
„Das fühlt sich respektlos an“: F1-Fahrer sorgt mit Foto, das an Schumacher erinnert, für Empörung
Ein Winterfoto, ein roter Farbton – und plötzlich kochen die Emotionen hoch. Was als harmloser Urlaubsgruß gedacht gewesen sein dürfte, entwickelte sich binnen Stunden zu einer hitzigen Debatte unter Formel-1-Fans. Im Mittelpunkt: ein aktiver Grand-Prix-Pilot, ein Instagram-Post aus den Alpen und eine optische Parallele, die viele nicht kaltließ.
Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Michael Schumacher aus der Öffentlichkeit verschwunden. Der siebenfache Weltmeister erlitt 2013 bei einem Skiunfall in den französischen Alpen schwere Kopfverletzungen.

Der Formel-1-Pilot Michael Schumacher genießt während seines Urlaubs das Skifahren in Madonna Di Campiglio. | Quelle: Getty Images
Sein Zustand wird bis heute von der Familie geschützt, sein Name steht für sportliche Größe – und für eine Tragödie, die Fans weltweit bewegt. Entsprechend sensibel reagieren viele, wenn Bilder oder Situationen Erinnerungen an diesen Einschnitt wecken.
Genau das geschah nun rund um einen Post von Pierre Gasly. Der 29-jährige Franzose, aktuell für Alpine in der Formel 1 unterwegs, teilte auf Instagram mehrere Aufnahmen aus seinem Skiurlaub.

Der deutsche Formel-1-Fahrer Michael Schumacher (rechts) von Ferrari fährt mit seinem Teamkamerad Felipe Massa am 12. Januar 2006. | Quelle: Getty Images
Die Fotos zeigen ihn entspannt im Schnee, begleitet von seiner Partnerin Kika Gomes. Der Ort bleibt vage, als Standort ist lediglich „Die Alpen“ angegeben. Unter die Bilder setzte Gasly die Worte „Schneehimmel“ (Snow heaven).
Doch nicht der Text, sondern ein Detail auf einem der Fotos wurde zum Auslöser der Diskussion. Gasly trägt darauf eine rote Skijacke mit Marlboro-Aufdruck – ein Look, der bei vielen sofort Erinnerungen an Michael Schumacher hervorrief.

Der Formel-1-Weltmeister und Ferrari-Fahrer Michael Schumacher (links) posiert am 16. Januar 2003 mit seiner Frau Corinna in Madonna di Campiglio. | Quelle: Getty Images
Der Rekordweltmeister war über Jahre hinweg eng mit der Marke verbunden und trug eine ähnlich anmutende Jacke häufig beim Skifahren. Besonders brisant: Gaslys Post erschien einen Tag nach Schumachers 57. Geburtstag.
In den Kommentaren begannen Fans zu spekulieren, ob es sich um eine bewusste Anspielung oder sogar eine Art Tribut handeln könnte. Was manche als Hommage deuteten, empfanden andere als klaren Fehltritt.
Die Kritik fiel deutlich aus und nahm schnell an Schärfe zu. Ein Nutzer schrieb: „Skifahren hat Schumachers Leben für immer zerstört – wie kommt man also zu dem Schluss, man müsse dem Mann an seinem Geburtstag mit einem Skiurlaub Tribut zollen und das auch noch in sozialen Medien posten?“ Ein anderer sah es ebenso kritisch und schrieb: „Man, falsches Timing...“
Ein anderer Nutzer schrieb: „Nee, das fühlt sich respektlos an.“ Weitere Kommentare, die sich unter dem Post sammelten, waren: „Gasly, bitte sei vorsichtig. Als ich die Jacke sah, dachte ich nur an Michael Schumacher. Er war mein Liebling, und du bist einer meiner Lieblinge“ und „Das ausgerechnet an Michaels Geburtstag zu posten, und mit der roten Marlboro-Jacke, ist verrückt.“
Doch es gab auch einige Nutzer, die das Ganze positiv sahen. So meinte ein Instagram-User: „Was für eine Art, eine Legende zu ehren“.
Gasly selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Ob ihm die optische Nähe bewusst war oder ob es sich schlicht um einen Zufall handelte, bleibt offen. Klar ist jedoch, wie tief die Verbindung vieler Fans zu Michael Schumacher nach wie vor reicht – und wie sensibel alles wahrgenommen wird, was an ihn erinnert.
Abseits der Kontroverse versucht Gasly, den Blick nach vorn zu richten. Nach einer schwierigen Saison, in der Alpine in der Konstrukteurswertung den letzten Platz belegte, setzt der Franzose auf einen Neuanfang.
Ab der kommenden Saison wird das Team mit Mercedes-Motoren antreten, was intern für vorsichtigen Optimismus sorgt. Gasly betonte zuletzt, er erwarte sich davon einen spürbaren Schritt nach vorn.
Bis zum Saisonstart im März dürfte die sportliche Vorbereitung für den Rennfahrer wieder in den Vordergrund rücken. Ob sich die Wogen um den umstrittenen Post bis dahin glätten, bleibt abzuwarten.
Sicher ist nur: Michael Schumacher ist für viele mehr als eine Legende – und jeder visuelle Verweis auf ihn wird mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet.
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