Meghan Markle: Die komplizierte Beziehung mit ihrem Vater Thomas Markle

Meghan Markles Einzug ins englische Königshaus lief nicht still und heimlich ab. Vielmehr sorgte ihre Familie für Aufsehen rund um die ehemalige Schauspielerin. Allen voran auch ihr Vater Thomas Markle. Doch wie konnte die Beziehung von Tochter und Vater so zerrütten?

Thomas Markle Senior ist ein ehemaliger Beleuchtungsregisseur im Fernsehen und arbeitet an berühmten US-Shows beispielsweise General Hospital. Für seine Arbeit gewann er sogar Daytime Emmy Awards im Jahr 2011. Er war mit Meghans Mutter Doria Ragland verheiratet, bis sie sich 1987 scheiden ließen.

Die Hochzeit von Meghan

Zu Beginn der Hochzeitsvorbereitungen hieß es noch, dass ihr Vater sie zum Altar führen würde. Im Mai jedoch kam heraus, dass er offenbar Probleme mit dem Herzen hatte, weswegen er schlussendlich nicht reisen durfte. Da er seinen Ruhestand in Mexiko verbringt, wäre die Reise zu anstrengend und lang gewesen. So nahm er nicht an der Hochzeit seiner Tochter teil. Er verriet jedoch auch, wie sehr ihm das Verpassen dieses Events zusetzte:

"Ich hasse die Vorstellung, einen der größten Momente der Geschichte zu verpassen und meine Tochter zum Altar zu führen.", sagte er.

Prinz Harry and Meghan, Sohn Archie Harrison Mountbatten-Windsor, St George's Hall | Quelle: Getty Images

Prinz Harry and Meghan, Sohn Archie Harrison Mountbatten-Windsor, St George's Hall | Quelle: Getty Images

Thomas Markle und die Medien

Ebenso wie Meghans Halbschwester Samantha hat auch Thomas Markle es geschafft, das englische Königshaus ziemlich zu verärgern. Es gab diverse Skandale, mit denen er es geschafft hatte, in die Schlagzeilen zu kommen. Unter anderem kam heraus, dass er von den Medien bezahlt worden war, um gefältschte Fotos aufzunehmen. Zudem wurde er nicht mehr zur Taufe seines Enkels Archie eingeladen - ebenfalls etwas, das er in die Medien trug:

"Mit 12 Jahren war ich ein Altarjunge, mit 14 Jahren ein bestätigtes Mitglied der Kirche der Königin, und Archie ist mein neuer Enkel, also hätte ich es natürlich genossen, für die Weihe dabei zu sein und Archie und seinen Eltern Gesundheit und Glück zu wünschen."

Der Brief von Meghan

Immer wieder sprachen Thomas Markle und auch Samantha mit der Presse, obwohl klar war, dass Meghan und Harry sich eher bedeckt hielten. Thomas Markle schien es jedoch einfach nicht bleiben lassen zu können, seine Tochter immer wieder in die Presse zu bringen. Es kam sogar soweit, dass Meghan einen Brief an ihren Vater schickte, nachdem immer wieder Vorwürfe gegen Meghan veröffentlicht wurden, sie würde ihre Familie verraten:

"Deine Handlungen haben mein Herz in eine Million Stücke zerrissen, nicht nur, weil du solche unnötigen und ungerechtfertigten Schmerzen verursacht hast, sondern auch, weil du die Entscheidung getroffen hast, nicht die Wahrheit zu sagen, während du in dieser Sache von Puppenspielern gesteuert wirst. Etwas, das ich nie verstehen werde.", schrieb sie Berichten nach in dem Brief an ihren Vater.

Immer wieder wurde Meghan vorgeworfen, sie hätte ihre Familie im Stich gelassen und genauer genommen ihrem Vater, der sie immer unterstützt habe, den Rücken gekehrt. Doch laut Angaben des Briefes schien dies nicht der Fall zu sein.

"In der Woche der Hochzeit, als ich von deinem Herzinfarkt durch eine Boulevardzeitung hörte, war es entsetzlich. Ich rief an und schrieb eine SMS... Ich flehte dich an, Hilfe anzunehmen - wir schickten jemanden zu dir nach Hause... und anstatt mit mir zu sprechen, um diese oder irgendeine Hilfe anzunehmen, hast du aufgehört, an dein Telefon zu gehen und dich entschieden, nur mit den Boulevardzeitungen zu sprechen.", hieß es weiter in dem Brief.

Auf Nachfrage hin sagte Thomas Markle, dass er nur die Lügen richtigstellen wollte, die über ihn verbreitet würden. Und dass er es als nicht fair empfand, dass man ihn dafür kritisierte, "ein paar Interviews" gegeben zu haben. Allerdings haben sich diese Interviews gehäuft und er hat überwiegend nur negativ über seine Tochter gesprochen, was Meghan - vor allem kurz vor und nach der Hochzeit - ziemlichen Kummer bereitet haben dürfte. Thomas Markle sieht sich als "Ausgestoßenen" durch das Königshaus und durch seine Tochter und betonte, dass er die Beziehung zu Meghan wieder in Ordnung bringen wollte. Auch nach Meghans Brief und ihrer Bitte darin, er möge mit seinen Pressegesprächen und Anschuldigungen aufhören, sah Thomas Markle den Brief nicht als Friedensangebot seiner Tochter, sondern vielmehr als "Schlag in die Magengrube".

Er fuhr fort:

"Das ist nicht das Mädchen, das ich kenne. Es geht nicht darum, wie sie spricht. Für ihre Freunde - und normalerweise Meg - ist es lächerlich, dies als einen liebevollen Brief darzustellen. (...) Liebe wird nicht ein einziges Mal in der ganzen Sache erwähnt. Meg hat mir im Laufe der Jahre tonnenweise Briefe und Karten geschrieben. Sie hat immer mit "In Liebe" oder "Ich liebe dich" unterschrieben. (...) Dieser Brief ist kalt. Sie unterschrieb mit "Meg". Du hast gelesen, wie es endet und es fühlte sich für mich wie ein letzter Abschied an. Es beginnt nicht einmal mit "Lieber". Es ist nur "Papa"."

Schwer zu sagen, was wirklich zwischen den beiden vorgefallen ist, denn einige Berichte scheinen sich zu widersprechen. Fakt ist jedoch, dass Meghan einen Brief an Thomas Markle gerichtet hat und er sich entschlossen zu haben scheint, ihre darin zum Ausdruck gebrachte Sorge und angefügte Bitte zu ignorieren. 

Hätte alles anders laufen können?

Ein königlicher Experte verriet kürzlich, dass die verstorbene Prinzessin Diana die Beziehung zwischen Vater und Tochter hätte retten können.

"Sie wäre jedoch von der Dynamik zwischen Thomas Markle und seiner Tochter fasziniert gewesen. (...) Sie hätte alle Details ihrer Beziehung wissen wollen und warum es schief gelaufen ist.", heißt es.

Was glaubst du? Hätte das ganze Drama und die öffentliche Austragung der Familienangelegenheiten verhindert werden können? Oder glaubst du, Thomas Markle hatte keine andere Wahl, als zu versuchen, seine Tochter über öffentliche Kanäle zu erreichen? 

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