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Vater neugeborener Drillinge trifft am Krankenhaus ein und entdeckt, dass Frau spurlos verschwunden ist – Story des Tages

Frida Kastner
03. Mai 2022
20:30
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Als Robert am Krankenhaus eintraf, nachdem seine Frau ihre Kinder gebärt hatte, entdeckte er, dass sie spurlos verschwunden war und ihre neugeborenen Drillinge zurückgelassen hatte. Doch Jahre später kreuzten sich ihre Wege erneut, als Robert eines Nachmittags unerwarteten Besuch bekam.

Robert traf Julia, als beide an der Uni Journalismus studierten. Julia war hinreißend und charmant und Robert war Hals über Kopf verliebt, ehe er es überhaupt begreifen konnte.

Wie es das Schicksal wollte verliebte Julia sich auch in ihn und so begann ihre Romanze. Einen Monat, nachdem sie zusammengekommen waren, schlug Robert vor, dass sie zusammenziehen und Julia stimmte glücklich zu.

Julia wurde ins Krankenhaus gebracht. | Quelle: Pexels

Julia wurde ins Krankenhaus gebracht. | Quelle: Pexels

Die Unijahren verflogen und die Turteltauben beschlossen, kurz nach dem Abschluss zu heiraten. Doch die Dinge änderten sich, als Robert seinen Wunsch ausdrückte, Kinder zu haben und eine Familie zu gründen und Julia diese Idee alles andere als gefiel.

"Ich will noch kein Kind haben, Robert", sagte sie mit Nachdruck, "du hast leicht reden, weil du jetzt einen guten Job hast. Ich denke immer noch darüber nach, was ich in Zukunft machen möchte."

"Schau, Liebling, ich will dir gar keinen Druck machen", erklärte Robert, "ich möchte einfach eines Tages eine Familie mit dir haben. Ich respektiere deine Entscheidung. Wir lassen es langsam angehen."

Doch das Schicksal hatte andere Pläne für Robert und Julia und Julia wurde schwanger. Dies war eine schlimme Zeit für sie und sie fühlte sich schrecklich, weil sie nicht Mutter werden wollte. Robert unterstütze sie und brach eine Abtreibung ins Gespräch, aber Julia beschloss, das Kind zu bekommen.

Sie hatte nach sieben Monaten eine Frühgeburt, während Robert bei einem wichtigen Meeting war. Zum Glück war ihre Nachbarin, Frau Perkow, an jenem Tag bei ihnen vorbeigekommen und hatte das Krankenhaus angerufen, um sie über Julias Zustand zu informieren.

Robert zog die Kinder allein groß. | Quelle: Pexels

Robert zog die Kinder allein groß. | Quelle: Pexels

Julia wurde eine Stunde später ins Krankenhaus gebracht und der Pfleger verkündete die Geburt von Drillingen, zwei Jungen und einem Mädchen. Als Robert per Telefon die Neuigkeiten erfuhr, war er ganz aus dem Häuschen. Er eilte ins Krankenhaus, doch als er dort eintraf, war Julia nicht aufzufinden.

Er fragte beim Krankenhauspersonal und auch Frau Perkow nach ihr, aber niemand wusste, wohin sie verschwunden war. Julias Krankenhausgewand lag auf dem Bett und die Tasche, die Frau Perkow für sie gepackt hatte, war verschwunden.

Julia ging nicht ans Telefon und keiner ihrer Freunde wusste, wo sie war. Robert wusste nicht, wie er sie erreichen solle, weil sie als Kind Waise geworden und im Waisenhaus aufgewachsen war.

Er ging zur Polizei und gab eine Vermisstenanzeige auf, aber nichts geschah. Schließlich half Roberts Mutter ihm mit den Kindern. Sie schlug auch vor, dass Robert heiraten solle, aber Robert hatte den Glauben an Beziehungen verloren, nach dem, was mit Julia geschehen war.

Mit der Zeit gingen die Drillinge in den Kindergarten, dann zur Schule und schließlich machten sie das Abitur. An der Uni machten sie alle Abschlüsse mit Auszeichnung.

Wie andere Kinder hatten auch Roberts Kinder oft geklagt, dass sie ihre Mutter vermissten und neidisch auf ihre Freunde waren, deren Eltern immer bei ihren wichtigen Schul- und Unifeiern waren. Doch Robert war hilflos und fürchtete, dass die nächste Frau, die er in sein Leben ließ, die Kinder ebenso im Stich lassen würde.

Doch eines Nachmittags klingelte es an der Tür, während er mit den Kindern am Esstisch beim Mittagessen saß. "Ich mache auf", sagte Roberts Tochter Anna, "esst ihr nur weiter."

Julia kehrte Jahre später nach Hause zurück. | Quelle: Unsplash

Julia kehrte Jahre später nach Hause zurück. | Quelle: Unsplash

Als er jedoch die Tür öffnete, erstarrte sie. "Ich kann nicht glauben, dass du es bist. Was machst du hier?!"

Julia stand in der Tür. Als Anna sie sah, konnte sie nicht verhindern, wie zornig sie wurde. Sie erinnerte sich an Fotos, die sie heimlich im Hochzeitsalbum ihres Vaters gesehen hatte. Doch sie hatte mehr über die Frau erfahren, die sie im Stich gelassen hatte und fühlte nur Hass für die Frau.

"Kannst du mich bitte reinlassen?", fragte Julia ruhig. "Ich muss mit deinem Vater sprechen."

Anna war wütend und wollte ihrer Mutter die Tür vor der Nase zuschlagen, als Robert dazwischenging. "Wer ist denn da, Schatz? Ein Paket?", fragte er, als er zu ihr trat. Doch als er die Tür erreichte, konnte er nicht fassen, wen er sah.

"Was machst du hier, Julia? Und was ist dir passiert?", keuchte er, während er ihr schäbiges Aussehen, müdes Gesicht und eingefallene Wangen betrachtete.

"Das ist eine lange Geschichte, Robert", sagte Julia, "darf ich zuerst reinkommen?"

Anna war dagegen und riet ihrem Vater, die Frau nicht reinzulassen, aber Robert brachte Julia rein, gab ihr eine Decke und bot ihr Tee an.

Während Julia sanft die Tasse hielt, wanderten Roberts Gedanken zurück an die gemeinsame Vergangenheit. So hatten sie sich kennengelernt – in einem Café, und später waren sie noch oft für Dates in Cafés gewesen.

Robert brachte Julia herein und bot ihr Tee an. | Quelle: Unsplash

Robert brachte Julia herein und bot ihr Tee an. | Quelle: Unsplash

Doch nun sah Julia zerbrechlich aus, ihr Gesicht war faltig und sie sah erschöpft aus. Robert, der ob ihres unerwarteten Auftauchens nach all den Jahren zornig gewesen war, fühlte nun nur noch Mitleid.

Was ist mit dir geschehen, Julia? Und warum hast du uns verlassen? Robert war in Gedanken verloren, doch da unterbrach Julia ihn. "Danke für deine Freundlichkeit, Robbie. Obwohl ich dich verlassen habe, bist du immer noch nett zu mir."

"Nun, Julia, was geschehen ist, ist geschehen", seufzte Robert, mental noch immer auf ihr müdes Gesicht konzentriert. "Du kannst es nicht ändern, aber ich kann dir eine Chance geben, es richtig zu stellen. Ich weiß, es wird nicht wie früher sein, aber wenn du dich anstrengst, werden die Kinder dir verzeihen und dich akzeptieren."

"Oh nein! Deshalb bin ich nicht hier!" Julia sah von ihrer Tasse auf. "Ich habe gehofft, du könntest mir etwas Geld leihen. Ich gebe dir so bald wie möglich zurück. Ich kann nirgendwohin, also dachte ich, ich miete mir eine kleine Wohnung."

Robert war erstaunt. "Dein Ernst, Julia? Ich verstehe, dass du nie Mutter werden wolltest, aber ich kann nicht glauben, dass du so gemein bist! Du kommst nach all der Zeit zurück und scherst dich keinen Deut um uns! Du scherst dich nur um deinen Komfort und dein Geld. Bitte geh. Ich will vor meinen Kindern keine Szene veranstalten."

Robert fand jemanden, mit dem er sein Leben verbringen wollte. | Quelle: Pexels

Robert fand jemanden, mit dem er sein Leben verbringen wollte. | Quelle: Pexels

"Schau, Robbie, ich mochte diese Kinder von Anfang an nicht. Ich hoffte, dass sich die Dinge nach der Geburt verbessern, aber als ich sie sah, war ich angewidert, also beschloss ich, zu fliehen. Aber ich habe nie geheiratet. Ich habe dich immer geliebt!"

"Hau ab, Julia!", brüllte Robert. "Du bist bloß eine gemeine, erbärmliche Frau und für solche Leute habe ich keinen Platz in meinem Haus!"

Julia verließ Roberts Haus, aber sie gab nicht auf. Tatsächlich wollte sie Unterhalt. Doch sie verlor vor Gericht, wo sie ihrer Wut gegenüber Robert und den Kindern freien Lauf ließ. Anna hielt sich diesmal nicht zurück und fuhr Julia vor allen Anwesenden an.

Nach diesem Tag hörte Robert nie wieder von Julia. Doch vor Kurzem lernte er Bettina kennen, eine Frau, die kurz zuvor in die Nachbarschaft gezogen war. Es stellte sich heraus, dass ihr Mann sich von ihr hatte scheiden lassen, als er entdeckt hatte, dass sie keine Kinder bekommen konnte und später eine Jüngere geheiratete hatte.

Sie besucht Robert oft und verbringt Zeit mit seinen Kindern. Robert hat heimlich Gefühle für sie entwickelt und möchte ihr an ihrem Geburtstag einen Antrag machen.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Ein Kind zu gebären macht dich nicht automatisch zur Mutter. Julias selbstsüchtige Einstellung und ihre Gleichgültigkeit den Kindern gegenüber beweist dies.
  • Manchmal solltest du den Dingen eine zweite Chance geben. Nach allem, was Julia getan hatte, verlor Robert das Vertrauen in Beziehungen, aber er änderte seine Meinung, als er Bettina traf.

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Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, magst du vielleicht auch diese über eine Frau, die am Straßenrand ein Baby findet, dessen Vater Jahre später wieder auftaucht.

Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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