72-jähriger Senior-Bodybuilder: "Ich bin Deutschlands fittester Senior"

Mike Millen gilt als fittester Opa Großbritanniens. Im Interview mit der "BILD"-Zeitung sprach nun auch ein deutscher Rentner, wie schwierig es ist, in seinem Alter in Form zu bleiben. Er hat es sogar noch geschafft, einen draufzusetzen.

Friedel Meier kommt aus Berlin. Er ist 72 Jahre alt und fitter als so manche Männer in ihren dreißiger Jahren. 

Er betreibt einen Instagram-Account, auf dem er regelmäßig Bilder seines gestählten Körpers teilt und damit nicht nur seine Fans und Follower beeindruckt.

Der Ostwestfale arbeitet Berichten der "BILD"-Zeitung zufolge als Interface Designer und ist nebenberuflich zudem noch als Model für verschiedene Agenturen tätig.

EIN SPÄTER UMSTIEG

Erst im Alter von 54 Jahren kam bei Meier der Wandel in seinem Lebensstil, heißt es. Er war früher so außer Form, dass ihm sogar so etwas einfaches wie Treppensteigen eine Schnappatmung bescherte.

Im Interview verriet der Senior, dass er in dem Moment erkannte, dass sich etwas ändern und er etwas tun musste. Er fügte an:

"Ich war zwar nicht übergewichtig, aber zu der Zeit hatte ich ein Fitness-Studio das letzte Mal vor 10 Jahren von innen gesehen. Als ich mich daraufhin wieder angemeldet habe, haben alle gesagt, ich werde nicht lange durchhalten – aber ich habe denen das Gegenteil bewiesen."

Er hat sieben Tipps verraten, die einem dabei helfen sollen, seinen Körper zur Traumfigur zu formen, und das unabhängig des Alters.

Friedel rät als erstes dazu, sich mit einem Arzt oder Sportmediziner zu besprechen, ehe man ins Fitness-Studio geht und das Training beginnt. Selbst wenn keine Krankheiten oder Beschwerden bekannt seien, so Friedel, wäre es ratsam, sich durchchecken zu lassen. Ein Belastungs-EKG kann viel Aufschluss über die eigene Leistungsfähigkeit liefern. 

Tipp Nummer Zwei heißt: Einzelkämpfer. Der fitte Senior rät dazu, sich als Einzelkämpfer durchzuschlagen. Hat man nämlich einen Trainings-Kumpel, muss man gegen die Versuchung ankämpfen, nicht zum Training zu gehen, wenn der Kumpel auch einmal nicht kann.

Ist man alleine, kann man die fehlende Motivation nur auf sich selbst schieben. Alles eine Frage der Selbstdisziplin, verrät er.

Als dritten Punkt spricht er einen geregelten Plan an. Er schreibt einem regelmäßigen Trainingsplan viel zu. Jeden Tag wusste er so, was es zu Trainieren galt. Egal ob Brust, Beine, Bauch oder Arme. Alles hatte seinen Plan und anschließend folgte ein Tag Pause. Er sagte:

"Mir hat das geholfen, dranzubleiben und so versuche ich es zu Hause oder im Park auch umzusetzen."

Doch es muss nicht unbedingt das Fitness-Studio sein. Es geht auch ohne, verrät Friedel. Es gibt bestimmte Übungen, die einen fit halten und die keinerlei Ausrüstung verlangen. Dazu zählen Bauchpressen, Unterarmstützen, Liegestützen oder auch die Bergsteiger-Übung, wenn man etwas für den ganzen Körper haben möchte.

Man kann auch versuchen, seine Umgebung zu nutzen. Wer beispielsweise einen Park in der Nähe hat, an dem es Fitnesseinrichtungen gibt, könnte Stangen für Klimmzüge nutzen, verriet er weiter.

Tipp Nummer Fünf dürfte wohl vielen sehr schwerfallen, denn er heißt: Fast Food Adé! Er gab zu, kein Vegetarier oder Veganer zu sein, oder irgendeinen anderen strikten Ernährungsplan zu führen. Doch das bedeutet nicht, dass er sich alles erlaubt. 

Es gibt weder Alkohol noch Fast Food. Er setzt auf eine abwechslungsreiche und anhaltend gesunde Ernährung. Doch auch der Fitness-Junkie verzichtet nicht auf alles. Er gönnt sich auch ein Stück Kuchen zum Kaffee oder die ein oder andere Süßigkeit.

Als Punkt sechs spricht er die Wichtigkeit des Ausdauertrainings an. Meier schwört auf eine ausgewogene Balance zwischen Kraft- und Ausdauertraining. Zweimal die Woche soll er so, Berichten zufolge, jeweils 5 Kilometer laufen, doch er rät Anfängern, es langsamer angehen zu lassen.

Es sei nichts gegen Pausen einzuwenden, so man diese braucht, sagte er. Ganz stehenbleiben sollte man da allerdings auch nicht. Weiterlaufen statt stehenbleiben.

Tipp Nummer sieben heißt: Geduld, Geduld! Friedel verriet, dass manche Dinge eben seine Zeit brauchen. Je älter man wird, desto länger brauchen einige Dinge im Leben nun einmal. 

Er gab zu, dass besonders die ersten drei Monate sehr hart waren. Der Muskelaufbau geschieht nicht von heut auf morgen. Doch es lohnt sich, sich in Geduld zu üben und dranzubleiben!

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