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Quelle: instagram.com/365dniofficial

Warum der neue Hit-Film "365 Days" noch provokanter ist als "50 Sades of Grey"

Maren Zimmermann
16. Juni 2020
18:15
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Nach der Premiere auf Netflix (bislang in den USA und Großbritannien) hat "365 Days" aufgrund der sexuellen Themen innerhalb des Films weltweit für Aufsehen gesorgt.

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Der Film kommt aus Polen und basiert auf dem Buch von Blanka Lipińska. Es trägt den Titel "365 DNI", was übersetzt "365 Tage" bedeutet.

In der Geschichte geht es um die Geschäftsführerin Laura Biel (gespielt von Anna-Maria Sieklucka), die einen Urlaub auf Sizilien macht. Dort wird sie vom Mafia-Boss entführt, der gerade dabei ist, das Geschäft zu übernehmen, nachdem sein Vater bei einem Attentat ums Leben kam.

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Während er sie gefangen hält, verspricht Massimo Torricelli ihr 365, um sich in ihn zu verlieben. Er verspricht der Frau, sie während dieser Zeit nicht anzufassen, bringt sie jedoch dazu, als Voyeur sexuelle Handlungen zu beobachten und bringt ihr auch die BDSM-Szene näher. Schließlich verliebt Laura sich in ihn.

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Genau dieser Punkt der Handlung war es, der die größte Kontroverse auslöste. Es wurden viele Vergleiche zu dem weltweiten Phänomen "50 Shades of Grey" gezogen, ein weiterer Erotik-Film, bei dem ein mächtiger Mann versucht, eine "schwächere" oder unterlegenere Frau zu einer Beziehung zu bewegen und Sex eine wichtige Rolle spielt.

Lipińskas Buch wurde 2018 veröffentlicht. Es wurden mittlerweile über 500.000 Exemplare verkauft. Außerdem hat die Autorin zwei Fortsetzungen geschrieben. Auch diese wurden zu Bestsellern.

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ENTEDER MAN LIEBT IHN ODER MAN HASST IHN

Im Internet häufen sich die Kritiken. Es erweckt den Anschein, dass man den Erotik-Thriller entweder liebt oder ihn hasst. Einen ähnlichen Hype gab es damals um "50 Shades of Grey".

"365 Days" soll jedoch im Gegensatz zu 50 Shades noch vulgärer und brutaler sein. Zudem berichtete GoFeminin, dass der Film so gut wie unzensiert sei.

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Besonders scharf kritisiert wird das Machtgefüge zwischen Mann und Frau. Einige Zuschauer und User verurteilen, dass der Film es fast schon zu "verherrlichen" scheint, wenn eine Frau gefangen gehalten und zu sexuellen Taten gezwungen wird.

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Ein Nutzer schrieb:

"unbeliebte meinung: in 365 days war laura nicht wirklich in den typen verliebt, das war das stockholm-syndrom. ihr romantisiert buchstäblich eine entführung und sexuelle angriffe!!"

Klar ist, dass der Hype um "365 Days" auch in Deutschland gerade erst begonnen hat und da es noch zwei weitere Bücher in dieser Trilogie gibt, darf man gespannt sein, ob auch diese in Zukunft verfilmt werden.

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