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24. April 2021

22 Jahre ohne Falco: Blick auf das Leben des Künstlers

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Auch mehr als 20 Jahre nach dem Tod Falcos ist der Künstler auch heute noch Generationen von Musik-Fans bekannt.

Der österreichische Musiker, der gebürtig eigentlich Hans Hölzel hieß, starb am 6. Februar 1998 viel zu früh an den Folgen eines Autounfalls. Er wurde 40 Jahre alt. Damals soll Falco vom Parkplatz einer Diskothek gebogen sein, und Drogen sowie Alkohol zu sich genommen haben, als er einen Reisebus von links kommend übersah.

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Er soll beim Aufprall direkt tot gewesen sein, heißt es Medienberichten zufolge. Sein Wagen wurde mit gut 100 km/h erwischt. Auch heute noch pilgern seine Fans an sein Grab, welches sich auf dem Zentralfriedhof in Wien befindet. 

Dabei beschränken sich seine Fans nicht nur auf Österreich, auch in Deutschland und in anderen Ländern hat Falco seine Spuren hinterlassen, die bis heute nachhallen. Er zählt auch heute noch zu den wenigen deutschsprachigen Künstlern, die es geschafft haben, auch über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich zu werden.

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Im Fernsehen sah man eine Seite Falcos, die nicht zwangsläufig mit dem Mann hinter dem Charakter übereinstimmte. Der Künstler hatte viele verschiedenen Facetten, was deutlich wurde, als Freunde und Weggefährten über den verstorbenen Sänger sprachen. Auch Hölzel selbst sprach einst über seine vielen verschiedenen Schichten und sagte über sich selbst: 

"Wahrscheinlich ist Hans Hölzel dermaßen seelisch aus der Balance, dass er nicht mehr weiß, wer er ist"

BERUFLICHE RÜCKSCHLÄGE UND ABSTÜRZE

Mit den Jahren wurde es immer schwieriger, zwischen der Figur Falco und dem Künstler dahinter zu unterscheiden. Es hatte ganz den Anschein, als wäre der Weltstar mit sich und der Welt im Unklaren gewesen.

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Es folgten einige Eskapaden, Probleme mit Drogen und Alkohol, sowie daraus resultierende Depressionen. Es erweckte den Anschein, als wären Falco die Zügel aus der Hand geglitten. In einem Interview äußerte er sich einmal sehr drastisch dazu und sagte:

"Ich hatte ein schizophrenes Verhältnis zu meiner Karriere [...] auf der einen Seite war ich der Musiker, der ernst genommen werden wollte, auf der anderen Seite habe ich mein Gesicht in einer Dimension verkauft, die sich völlig meiner Kontrolle entzogen hatte."

Obwohl er auch international große Erfolge verzeichnen konnte, gab es im Leben des Künstlers auch immer wieder Phasen, in denen der Erfolg zu stagnieren schien. In den 80er Jahren wurde er mit Erfolgshits wie "Rock Me Amadeus" und "Der Kommissar" berühmt. Doch in den 90ern folgten Zeiten, in denen es eher mau um Falco zu stehen schien.

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In den letzten Jahren vor seinem tragischen Tod schien es jedoch wieder bergauf mit dem Sänger zu gehen. Er schien sich aus dem Tief hervorgekämpft zu haben, in das er in der Vergangenheit immer wieder gefallen war — beruflich wie auch emotional.

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Es folgten ausverkaufte Live-Auftritte und ein mit Spannung erwartetes neues Album mit dem passenden Titel "Out of the Dark", dessen Veröffentlichung Hölzel selbst jedoch nicht mehr miterleben konnte. Es mutete tragisch an, dass seine Platte es zwei Wochen nach seinem Tod ihn zum ersten Mal in zehn Jahren in die Top-Charts brachte. 

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PRIVATE RÜCKSCHLÄGE

Neben seinen beruflichen Schwierigkeiten hatte er auch privat zu kämpfen. 1993 musste er erfahren, dass er nicht der leibliche Vater seiner Tochter Katharina Bianca war. Er zog von Österreich in die Karibik und schien etwas Abstand zu seiner Kunstfigur zu benötigen. Er verriet damals:

"Die Frage ist nicht, was mache ich hier. Die Frage ist, was lasse ich in der Zeit, in der ich da bin, zu Hause für einen Blödsinn aus."

Auch wenn sein Privatleben sich wieder etwas beruhigt zu haben schien, konnte er dem Alkohol und den Drogen doch nicht ganz abschwören. Trotz der vielen Hoch- und Tiefflüge Falcos bleibt er auch heute noch als Ausnahmekünstler in Erinnerung, der früher einmal selbst sagte, er wolle sterben wie James Dean, wenn es denn sein Schicksal sei, zu früh sterben zu müssen. Dieser Wunsch wurde ihm auf tragische Weise erfüllt. 

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