
Dschungelcamp 2026: Der traurige Grund, warum Hubert Fella ein Armband tragen muss
Als Hubert Fella 2026 ins australische Dschungelcamp einzieht, fällt vielen Zuschauerinnen und Zuschauern schon in den ersten Minuten ein Detail auf: Am linken Oberarm trägt der 58-Jährige einen weißen Verband – wie ein Armband, das er selbst unter dem Camp-Outfit nicht ablegt.
Sofort wird spekuliert: Hat er sich verletzt? War eine Dschungelprüfung schuld? Doch hinter der Bandage steckt keine frische Wunde und auch kein „kleiner Kratzer“, sondern eine Realität, die Hubert seit Jahrzehnten begleitet – und die im Busch sogar noch wichtiger wird als im Alltag: seine Diabetes-Erkrankung.
Hubert Fella lebt seit über 40 Jahren mit Diabetes Typ 1. Die Diagnose kam früh, sie prägt seinen Alltag bis heute – ganz unabhängig davon, ob er gerade vor Kameras steht oder im Privatleben unterwegs ist. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper kein eigenes Insulin mehr produzieren kann.
Das bedeutet: regelmäßige Kontrolle, genaue Einschätzung von Essen und Belastung, und schnelle Reaktion, wenn Werte kippen. Gerade im Dschungelcamp, wo wenig Schlaf, Stress, Hitze, ungewohnte Nahrung und körperliche Prüfungen zusammenkommen, kann das zur echten Herausforderung werden.
Und genau deshalb trägt Hubert im Camp dieses „Armband“ – auch wenn es technisch gesehen mehr ist als Schmuck. Unter dem Verband sitzt ein Messgerät, das seinen Blutzucker kontinuierlich überwacht. Der Verband schützt es vor Schmutz, Stößen und Feuchtigkeit.
Laut RTL ist die Bandage also vor allem eine Schutzmaßnahme – damit das Gerät zuverlässig funktioniert und Hubert jederzeit sicher kontrolliert werden kann. Das Produktionsteam muss sorgfältig darauf achten, dass das Gerät unbeschädigt bleibt. Denn wenn der Sensor ausfällt oder verrutscht, fehlt eine zentrale Gesundheitskontrolle – und im Dschungel ist die nächste Arztpraxis nicht um die Ecke.
Dass Hubert mit dem Thema offen umgeht, ist kein Zufall. Er spricht seit Jahren öffentlich über seine Erkrankung und versucht, Betroffenen Mut zu machen – ohne die Krankheit zu verharmlosen. Schon 2024 schrieb er auf Social Media:
„40 Jahre mit Diabetes und trotzdem voller Lebensfreude! Ein Weg voller Herausforderungen, Höhen und Tiefen, aber auch voller Stärke und Gesundheit“.
In derselben Haltung tritt er nun auch im Camp auf: nicht als jemand, der Mitleid möchte, sondern als jemand, der zeigen will, dass chronische Erkrankung und Lebensfreude zusammengehen können – wenn man Verantwortung übernimmt und die Signale des Körpers ernst nimmt.
Gleichzeitig ist Hubert eben auch Hubert: direkt, impulsiv, manchmal ungeduldig. Im RTL-Vorstellvideo warnt er sogar selbst davor, wie schnell seine Stimmung kippen kann. Ein Satz bleibt hängen – weil er so ehrlich ist und im Dschungel schnell zum Problem werden könnte:
„Wenn ich hungrig bin, dann wirst du mich böse erleben, das sag’ ich dir.“
Wer Diabetes managen muss, weiß: Hunger, Stress und Unterzuckerungen können den Körper zusätzlich belasten. Im Camp wird es deshalb nicht nur um Entertainment gehen, sondern auch um Struktur, Disziplin und Aufmerksamkeit – damit Hubert nicht in gefährliche Situationen gerät.
Dass er überhaupt dabei ist, hat für ihn außerdem eine besondere Bedeutung. Mit dem Format verbindet er private Erinnerungen: 2018 machte er seinem langjährigen Partner Matthias Mangiapane im Umfeld des Dschungelcamps einen Antrag – später folgte die Hochzeit. Heute ist Hubert selbst Kandidat und tritt damit aus dem Schatten seines Mannes heraus. Für ihn ist die Teilnahme mehr als eine TV-Station:
„Der Dschungel ist ein Ritterschlag. Mehr kannst du nicht erreichen!“
Dieser Satz erklärt, warum er trotz Risiko, Strapazen und öffentlicher Beobachtung antritt.
Hubert Fellas Verband ist damit nicht einfach ein Accessoire und auch nicht nur ein „Camp-Gimmick“. Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass im Dschungel nicht alle mit denselben Voraussetzungen starten.
Und er erinnert daran, dass hinter Reality-TV-Figuren echte Biografien stehen – manchmal mit einer Diagnose, die man nicht ablegen kann. Hubert will trotzdem liefern: laut, emotional, ehrgeizig – aber eben auch mit einem kleinen Gerät am Arm, das im Zweifel wichtiger ist als jedes Luxusitem.
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