Neue Wendung im Vermisstenfall von Rebecca Reusch (15)

M. Zimmermann
26. Juni 2020
10:40
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Rebecca Reusch verschwand am 18. Februar 2019 spurlos in Berlin. Nun soll es neue Anhaltspunkte in dem Fall geben, heißt es.

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Rebecca verschwand, nachdem sie im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers übernachtet hatte. Monatelang gab es kein Lebenszeichen der Vermissten. Nun wurde der Familie anonym ein Bild zugespielt. Das Mädchen auf dem Bild sieht der vermissten Rebecca sehr ähnlich.

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RTL berichtete, dass ihr eigenes Verifizierungsteam dieses Foto auf Sex-Portalen gefunden habe. Andreas Greuel verrät:

"Das heißt wir haben eine sogenannte Rückwärtssuche gemacht und haben geschaut, taucht dieses Foto noch irgendwo anders im Internet auf und wir sind dabei tatsächlich fündig geworden."

"Am 31. März wurde dieses Foto auf diversen Online-Plattformen für Dating und Sex hochgeladen mit einem Profil dahinter von einer jungen Frau in Osnabrück [...] Es kommt nicht selten vor, dass Leute irgendwelche Inserate auf solchen Plattformen hochladen und sich vorher bei Instagram oder anderen sozialen Netzwerken irgendwelcher Bilder bedienen und die dann einfach da hinterlegen, ohne dass diese Personen das wissen"

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Ob es sich bei der Frau in dem Bild tatsächlich um Rebecca Reusch handelt, muss nun geprüft werden. An dem Fall arbeiten unter anderem Experten der Gesichtserkennung.

Zuletzt wurde sie lebend im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers gesehen. Ermittlern zufolge, kann es sein, dass sie das Haus nie lebend verlassen hat. Familie Reusch will dies nicht glauben und verteidigt den Mann gegen diese Vorwürfe.

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Mehr als 2.000 Hinweise gingen bei der Polizei zu dem Fall ein, doch bislang ohne Erfolg. Nachdem die Polizei damals über das Verschwinden der 15-Jährigen informiert worden war, hat die Familie auf eigene Faust eine Suchaktion gestartet.

Es dauerte nicht lang, da übernahm eine Mordkommission den Fall. Eine Veröffentlichung lautete:

"Da nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen ist, hat am gestrigen Tag die 3. Mordkommision [sic] des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen."

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Der Verdacht der Ermittler fiel damals relativ schnell auf Florian R., den Schwager von Rebecca. Zeitweise befand er sich sogar in Untersuchungshaft. Einige seiner Angaben sollen im Widerspruch zu den Ermittlungsergebnissen gestanden haben, heißt es weiter. Doch Rebeccas Familie glaubt nicht an die Schuld des Schwagers. Die Ermittlungen dauern an.

Die BILD hat auf eigene Faust das fragliche Bild mit spezieller Software abgleichen lassen. Das Ergebnis der Wahrscheinlichkeit soll bei 70 % liegen.

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