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Desiree Nosbusch und Tom Alexander Bierbaumer | Quelle: Getty Images
Desiree Nosbusch und Tom Alexander Bierbaumer | Quelle: Getty Images

Désirée Nosbusch legt ihre Bestattungspläne fest und verfasst ein Testament, was sie kurz nach der Scheidung bekannt gibt

Edita Mesic
03. März 2026
15:49

Désirée Nosbusch zeigt sich derzeit so offen wie selten. Kurz nach dem Bekanntwerden ihrer Scheidung spricht die Schauspielerin und Moderatorin nicht nur über ihr Privatleben, sondern auch über ein Thema, das viele lieber verdrängen: das eigene Lebensende – und die Frage, was danach geregelt sein sollte.

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Im Podcast „M wie Marlene“ mit Marlene Lufen bestätigte die 61-Jährige erstmals öffentlich, dass ihre Ehe mit Kameramann Tom Bierbaumer beendet ist. 2018 hatten die beiden in Venedig geheiratet, später folgte eine kirchliche Zeremonie in Italien.

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Warum es zur Trennung kam, lässt Nosbusch offen. Stattdessen beschreibt sie ihren aktuellen Beziehungsstatus nüchtern: Sie genieße ihr Singledasein und sei nicht aktiv auf Partnersuche. Wenn sich noch einmal Liebe ergebe, dann eher unerwartet – „wo man sagt: Huch, wo kommt das denn jetzt her?“.

Während viele nach einer Scheidung erst einmal Abstand von großen Lebensfragen suchen, geht Nosbusch einen anderen Weg: Sie sortiert, klärt, schreibt auf. Und sie macht öffentlich, dass sie ihre Bestattungswünsche und ihr Testament bereits festgelegt hat. „Ich habe das alles geregelt“, sagt sie – und macht damit deutlich, dass es ihr nicht um Drama geht, sondern um Verantwortung. „Es ist geklärt, wie meine Beerdigung aussehen soll“, schildert sie.

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Nosbusch begründet diesen Schritt sehr konkret mit ihrem Alltag: „Wissen Sie, ich lebe allein mit meinem Hund und bin viel unterwegs.“ Gerade diese Mischung aus Unabhängigkeit und Bewegung habe bei ihr den Gedanken ausgelöst, dass im Ernstfall niemand ratlos zurückbleiben soll. „Wenn mir morgen etwas passieren sollte – was ich natürlich nicht hoffe –, dann möchte ich meinen liebsten Menschen keine Unordnung hinterlassen.“

Was sie daran besonders beschäftigt, sind nicht materielle Dinge, sondern die Unsicherheit, die in Trauerphasen entsteht. „Niemand soll sich in einem Moment der Trauer fragen müssen: Wie wollte sie beerdigt werden? Gibt es eine Patientenverfügung?“ Genau darum habe sie sich rechtzeitig gekümmert – nicht erst, wenn es zu spät ist, sondern aus freier Entscheidung.

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Den Zeitpunkt setzt Nosbusch dabei erstaunlich präzise: „Deshalb habe ich vor etwa eineinhalb Jahren alles festgelegt.“ Es klingt nach einem Prozess, der lange gereift ist – möglicherweise auch im Zusammenhang mit den Veränderungen in ihrem Privatleben. Denn die Schauspielerin spricht im selben Zusammenhang immer wieder über Familie, über das Älterwerden und über das, was man seinen Kindern gerne erspart.

Ihre beiden Kinder wissen laut Nosbusch genau, was sie will: „Meine Kinder wissen, was ich mir wünsche.“ Und es geht dabei nicht nur um Formalien, sondern um ganz praktische Fragen. „Es ist geklärt, was mit meinem Hund geschieht, wie meine Beerdigung aussehen soll – all das.“ Dass sie das so klar anspricht, wirkt fast wie ein Gegenentwurf zur üblichen Promi-Kommunikation, die lieber auf Glanz setzt als auf Vorsorge.

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Nosbusch beschreibt sogar, dass das Niederschreiben selbst eine Art Befreiung sei: „Und offen gesagt: Es tut gut, das einmal niederzuschreiben. Dann ist es aus dem Kopf.“ Für sie ist es offenbar nicht bedrückend, sondern entlastend – weil Ordnung entsteht, wo sonst Unsicherheit lauert.

Vor allem aber rückt sie die Perspektive der Hinterbliebenen in den Mittelpunkt. „Vor allem aber entlastet es die Kinder und Hinterbliebenen.“ In ihren Augen ist das die eigentliche Botschaft: Wer vorsorgt, nimmt anderen Last ab. „Sie müssen in ihrem Schmerz keine Entscheidungen treffen, von denen sie nicht wissen, ob sie in meinem Sinne wären.“ Und genau deshalb lautet ihr Fazit:

„Wenn man das regelt, erleichtert man es den anderen.“

Dass Nosbusch gerade jetzt so deutlich darüber spricht, passt zu dem Bild, das sie zuletzt auch an anderer Stelle gezeigt hat: weniger Fassade, mehr Wahrheit.

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Sie räumte ein, dass sie sich für ihre Kinder immer eine „intakte Familie unter einem Dach“ gewünscht hätte. „Wenn Familien am Tisch sitzen, Mama, Papa, Kinder. Wie schön, wenn man das geschafft hat. Das ist mir leider nicht gelungen. Ich hätte das gerne meinen Kindern das geschenkt…“, sagt sie – ein Satz, der zeigt, wie sehr sie das Thema Familie bis heute bewegt.

Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Lebenserfahrung, Trennung, Verantwortung und Klarheit, die ihre Entscheidung erklärt: Nicht alles im Leben lässt sich festhalten. Aber manches lässt sich regeln – bevor es andere in der schwersten Stunde müssen.

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