass Alice Schwarzer nicht mehr sagen darf, dass Magda Schneider mit Adolf Hitler befreundet war."

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Die Autorin hatte nicht einen einzigen Beweis für eine Freundschaft oder eine Beziehung zwischen Hitler und Magda Schneider vorbringen können.

Nach Angaben von "Gala" soll Eva Braun damals ein Treffen auf Farbfilm festgehalten haben, das zeigt, wie Hitler sich 1941 mit Magda Schneider und einem Dutzend weiterer Gäste traf. 

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