logo
twitter.com/DailyMirror
twitter.com/DailyMirror

John starb nur eine Stunde nach der Geburt wegen einer tragischen Gasverwechslung

Frida Kastner
Von Frida Kastner
13. Juli 2021
16:30

Vor nunmehr fünf Jahren kam es in einem australischen Krankenhaus zu einem tragischen Tod eines Säuglings, der leicht hätte verhindert werden können. Wegen eines falschen Anschlusses wurde dem Neugeborenen Lachgas verabreicht. Seitdem läuft die Ermittlung in dem Fall, der noch immer nicht abgeschlossen ist.

Werbung

Es hätte einer der glücklichsten Tage im Leben von Sonya und Youssef Ghanem sein sollen. Das Paar erwartete ihr viertes gemeinsames Kind. Am 13. Juli 2016 stellten die Mediziner*innen bei Sonya Bakterien fest, die auf eine neonatale Sepsis hindeuteten.

Werbung

Man entschied daher, den kleinen John per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen. Die Operation verlief gut, allerdings entdeckte man, dass sich ein Teil der Nabelschnur um seinen Hals gelegt hatte und John nicht vernünftig atmete.

Die Ärzt*innen begannen sogleich mit Maßnahmen, um seine vitalen Funktionen zu stabilisieren. Sie legten dem Neugeborenen eine Atemmaske an und schlossen diese an die Sauerstoffversorgung an. Eigentlich hätte dies dem Kleinen beim Atmen helfen müssen.

John aber reagierte nicht auf die Behandlung, sodass das Team schließlich mit Herzl-Lungen-Reanimation und Zugabe von Adrenalin um das Leben des Kleinen kämpfen musste. Tragischerweise verloren sie diesen Kampf etwa eine Stunde nach der Geburt. Die Eltern konnten ihren Sohn nur tot in die Arme schließen.

Ein Krankenwagen des UCLA Krankenhauses in Los Angeles, Kalifornien, Jan. 6, 2021.  | Foto von: Bing Guan/Bloomberg via Getty Images

Ein Krankenwagen des UCLA Krankenhauses in Los Angeles, Kalifornien, Jan. 6, 2021. | Foto von: Bing Guan/Bloomberg via Getty Images

Werbung

Das medizinische Team war ebenso traumatisiert wie die Eltern, denn Johns Ableben war nicht zu erklären. Nur durch Zufall bemerkte ein*e Ärzt*in Parallelen zu einem ähnlichen Fall in Indien. Bei diesem lag das Problem an einer falschen Gaszufuhr.

Überprüfungen im Bankstown-Lidcombe Krankenhaus in Sydney ergaben tatsächlich, dass der Zugang, aus dem Sauerstoff hätte kommen sollen, Distickstoffoxid, auch Lachgas genannt, führte.

Ermittlungen fanden heraus, dass der Zugang im Jahr vor dem Unglück gelegt worden war. Es ist üblich, bei solchen Installationen die Gaszufuhr zu überprüfen. Dies sei nicht oder nur mangelhaft geschehen. Die zuständige Firma habe nicht bemerkt, dass Leitungen falsche Bezeichnungen trugen.

Der Hammer eines Richters auf einigen Dollarnoten. | Foto von: Shutterstock

Der Hammer eines Richters auf einigen Dollarnoten. | Foto von: Shutterstock

Werbung

Diese Fehlmarkierungen stammten noch aus der Zeit der Erbauung des Krankenhauses in den 1990er Jahren und waren seither nicht aufgefallen. Die Leitungen seien recht komplex und mit vielen Windungen angebracht, was für die Monteure beim Einrichten der Beatmungsanlage die Übersicht sicherlich erschwerte.

Dennoch oder gerade deshalb wäre es aber essenziell gewesen, zu prüfen, welches Gas aus der Leitung ströme, hieß es in der Ermittlung. Dieser Prozess benötige weniger als 2 Minuten und hätte Johns Leben retten können. Ein weiterer Säugling, Amelia Khan, trug permanente Hirnschäden davon, als sie vor Johns Ableben ebenfalls mit dem falschen Gas beatmet wurde.

Der Verantwortliche der Installationsfirma bekannte sich schuldig und wurde mit einer Geldstrafe von 100.000 australischen Dollar (etwa 63.000 Euro) belegt. Die Ermittlungen dauern jedoch noch immer an.

Werbung
Werbung
Ähnliche Neuigkeiten

Ich hab den beliebtesten Jungen der Schule heimlich dafür bezahlt, beim Abschlussball mit meiner Tochter zu tanzen – aber was sie stattdessen tat, ließ den ganzen Saal nach Luft schnappen

22. Juni 2026

Bei der Beerdigung meines Mannes fragte mich eine Frau, ob ich seine "kranke Schwester" sei

11. Mai 2026

Meine erste Liebe hat sich nach 55 Jahren bei mir gemeldet und mich gebeten, sie an unserer alten Schule zu treffen – als ich dort ankam, wartete ein kleiner Junge mit einer alten Aktentasche auf mich

17. Juli 2026

Mein Mann und unsere drei Söhne gingen während eines Sturms verloren - 5 Jahre später übergab mir meine jüngste Tochter mitten in der Nacht einen Zettel und sagte: "Mama, ich weiß, was an diesem Tag wirklich passiert ist

30. April 2026

Ich habe meinen Mann dabei erwischt, wie er vor ihrem Abendessen eine Halskette für meine Schwester gekauft hat – also habe ich eine „zusätzliche“ Sache in die Samtschachtel gesteckt, die die beiden beide erblassen ließ

06. Juli 2026

Ich hab die Freundin meines Sohnes am Telefon belauscht – ein einziger Satz reichte aus, damit ich den Notruf wählte

22. Juli 2026

Nachdem ich meinen neugeborenen Sohn verloren hatte, gab ich alles, was ich für ihn gekauft hatte, einer Mutter, die mit ihrem Baby bettelte – am nächsten Morgen war mein Rasen mit Dutzenden von Kinderwagen übersät, in denen jeweils eine versiegelte Schachtel lag

17. Juli 2026

Ich hab einer Teenagerin im Rollstuhl geholfen, ein Geschenk für ihren Vater zu kaufen – am nächsten Morgen tauchte der Sheriff bei mir zu Hause auf

15. Juli 2026

Meine Schwägerin hat mir aus Versehen ein Foto geschickt, das eigentlich für meinen Mann bestimmt war – ich hab gelächelt, es gespeichert und genau sechs Monate gewartet

30. Juni 2026

Meine Tochter verschwand mit ihrem Rucksack aus dem Kindergarten – 15 Jahre später kam er bei mir zu Hause an, zusammen mit einem Brief, der so begann: „Mama, du wirst nicht glauben, wer mich an dem Tag mitgenommen hat“

21. Juli 2026

Ich habe die Zwillingstöchter meiner besten Freundin adoptiert, nachdem sie gestorben war - 10 Jahre später gab mir eine von ihnen ein altes Telefon und sagte: "Mama hat mir gesagt, dass ich dir dieses Video heute zeigen soll"

11. Juni 2026