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13. September 2021

Günter Wallraff: Blick auf seine Entwicklung im Laufe der Jahre

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Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ist heute in ganz Deutschland für seine Arbeit bekannt. Wir werfen einen Blick auf das Leben des Journalisten und schauen uns an, wie er sich über die Jahre verändert hat.

Heute ist Günter Wallraff 78 Jahre alt und aufgrund seiner Sendung "Team Wallraff – Reporter Undercover", die beim Privatsender RTL ausgestrahlt wird, bei Jung und Alt bekannt.

Dass er Journalist werden würde, zeichnete sich schon früh in seinem Leben ab. Im Alter von 20 Jahren wurde er von der Bundeswehr eingezogen, doch dagegen setzte er sich schon damals zur Wehr.

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In einem Interview mit "Die Zeit" verriet er einst, dass er plante, ein Enthüllungsbuch über die Bundeswehr zu schreiben. 

Mitte der 60er Jahre arbeitete er zwei Jahre lang als Arbeiter in verschiedenen Großbetrieben. Seine erste Reportage wurde 1965 in der Gewerkschaftszeitung "Metall" abgedruckt. Dadurch erregte er erstmals an Aufsehen.

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Es folgten weitere Reportagen mit denen er authentische Einblicke in die industrielle Arbeitswelt lieferte, die nicht jedem offenstand. Wallraff erlangte einiges an Aufmerksamkeit und schloss sich schließlich noch im selben Jahr der Dortmunder Gruppe 61 an.

Von da an ging es stetig weiter bergauf. 1966 kam er zum "Hamburger Abendecho" und schrieb anschließend auch für die Zeitschrift "pardon", berichtet "Promipool".

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1968 landete er bei "konkret", einer weiteren Zeitschrift und baute seine Karriere noch ein Stück weiter aus. Mittlerweile kennt man den Enthüllungsjournalisten jedoch nicht nur durch seine schriftlichen Arbeiten, sondern auch durch seine Fernsehauftritte.

2012 wurde die Sendung "Günter Wallraff deckt auf! Der neueste Fall des Undercover-Spezialisten" ausgestrahlt.

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Ein Erfolg, denn bereits im Jahr darauf folgte eine neue Sendung mit dem Titel "Team Wallraff – Undercover-Reporter decken auf", wofür ihn vermutlich vor allem jüngere Zuschauer heute kennen.

In den darauffolgenden Jahren war Wallraff bei so manchem Unternehmen undercover unterwegs. Er bewies seine Wandlungsfähigkeit und deckte so manche Missstände auf.

DAS FERNSEHEN LIEBT IHN

Durch seine Arbeit über die Jahre wird er von vielen Fernsehzuschauern geliebt. Auf RTL und bei "Team Wallraff" können Zuschauer ihn hautnah dabei begleiten, wie er Journalisten in den Undercover-Einsatz schickt, um weitere Missstände aufzudecken. Dies scheint bei vielen TV-Zuschauern aller Altersklassen einen großen Reiz auszuüben.

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SEINE KÖRPERLICHE VERÄNDERUNG

Bereits seit der 70er Jahre gehörte ein Schnurrbart zu seinem Markenzeichen. Dazu trug er schon damals seine typische Brille, für die er auch heute noch bekannt ist.

Die kurzen braunen Haare, die er damals noch hatte, sind mittlerweile allerdings gewichen. Körperliche Einschränkungen erhielt er durch einen folgenschweren Unfall, der sein Leben prägte.

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EIN SCHWERER UNFALL

Erst vor wenigen Jahren hatte Günter Wallraff einen schweren Unfall, der sein Leben völlig aus der Bahn warf. Der Journalist hatte 2019 einen schweren Fahrradunfall.

Er stürzte und verletzte sich so schwer, dass er bewusstlos auf der Straße liegenblieb. Er verlor viel Blut und musste sich einer Not-OP unterziehen, die vier Stunden dauern sollte.

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Dieser Unfall warf sein Leben aus der Bahn und er musste sich regelrecht zurück ins Leben kämpfen. Über seinen Unfall sagte er:

"Ein hochkomplizierter Trümmerbruch. Das ist nicht nur einmal gebrochen, sondern an mehreren Stellen total zerbrochen [...] Da sind richtige Brückenkonstruktionen."

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Fast ein Kilo Titan sollen ihm eingesetzt worden sein. Für ihn war jedoch schon damals klar, dass er nicht aufgeben wollte, auch wenn es schwerfiel. Er sah es als Chance, als letzte Warnung. Der Autor fügte an:

"Es ist eine letzte Warnung: Du hast jetzt noch eine Chance. Was du alles versaubeutelt hast auch im Privaten."

Er müsse sein Leben ändern, so Wallraff weiter. Das schoss ihm damals durch den Kopf und so sehe er es auch heute noch. 

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Günter Wallraff kam am 1. Oktober 1942 in Burscheid, in der Nähe von Köln, zur Welt. Nach der Schule machte er zunächst eine Lehre als Buchhändler.

1963 schloss er diese ab und lehnte sich gegen seinen Einzug bei der Bundeswehr auf. Da er den Umgang mit Waffen verweigerte, steckte man ihn zur Beobachtung in die psychiatrische Abteilung des Bundeswehrlazaretts Koblenz.

Dort schrieb er Tagebuch. "RTL" berichtete, dass diese Niederschriften und seine Erfahrungen aus der Zeit als Ausgangspunkt für seine späteren Arbeiten und seine weitere Karriere als Journalist und Autor betrachtet werden können.

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