Single-Vater will 2-jährigen Sohn zur Adoption freigeben, weil er „so müde” ist

Ein 23-jähriger Vater hat darüber nachgedacht, seinen 2-jährigen Sohn zur Adoption freizugeben, da er neben Arbeit und der Erziehung seines Kindes keine Freizeit mehr hat.

Leo (Name abgeändert) wandt sich auf Reddit an andere Nutzer, und bat um Rat. Er sagte, dass sein Sohn seiner Meinung nach bei anderen Menschen besser aufgehoben wäre.

„Ich werde mit einem Therapeuten reden, denn, ja, irgendwas stimmt nicht mit mir.”

Mann hält Hand von Kind - Foto: Pexels

Mann hält Hand von Kind - Foto: Pexels

Im Frühjahr 2016 wurde Leos Freundin schwanger. Zu der Zeit waren sie noch immer auf dem College. Sie wollte das Baby abtreiben, doch Leo überzeugte sie davon, es nicht zu tun. Er war gläubiger Christ und Abtreibung ging gegen seinen Glauben.

„Am Ende einigten meine Freundin und ich uns darauf, dass ich das Baby als alleinerziehender Vater großziehen würde, da sie so jung noch keine Mutter sein wollte. Im Herbst wurde das Baby geboren und nachdem sie wieder zurück in ihre Heimat gezogen war (fürs College war sie umgezogen), bekam ich meinen Sohn.”, schrieb er.

Leo beschrieb dann weiter, wie sein Leben außer Kontrolle geriet, nachdem er anfing, sich um seinen Sohn zu kümmern.

Mann hält Baby - Foto: Pexels

Mann hält Baby - Foto: Pexels

„Zwei Jahre später und ich fühle mich einfach nur müde und abgeschottet von der Welt. Mein Sohn ist mein einziger Freund und neben ihm und meiner Arbeit habe ich überhaupt keine Freizeit mehr. In der wenigen freien Zeit die ich habe, gehe ich mit ihm in einen Park oder unternehme andere Dinge mit ihm.”, sagte er.

Der Verlust von Beförderungen

Er gestand auch, dass seine Verpflichtung seinem Sohn gegenüber auch seiner Karriere schadet. So konnte er in der Vergangenheit bereits einige Chancen nicht wahrnehmen, die etwas Zeit gefordert hätten, um eine Beförderung zu erhalten.

Vater hält Hand eines Kindes - Foto: Pexels

Vater hält Hand eines Kindes - Foto: Pexels

„Ich fühle mich einfach unerfüllt und einsam und das wirkt sich so langsam auf die Beziehung zu meinem Sohn aus und das will ich nicht. Ich möchte ein toller Vater sein, der seinen Sohn liebt, aber ich glaube nicht, dass ich das sein kann. Ich habe es zwei Jahre lang versucht. Man hört immer von dieser unsterblichen Liebe für sein eigenes Kind, aber das habe ich nie gehabt.”, schrieb er.

Er bat die Reddit-Gemeinschaft um Rat und fragte, ob es in Ordnung wäre, seinen Sohn zur Adoption freizugeben. Er fügte an, dass er natürlich sicherstellen würde, dass er in eine gute Familie käme und nicht in einen vorrübergehenden Haushalt.

Meinungsänderung

„Ich fühle mich wie ein A****, da er angefangen hat, eine Bindung zu mir aufzubauen. Es wäre unfair, ihn zu verlassen. Auch für seine Großmutter wäre es unfair, da sie ihn liebt.

Auf der anderen Seite, denk ich nicht, dass ich ein A**** bin, denn ich denke, seine Kindheit wird so viel schlimmer, wenn ich anfange, ihn zu hassen.

Mann und Baby - Foto: Pexels

Mann und Baby - Foto: Pexels

Ich denke, er hätte es bei einer liebenden Familie besser.”, schrieb er.

Dank der Ratschläge der Nutzer, entschied sich Leo schließlich gegen eine Adoption. Er sagte noch, dass er den Brief während einer seiner dunkelsten Momente im Leben geschrieben hatte.

„Ich werde mit einem Therapeuten reden, denn, ja, irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich werde auch versuchen, einer Gruppe für alleinerziehende Eltern beizutreten, wie einige von euch vorgeschlagen haben. Ich denke, das wird helfen.”