Brustkrebs-Operation: Können entzündungshemmende Medikamente das Risiko von Metastasen verringern?

Die Ärzte haben sich schon lange gefragt, warum es wahrscheinlich ist, dass sich bei Patienten mit Brustkrebs der Krebs in den ersten 18 Monaten nach einer Mastektomie oder Lumpektomie wahrscheinlich ausbreitet.

Wie USA Today berichtete, gibt es eine neue Studie, die angibt, dass die Wundheilung nach dieser Behandlung die Verbreitung auslösen könnte. Während das Immunsystem daran arbeitet, die chirurgische Narbe zu heilen, hört es damit auf, die Krebszellen, die sich weit von dem Tumor entfernt haben, aufzuhalten. So lautete es in der Studie, die vor Kurzem in dem Journal Science Translational Medicine veröffentlicht worden sei.

Ohne diese Bremsung durch das Immunsystem sind diese Krebszellen frei, weiter zu wachsen und sie können somit zu neuen, gefährlichen Tumoren werden.

„Es ist nicht die eigentliche Behandlung, sondern die Antwort der Wunde nach der Operation“, sagte Robert Weinberg, einer der Autoren des Papiers und ein Biologe beim Massachusetts Institute of Technology.

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„Sie provoziert bereits verbreitete Zellen, anzufangen zu klinisch auffindbaren Metastasen heranzuwachsen.“

Dieselbe Studie gibt ebenfalls an, dass es eine einfache Lösung dafür geben könnte: Das Einnehmen eines Mittels gegen Entzündungen.

Einige Tage einer entzündungshemmenden Therapie würde bei Mäusen dazu führen, dass die Bremse des Immunsystems weiterhin funktioniert, würde die Studie angeben. Forschungen bei Menschen würden auf denselben Vorteil hinweisen, aber es benötigt noch mehr Studien, um dies zu bestätigen.

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Michael Retsky, ein Forscher für Onkologie an der Harvard T.H. Chan School of Public Health und dem University College London, hat gesagt, dass seine eigene Forschung für Menschen nicht endgültig sei, aber sie habe bestätigt, dass die Vorteile wahrscheinlich echt seien.

Bei einer kleinen Studie hat er gezeigt, dass Brustkrebs-Patienten, die die entzündungshemmende Medikation Ketorolac einige Tage um die Behandlung eingenommen haben, ein fünffach erniedrigtes Risiko gehabt haben als die Menschen, die diese Medizin nicht verschrieben hatten.

Manchmal geben Chirurgen nicht gerne entzündungshemmende Medizin nach einer Operation, weil dies zu Problemen mit Blutungen führen kann. Aber diese könnten laut Retsky ebenfalls kontrolliert werden.

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