Er verlor seinen Bruder, als er neun war. Aber er nahm diesen Verlust und verwandelte ihn in etwas Wunderbares

Marian ist gerade mal 9 Jahre alt, als sein Bruder im Alter von 12 Jahren stirbt.

Er musste mit ansehen, wie sein Bruder bewusstlos auf einer Trage in den Krankenwagen geladen wurde.

Damals brach für den heute 15-Jährigen eine Welt zusammen, denn er wusste schon damals: Seinem Bruder ging es noch schlechter als sonst.

Die Nacht hatte sein Bruder immer wieder gekrampft, bis schließlich der Notarzt gerufen wurde.

Nur wenige Tage später muss Marian sich am Grab seines Bruders von ihm verabschieden.

Dennoch schöpft dieser junge Mann trotz seiner Trauer auch Hoffnung, denn er ist fest davon überzeugt, dass auch sein Bruder jeden Tag bei ihm ist - auch wenn er körperlich nicht mehr da ist.

Das ist nun sechs Jahre her.

Marian Grau ist nun 15 und einer der jüngsten Reiseblogger, die es auf der Welt gibt.

In 31 Ländern war er bereits und es stehen noch viele weitere auf seiner Liste.

Dabei, egal wohin er geht, hat er stets ein Foto seines Bruders.

Manchmal auch eine Haarsträhne, wenn sein Vater dabei ist.

Die Haarsträhnen verteilen sie dann gemeinsam dort, wohin sie reisen, um den verstorbenen Marlon auch um die Welt zu bringen.

Über seine Geschichte hat Marian sogar ein Buch geschrieben. Es trägt den Namen: "Bruderherz". 

„Ich hätte dir so gerne die ganze Welt gezeigt“. (Marian Grau)

Bei seinem Bruder Marlon war bereits im Alter von 5 Monaten eine seltene Stoffwechselstörung (Morbus Leigh) festgestellt.

Er kann nicht laufen, essen oder sprechen und muss 24 Stunden am Tag betreut werden.

Jeden "Urlaub" verbrachte die Familie im Kinderhospiz, dennoch erinnert Marian sich mit einem wohligen Ausdruck an jene Zeit zurück, als ihre Familie noch "Ganz" war.

„Er hat uns beigebracht, jeden Moment zu genießen und niemals aufzugeben.“ (Zitat Marian Grau)

Der Teenager weiß, dass die Krankheit seines Bruders zwar schlimm war, aber dennoch dafür gesorgt hat, dass er jeden Tag zu schätzen weiß und auch dass seine Familie dadurch umso enger zusammengeschweißt wurde.

In seinem Buch verrät er, was er durch diesen ungewöhnlichen Weg alles gelernt hat und möchte auch ein Stück weit die Angst vor Krankheit, Behinderung oder auch Tod nehmen.

Es ist wirklich beeindruckend, was ein so junger Mensch für eine positive Weltansicht haben kann - und das nach so großer Tragik.

Jeder sollte sich einmal die Reiseberichte Marians ansehen und sich inspirieren lassen.