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31. Juli 2021

Alleinerziehender Vater lernt Lektion im Elternsein, die er nicht vergessen wird - Story eines Abonnenten

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Ein Mann begann, zu viel Zeit fern von seinem Sohn zu verbringen, nachdem er seinen Job verloren hatte. Aber die Dinge liefen nicht, wie geplant, als sein Junge anfing, an der Schule Ärger zu machen.

Klaus Bauer war ein stolzer Mann. Er schloss die Universität ab und fing beinahe sofort danach einen guten Job an. Er war kein Rumtreiber, aber er hatte eine Sache mit einer wunderschönen Frau, Alicia. Nach einigen Monaten stand sie mit einem Baby vor seiner Tür.

Alicia sagte Klaus, dass er der Vater war und verschwand dann für immer. Er konnte es nicht fassen. Sie hatte ihm nichts erzählt, ehe sie bei ihm aufgetaucht war, aber ein rascher DNA-Test bestätigte, dass sie die Wahrheit sagte. So wurde Klaus von einem auf den anderen Moment Vater.

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Er nahm seine Verantwortungen sehr ernst und das Kind, das er Andreas nannte, sollte stets alles haben, was er brauchte. Seine Arbeit bezahlte alle Angestellten gut und Andreas wurde inmitten der Liebe seines Papas groß.

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Unglücklicherweise überkam den Ort eine große wirtschaftliche Krise und Klaus verlor seinen Job, als die Firma bankrott ging. Er hatte Ersparnisse, musste aber rasch eine neue Stelle finden.Es vergingen jedoch viele Monate und es schien beinahe unmöglich, Anstellung zu finden. Jeden Tag wurde Klaus missmutiger.

Andreas war mit einem aufmerksamen, liebevollen Vater großgeworden, aber er bemerkte, wie sich die Dinge daheim rasch änderten. Er sah die Sorge im Gesicht seines Vaters. Irgendwann begann Klaus zu trinken, um seine Angst zu beruhigen und er brüllte Andreas oft an, wenn er betrunken an.

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“Papa, vielleicht solltest du heute keinen Whiskey trinken,“ sagte Andreas eines Abends, als sein Vater heimkam und sofort an den Schrank mit dem Alkohol trat.

“Keine Sorge, mein Sohn. Heute werde ich nur ein Gläschen zur Beruhigung trinken. Es waren ein paar harte Monate,“ erklärte Klaus seinem Sohn. Es war nie nur ein Glas und jede Nacht wurde es schlimmer. Bald kam sein Vater nach der Arbeit nicht mehr heim, sondern ging direkt in die Kneipe.

Andreas war erst 14 Jahre alt und sorgte nun für sich selbst. Es war das erste Mal in seinem Leben, dass die Dinge nach seiner Nase gingen und er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Er war in der Pubertät und in der Schule war es schwer. Der Junge brauchte seinen Vater mehr als je zuvor.

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Klaus hatte mehrere Teilzeitjobs angenommen, um ein wenig Geld zu verdienen, während er eine feste Anstellung suchte. Eines Tages klingelte während seiner Schicht im Supermarkt sein Handy.

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“Hallo?” er ging dran.

“Herr Bauer? Hier ist Susanne Hohlbein. Ich bin die Sekretärin der Schulleiterin an der Schiller-Gemeinschaftsschule,“ erklärte eine freundliche weibliche Stimme am anderen Ende.

“Ja, worum geht es? Ist es wegen meines Sohnes?“ fragte Klaus und war besorgt, dass Andreas etwas zugestoßen sein mochte. Es war das erste Mal, dass er von der Schule angerufen wurde. Andreas war ein guter Junge, gut in der Schule und hatte nie Ärger.

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“Ja, es geht um Andreas. Es tut mir leid, Ihnen das mitteilen zu müssen, aber Andreas war in eine Schlägerei mit einem Mitschüler verwickelt. Sie müssten bitte so schnell wie möglich herkommen,“ sagte Frau Hohlbein.

“Gut, ich komme sofort,” versprach Klaus. Der einzige Vorteil eines Halbzeitjobs war es, dass seine Arbeitszeiten flexibel waren. Dennoch nervte und verwirrte ihn die Situation. Andreas und eine Schlägerei?

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An der Schule angekommen traf Klaus die Schulleiterin und den Vater des anderen Schülers. Offenbar hatte Andreas den Streit angefangen und musste mehrere Woche nachsitzen.

“Andreas hatte noch nie Ärger, aber Gewalt nehmen wir an dieser Schule sehr ernst, Herr Bauer. Deshalb haben wir die Eltern angerufen,“ erläuterte die Schulleiterin Frau Meerbusch.

“Das verstehe ich, Frau Meerbusch. Es wird nicht noch einmal vorkommen. Ich entschuldige mich auch in seinem Namen,” sagte Klaus.

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Auf dem Nachhauseweg im Auto nach dem Treffen fuhr er Andreas an: „Was hast du dir dabei gedacht, Andreas? Eine Prügelei in der Schule? So bist du doch gar nicht!“

 “Ich weiß nicht, Papa. Ist ja auch egal,“ raunte Andreas. Klaus war besorgt, aber er ließ die Sache auf sich beruhen.

“Ich muss zum Supermarkt zurück, O.K.? Du kannst so etwas nicht noch einmal bringen. Ich verstehen, dass du erwachsen wirst und das ein oder andere passiert, aber du darfst nicht gewalttätig werden. Ich kann diesen Ärger gerade nicht gebrauchen. Es ist so schon schwer genug für mich. Du musst es nicht schlimmer machen. Verstehst du?“ fuhr Klaus fort und war beinahe sauer auf seinen Sohn.

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 “Ja,” antwortete Andreas leise.

Leider rief die Schule einige Tage später wieder bei Klaus an. Diesmal hatte die Schulleiterin eine ganze Liste von Andreas‘ Vergehen, so zum Beispiel, dass er die neue Wandmalerei in der Cafeteria beschmiert, einen jüngeren Mitschüler gemobbt und einen Lehrer beleidigt hatte.

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“Es tut mir leid, Herr Bauer, aber wir werden Ihren Sohn für eine Woche suspendieren. Das geht in seine Schulakte ein und könnte seine Bewerbungen bei Universitäten beeinträchtigen,“ erklärte die Schulleiterin.

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Klaus sah rot. Er saß mit seinem Sohn im Schulleitungsbüro und Andreas konnte nur seine Fußspitzen anstarren. “Was hast du dazu zu sagen, Andreas? Mobbing, Schmierereien? Wer bist du?” brüllte er.

Plötzlich brach Andreas zusammen. “Wer ich bin? Wer bist du? Du bist nie zu Hause! Und wenn du es bist, bist du besoffen und brüllst herum! Du bist nicht mehr der Vater, den ich einmal kannte!“ rief der junge Teenager und begann zu weinen.

Klaus und Frau Meerbusch waren von diesem Ausbruch schockiert. “Ich…,” fing Klaus an, aber Andreas schnitt ihm das Wort ab.

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“Ich weiß, dass du deinen Job verloren hast. Aber ich habe danach meinen Vater verloren! Ich bin ständig wütend und kann es nicht kontrollieren. Ich weiß nicht, was mit meinem Leben passiert,“ schloss Andreas, legte sein Gesicht in seine Hände und weinte weiter.

Klaus wurde daran erinnert, wie er sich die letzten Monate über verhalten hatte, und er fühlte sich furchtbar. Sein Sohn hatte Recht. Er war nicht für ihn da gewesen und hatte die eigenen Sorgen im Alkohol ertränkt.

“Es tut mir so leid, mein Sohn,“ sagte er und Tränen stiegen ihm in die Augen. Er versprach seinem Sohn, sich zu bessern und die Schulleiterin zeigte sich nachsichtig, weil sie nicht gewusst hatte, wie es bei Andreas zu Hause lief. Er musste nur einige Stunden Sozialarbeit leisten und länger nachsitzen.

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Klaus hingegen fing ein Programm an, das ihm helfen sollte, mit dem Trinken aufzuhören und legte seine Teilzeitjobs so, dass er mehr Zeit für Andreas hatte. Bald ergatterte er eine permanente Position in einer prestigeträchtigen Firma mit großzügigen Boni und viel Unterstützung für Familien.

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Sein Sohn machte eine wichtige Zeit durch und Klaus war der einzige Mensch, der ihm da durch helfen konnte. Er würde seinen Sohn nicht noch einmal hängen lassen.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

1. Sei für deine Kinder da. Manche Eltern machen sich so große Sorgen um ihr Leben, dass sie vergessen, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

2. Meide alle Laster. Laster mögen für ein kurze Zeit Erleichterung schaffen, aber sie können das Schlimmste in uns zu Tage fördern.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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