
Miriam Pielhau: Was wurde nach dem Tod der Moderatorin aus ihrer Tochter?
05. Oktober 2026

Jahrelang gehörte Jacqueline Stuhler zu den vertrauten Gesichtern des deutschen Fernsehens. Als Moderatorin der Ratgebersendung „ARD-Buffet“ erreichte sie ein breites Publikum. Doch ihre journalistische Laufbahn begann lange vor ihrem Einstieg in das beliebte Mittagsformat. Sie arbeitete beim Radio, moderierte Jugendsendungen und beschäftigte sich intensiv mit politischen Themen. Nun ist die frühere SWR-Journalistin im Alter von 70 Jahren gestorben. Ihr Tod wurde am Dienstag bekannt. Der Südwestrundfunk würdigt sie als prägende Persönlichkeit des Senders.
Die Nachricht vom Tod Jacqueline Stuhlers wurde am Dienstag, den 27. Oktober 2026, öffentlich. Wie mitgeteilt wurde, starb die frühere Fernsehjournalistin bereits am Samstag, dem 24. Oktober, in Friolzheim im Enzkreis. Sie wurde 70 Jahre alt. Ihr Ehemann bestätigte ihren Tod gegenüber dem Sender.
Besonders bekannt war Stuhler einem bundesweiten Publikum durch ihre langjährige Arbeit für das „ARD-Buffet“. Die vom SWR produzierte Ratgebersendung gehörte über Jahre zum TV-Programm des Ersten. Stuhler war von Beginn an dabei und prägte das Format elf Jahre lang mit. Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer wurde sie dadurch zu einem vertrauten Gesicht im deutschen Fernsehen.

ARD Buffet Jacqueline Stuhler und Bernd Schröder präsentieren das Logo zum Magazin „ARD Buffet“ im Jahr 1998 | Quelle: Getty Images
Doch ihre Arbeit beschränkte sich keineswegs auf diese eine Sendung. Stuhler war über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen journalistischen Bereichen tätig. Sie moderierte Jugendformate, arbeitete im politischen Journalismus und führte Interviews mit prominenten Gästen. Ihre Laufbahn führte sie vom Bayerischen Rundfunk über den damaligen Süddeutschen Rundfunk bis hin zu verschiedenen Fernsehformaten der ARD.
SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte die verstorbene Journalistin in einer Mitteilung des Senders. „Jacqueline Stuhler war eines der prägenden Gesichter des SWR. Sie hat genau hingehört, die Menschen ernst genommen und auch komplexe Themen verständlich gemacht“, sagte er. „Mit ihr verlieren wir eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin.“
Mit der Nachricht von Jacqueline Stuhlers Tod stellt sich auch die Frage nach der Ursache. Der SWR teilte mit, dass die Moderatorin nach langer, schwerer Krankheit gestorben sei. Ihr Ehemann bestätigte diese Information. Eine konkrete Diagnose oder nähere Angaben zu ihrer Erkrankung wurden in der Mitteilung des Senders jedoch nicht veröffentlicht.
Damit ist bislang nicht öffentlich bekannt, an welcher Krankheit Stuhler litt. Auch zu möglichen Behandlungen oder zum genauen Verlauf ihrer Erkrankung liegen in den veröffentlichten Informationen keine näheren Angaben vor.
Fest steht lediglich, dass die Erkrankung nach den Angaben des SWR bereits länger andauerte und schwerwiegend war. Weitere Details zu ihrem Gesundheitszustand wurden nicht mitgeteilt. Die Todesursache ist somit nur insofern bekannt, als dass Stuhler nach einer langen, schweren Krankheit starb. Welche konkrete Erkrankung dahinterstand, bleibt öffentlich offen.
Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer dürfte Jacqueline Stuhler vor allem mit dem „ARD-Buffet“ verbunden bleiben. Die Ratgebersendung startete 1998 im Ersten und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Fernsehprogramms. Stuhler gehörte zum Gründungsteam und war in den folgenden elf Jahren eines der prägenden Gesichter des Formats.
Die Sendung widmete sich Themen aus dem Alltag und richtete sich an ein breites Publikum. Stuhler brachte dabei ihre journalistische Erfahrung ein und begleitete das Format über einen langen Zeitraum. Dass sie nicht nur moderierte, sondern auch komplexe Inhalte verständlich vermitteln konnte, hob später auch SWR-Intendant Kai Gniffke hervor.
Wie der Einstieg in das neue Format aussah, zeigt auch ein auf YouTube veröffentlichtes Video, das das erste ARD-Buffet mit ihr zeigt. Es erinnert an Stuhlers ersten Auftritt in der Sendung und damit an den Beginn einer Fernsehphase, die ihre öffentliche Wahrnehmung entscheidend prägte.
Für Stuhler war das „ARD-Buffet“ eine prägende Station innerhalb einer vielseitigen Karriere. Parallel zu ihrer Arbeit für das Ratgeberformat blieb sie dem politischen Journalismus verbunden und übernahm weitere Aufgaben für den SWR. Ihre Laufbahn zeigt, dass sie in ganz unterschiedlichen Bereichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks tätig war.
Jacqueline Stuhler wurde am 23. April 1956 in Lindau geboren und wuchs am Bodensee auf. Ihren beruflichen Einstieg fand sie zunächst bei einer Zeitung: Sie absolvierte ein Volontariat bei der „Nürnberger Zeitung“. Anschließend studierte sie Theaterwissenschaft in Erlangen.
Im Jahr 1980 begann sie ihre journalistische Arbeit als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk. Damit startete eine Laufbahn, die sie über mehrere Jahrzehnte durch unterschiedliche Radio- und Fernsehformate führen sollte.
Beim Bayerischen Rundfunk moderierte Stuhler unter anderem die Jugendsendungen „Zündfunk“ und „Live aus dem Alabama“. Gerade diese frühen Stationen zeigen, dass ihre Arbeit nicht von Anfang an auf klassische Ratgebersendungen ausgerichtet war. Sie bewegte sich vielmehr in unterschiedlichen journalistischen Umfeldern und sammelte Erfahrungen mit verschiedenen Zielgruppen.

Bernd Schröder und Jacqueline Stuhler beim „ARD Buffet“ | Quelle: Getty Images
Auch für den Westdeutschen Rundfunk war Stuhler tätig. In der ARD war sie unter anderem in der Kindersendung „Links und rechts vom Äquator“ zu sehen. Ihr beruflicher Weg führte sie damit schon früh über einzelne Sender und Formate hinaus.
Die Arbeit beim Radio und in verschiedenen Fernsehsendungen bildete die Grundlage für ihre spätere Tätigkeit als Moderatorin und Journalistin. Stuhler war nicht ausschließlich auf Unterhaltung oder ein bestimmtes Themengebiet festgelegt. Vielmehr übernahm sie im Lauf ihrer Karriere auch redaktionelle Verantwortung und widmete sich politischen Inhalten.
Ein wichtiger Karriereschritt folgte 1990. Damals übernahm Jacqueline Stuhler die Leitung der Redaktion Innenpolitik beim Süddeutschen Rundfunk, kurz SDR. In dieser Funktion verantwortete sie die Sendungen „Pro und Contra“ und „Schlaglicht“.
Mit dieser Aufgabe rückte die politische Berichterstattung stärker in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Beim „Schlaglicht“ wurde das Thema der Woche behandelt. Stuhler präsentierte die Sendung selbst und führte das Publikum neben den aktuellen Nachrichten durch die jeweiligen Schwerpunkte.
Ihre Tätigkeit in der Innenpolitikredaktion zeigt, dass sie nicht nur als Moderatorin vor der Kamera stand, sondern auch hinter den Kulissen journalistische Verantwortung übernahm. Die redaktionelle Leitung und die Beschäftigung mit politischen Themen waren wichtige Bestandteile ihrer Laufbahn.
Auch später blieb Stuhler dem politischen Journalismus verbunden. Zwischen 2000 und 2008 führte sie im „SWR Wortwechsel“ Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten. Darüber hinaus prägte sie das landespolitische Magazin „Ländersache“ im SWR Fernsehen für Baden-Württemberg.

Jacqueline Stuhler während der ersten Ausgabe des ARD Buffet | Quelle: YouTube
So verlief ihre Karriere parallel in mehreren Bereichen: Während sie durch das „ARD-Buffet“ einem bundesweiten Publikum bekannt wurde, blieb sie auch in politischen und gesellschaftlichen Formaten präsent. Ihre Arbeit reichte von der Moderation bis zur redaktionellen Verantwortung.
Von 2009 bis 2011 moderierte sie gemeinsam mit Jon Christoph Berndt die Gesprächsreihe „Leben! Was Menschen bewegt“ auf EinsPlus, dem damaligen Digitalkanal der ARD. Auch dieser Abschnitt ihrer Laufbahn war auf Gespräche und persönliche Geschichten ausgerichtet.
Die verschiedenen Stationen verdeutlichen, wie breit Stuhlers berufliches Profil war. Sie arbeitete mit jungen Zielgruppen, moderierte Ratgebersendungen, beschäftigte sich mit Politik und führte Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten. Ihre Karriere lässt sich daher nicht allein auf ihre Zeit beim „ARD-Buffet“ reduzieren, auch wenn dieses Format für ihre Bekanntheit eine zentrale Rolle spielte.
Jacqueline Stuhlers Arbeit wurde auch mit Preisen gewürdigt. Bereits 1982 erhielt sie den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus. Die Auszeichnung fiel damit in eine frühe Phase ihrer beruflichen Laufbahn beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Im Jahr 2001 folgte der Hans-Bausch-Mediapreis. Damit wurde Stuhler für ihre journalistische Arbeit ebenfalls ausgezeichnet. Die Ehrungen ergänzen das Bild einer Moderatorin, deren Laufbahn sich über verschiedene journalistische Bereiche erstreckte.
Ihre beruflichen Stationen zeigen eine kontinuierliche Entwicklung: Auf die ersten Erfahrungen als Reporterin und Radiomoderatorin folgten redaktionelle Verantwortung, politische Magazine, Gesprächssendungen und schließlich die langjährige Tätigkeit beim „ARD-Buffet“. Stuhler war damit über viele Jahre in unterschiedlichen Formaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks präsent.
Mit Jacqueline Stuhler verliert der Südwestrundfunk eine langjährige Mitarbeiterin und Moderatorin, die mehrere seiner Formate mitgestaltete. Besonders ihre elfjährige Arbeit beim „ARD-Buffet“ machte sie einem breiten Publikum bekannt. Zugleich war sie in politischen Magazinen und Gesprächssendungen aktiv.
Die Würdigung durch SWR-Intendant Kai Gniffke stellt vor allem ihre journalistische Haltung heraus: Stuhler habe aufmerksam zugehört, Menschen ernst genommen und komplexe Themen verständlich vermittelt. Mit diesen Worten erinnert der Sender an eine Journalistin, deren Arbeit nicht auf ein einzelnes Fernsehformat beschränkt war.
Auch im Programm des SWR soll an die Verstorbene erinnert werden. Die Hauptausgabe von „SWR Aktuell Baden-Württemberg“ am 27. Oktober um 19.30 Uhr war dafür angekündigt.
Jacqueline Stuhler starb am 24. Oktober 2026 im Alter von 70 Jahren in Friolzheim im Enzkreis. Dass sie nach langer, schwerer Krankheit gestorben ist, bestätigte ihr Ehemann dem SWR. Welche konkrete Erkrankung zu ihrem Tod führte, wurde bislang nicht öffentlich bekannt gegeben.
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