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Ein Polizeibeamter am Tatort in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images
Ein Polizeibeamter am Tatort in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

Ermittlungsverfahren gegen Eltern von Bella (3) eingeleitet – in ihrem Haus in Preetz tot aufgefunden: Die Details

Olha Patsora
Von Olha Patsora
13. Aug. 2026
16:28

Eine Woche nach dem tragischen Tod der kleinen Bella (3) hat die Staatsanwaltschaft Kiel einen entscheidenden Schritt unternommen. Gegen die Eltern des Mädchens wird nun offiziell ermittelt.

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Am Mittwoch kehrten Kriminalpolizei und Feuerwehr zudem an den Ort des Unglücks in Preetz zurück, um den Fall detailliert zu rekonstruieren.

Polizeibeamte stehen vor einem Gebäudeeingang in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

Polizeibeamte stehen vor einem Gebäudeeingang in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen

Laut tag24 geht die Staatsanwaltschaft Kiel inzwischen dem Verdacht der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen nach. Im Zentrum steht die Vermutung, dass eine Verletzung der Aufsichts- und Sorgfaltspflichten zum Tod des Kleinkindes im Wasser beigetragen haben könnte.

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Auf Antrag der Behörde genehmigte das zuständige Amtsgericht eine Durchsuchung des Grundstücks in der Wakendorfer Straße in Preetz, die Beamte der Polizei Kiel am Mittwochmittag umsetzten. Ziel war es, Beweismittel zu sichern und den Fundort der Leiche noch einmal genauer zu dokumentieren. Oberstaatsanwalt Michael Bimler bestätigte gegenüber Bild:

„Wir haben ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen beide Elternteile des verstorbenen Kindes eingeleitet."

Ein Leichenwagen am Tatort in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

Ein Leichenwagen am Tatort in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

Zusätzlich geht aus dem Bericht hervor, dass Bella nicht nur autistisch, sondern zusätzlich seh- und höreingeschränkt gewesen sein soll.

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Die Rekonstruktion mit einer Puppe

Kurz nach 14 Uhr rückten Kripo-Beamte und Feuerwehrkräfte am Mittwoch am Haus der Familie an. Ziel war es, die Situation möglichst exakt nachzustellen — mit gleicher Uhrzeit, ähnlichen Wetterverhältnissen und denselben Sichtbedingungen wie am Tag von Bellas Verschwinden.

Nach Informationen von Bild brachte die Polizei dafür eine Puppe mit, die Größe und Statur der Dreijährigen ähnelte. Diese sollte beschwert in den rund 90 Zentimeter tiefen Pool gelegt werden, um nachzuvollziehen, wie das Mädchen am Beckenboden gelegen haben könnte.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Die Polizei musste ihre eigene Darstellung korrigieren

Besonders brisant ist ein Detail, das Bild in einem separaten Artikel aufdeckte: Die Polizei hatte zunächst erklärt, das Grundstück sei unmittelbar nach der Vermisstenmeldung durchsucht worden — inklusive des Pools. Diese Darstellung musste die Polizei jedoch korrigieren. Tatsächlich sei der Pool am Tag von Bellas Verschwinden lediglich „oberflächlich in Augenschein genommen" worden, nicht durchsucht. Polizeisprecherin Babette Weiß räumte ein:

„Wie es zu dieser Fehlinformation gekommen ist, ist Gegenstand weiterer interner Befassungen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Intern wird nachbereitet, warum der Pool zu diesem Zeitpunkt nicht durchsucht wurde."

Polizeisprecherin Babette Weiß auf einer Pressekonferenz in Kiel nach dem Fund einer Kinderleiche in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

Polizeisprecherin Babette Weiß auf einer Pressekonferenz in Kiel nach dem Fund einer Kinderleiche in Preetz, 6. August 2026. | Quelle: Getty Images

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Laut t-online nahmen die Beamten den Pool gegen Mitternacht ein weiteres Mal genauer unter die Lupe — allerdings wieder ohne Erfolg.

Wie genau der Pool aussieht, in dem das Mädchen gefunden wurde, zeigt sich erst jetzt in aller Deutlichkeit:

Wasser abgepumpt, Spuren gesichert

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Im Rahmen der aktuellen Ermittlungen pumpten Feuerwehrkräfte zudem das Wasser aus dem Pool ab. Ermittler sicherten Gegenstände und mögliche Spuren, die nun ausgewertet werden sollen. Der Bereich um das Becken wurde zudem kleinteilig fotografisch dokumentiert.

Die Obduktion hatte bereits zuvor eindeutig ergeben, dass Bella durch Ertrinken starb — Hinweise auf eine Gewalttat gibt es nicht. Der genaue Todeszeitpunkt des Kindes wurde bislang nicht mitgeteilt. Offen bleibt zudem, ob die Ermittlungen auch auf Angehörige von Polizei oder Feuerwehr ausgeweitet werden.

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Wir berichteten bereits:

Die Suche nach der dreijährigen Bella aus Preetz in Schleswig-Holstein hat ein tragisches Ende genommen. Zahlreiche Einsatzkräfte, Feuerwehrleute, Polizisten und Anwohner hatten seit Mittwoch nach dem vermissten Mädchen gesucht. Nun bestätigte die Polizei, dass das Kind tot gefunden wurde.

Bella war am Mittwochmittag, den 5. August 2026, aus ihrem Zuhause verschwunden. Das autistische Mädchen soll das Grundstück seiner Familie durch die Haustür und den Garten verlassen haben. Anschließend verlor sich ihre Spur in Richtung eines Waldgebietes.

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Große Suchaktion in Preetz

Unmittelbar nach der Vermisstenmeldung starteten Polizei und Feuerwehr eine umfangreiche Suche nach dem dreijährigen Mädchen. Das Suchgebiet erstreckte sich nach Angaben der Polizei über weite Teile der Preetzer Innenstadt sowie angrenzende Bereiche.

Neben zahlreichen Einsatzkräften kamen auch spezielle Hilfsmittel zum Einsatz. Drohnen, Spürhunde, ein Hubschrauber und Wärmebildkameras wurden genutzt, um Bella möglichst schnell zu finden. Auch angrenzende Wälder, Freiflächen und eine Kleingartenanlage wurden abgesucht.

Bis tief in die Nacht waren Polizisten, Feuerwehrleute und bis zu 50 Anwohner im Einsatz. Sie suchten die Umgebung rund um das Zuhause der Familie ab und überprüften mögliche Verstecke.

Polizei- und Feuerwehrleute versammeln sich vor der Feuerwache am 6. August 2026 in Preetz | Quelle: Getty Images

Polizei- und Feuerwehrleute versammeln sich vor der Feuerwache am 6. August 2026 in Preetz | Quelle: Getty Images

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Am Donnerstagmorgen wurde die Suche fortgesetzt. Die Polizei bat Anwohner erneut darum, in ihren Gärten, Gartenhütten und Garagen nachzusehen, ob sich Bella möglicherweise dort versteckt hatte.

„Wir haben unmittelbar nach der Vermisstenmeldung nach dem autistischen Mädchen gesucht. Auch im hinteren Bereich der Wohnanschrift der Eltern, wo sich ein Pool befindet. Die Feuerwehr und die Polizei haben auch im Nachgang den Bereich mehrfach abgesucht“, erklärte Polizeisprecherin Stephanie Lage.

Bella tot aufgefunden

Am Donnerstag, den 6. August, gegen 9.30 Uhr machten Einsatzkräfte schließlich eine traurige Entdeckung. Das dreijährige Mädchen wurde leblos im Pool im hinteren Bereich der Wohnanschrift der Eltern gefunden.

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Wie es zu dem Tod des Kindes kam, ist bislang nicht bekannt. „Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, teilte die Polizei mit. Weitere Angaben zu den Umständen des Todes wurden zunächst nicht gemacht.

Tragische Fälle vermisster Kinder beschäftigen Ermittler immer wieder

Der Fall Bella zeigt erneut, wie schnell eine Vermisstensuche bei kleinen Kindern zu einem Großeinsatz werden kann. Innerhalb kurzer Zeit mobilisierten die Behörden zahlreiche Kräfte, um das Mädchen zu finden.

Auch andere Fälle vermisster Kinder beschäftigen Ermittler teilweise über viele Jahre hinweg. In einem anderen Fall tappten die Behörden elf Jahre lang im Dunkeln, nachdem ein kleines Mädchen verschwunden war. Lange fehlte jede Spur von ihr. Doch inzwischen gibt es eine neue Entwicklung, die den Ermittlern neue Hoffnung gibt, möglicherweise doch noch Antworten auf die offenen Fragen zu finden.

Für Bella und ihre Familie endete die Suche hingegen mit einer traurigen Gewissheit. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen ihres Todes dauern an.

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Fall Inga: Polizei erhält viele neue Hinweise – elf Jahre nach dem Verschwinden

Elf Jahre lang tappten die Ermittler im Dunkeln. Vom Verschwinden eines kleinen Mädchens fehlte jede Spur. Doch jetzt gibt es eine Entwicklung, die den Fahndern neue Hoffnung schenkt – und vielleicht endlich Antworten bringt.

Es ist einer der rätselhaftesten Vermisstenfälle Deutschlands. Seit mehr als elf Jahren ist unklar, was mit der kleinen Inga Gehricke geschehen ist. Nun aber schöpfen die Ermittlerinnen und Ermittler neue Hoffnung. Zahlreiche neue Hinweise sind bei der Polizei eingegangen.

Auf einem Polizeiauto ist die Aufschrift „Polizei“ zu sehen | Quelle: Getty Images

Auf einem Polizeiauto ist die Aufschrift „Polizei“ zu sehen | Quelle: Getty Images

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Anlass ist die erneute Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst". Danach meldeten sich offenbar viele Menschen bei den Beamten.

Schon einmal war der Kriminalfall Inga in der bekannten Fahndungssendung vorgestellt worden. Doch diesmal scheint die Resonanz besonders groß ausgefallen zu sein.

Um die Tragweite dieser Nachricht zu verstehen, lohnt ein Blick zurück auf den Tag, an dem alles begann.

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Am 2. Mai 2015 war die damals fünfjährige Inga mit ihrer Familie zu Besuch auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal im Norden von Sachsen-Anhalt. Dort lebten Freunde der Familie.

Der Wilhelmshof ist eine diakonische Einrichtung für Menschen mit Behinderungen und Suchterkrankungen. Er liegt eher abgelegen in einem großen Waldgebiet.

Während die Erwachsenen ein Grillfest vorbereiteten, geschah das Unfassbare.

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Gegen 18.40 Uhr wurde das im August 2009 geborene Mädchen zum letzten Mal gesehen. Nach Angaben der Polizei saß Inga zuletzt auf einem Spielzeugpferd, das unweit eines Fußballplatzes und des Grillplatzes stand.

Dann war sie plötzlich verschwunden. Trotz großangelegter Suchaktionen fehlte von dem Kind jede Spur.

Über die Jahre unternahmen die Ermittler enorme Anstrengungen, um das Rätsel zu lösen.

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Seit Frühjahr 2023 beschäftigt sich eine eigene Ermittlergruppe der Polizeiinspektion Halle mit dem Fall. Sie wurden dabei sogar von Archäologen und Geologen unterstützt.

Im Waldgebiet gab es Suchmaßnahmen mit GPS-Trackern, mehrere Teiche wurden abgepumpt und durchsucht. Auch mit Angehörigen führten die Beamten noch einmal ausführliche Gespräche.

Trotz all dieser Bemühungen blieb der entscheidende Durchbruch bislang aus. Umso bedeutsamer ist das, was nun geschah. Nach der TV-Ausstrahlung meldete sich Polizeihauptkommissar Michael Ripke mit einer bemerkenswerten Nachricht zu Wort:

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„Wir haben tatsächlich sehr viele neue Informationen erhalten und erhoffen uns, dass da der entscheidende Hinweis dabei ist."

Die neu eingegangenen Hinweise gingen dabei in verschiedene Richtungen, so der Beamte. Sie alle würden nun sorgfältig geprüft.

Weitere Details zu den neuen Informationen wollte der Polizist aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Einen Satz aber sprach er voller Zuversicht aus.

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„Wir sind guter Hoffnung, dass da was Gutes dabei ist", sagte der Hauptkommissar.

Es sind Worte, die nach so vielen Jahren des Wartens aufhorchen lassen.

Besonders im Fokus der Ermittler stehen dabei mögliche Bild- und Videoaufnahmen. Denn der Wilhelmshof ist nur über eine einzige Straße zu erreichen.

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Die Beamten hoffen daher auf in Autos verbaute Kameras, deren Aufnahmen neue Erkenntnisse liefern könnten. Auch Spaziergänger könnten damals Fotos oder Videos gemacht haben, die der Polizei heute weiterhelfen.

Selbst wenn solche Aufnahmen für ihre Besitzer längst bedeutungslos erscheinen, könnten sie für die Ermittler entscheidend sein.

Bemerkenswert ist zudem, woran die Polizei bis heute festhält.

Victoria Gehricke, die Mutter der verschwundenen Inga. Interview, 2023 | Quelle: youtube.com/watch?v=eYBcCyXnt-A

Victoria Gehricke, die Mutter der verschwundenen Inga. Interview, 2023 | Quelle: youtube.com/watch?v=eYBcCyXnt-A

Für die Ermittler ist der Fall keineswegs ein sicherer Todesfall. Da es keine Beweise für das Gegenteil gebe, geben die Beamten die Hoffnung nicht auf, dass Inga noch lebt.

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Deshalb sucht die Polizei auch gezielt nach Hinweisen auf Mädchen beziehungsweise junge Frauen, die anderen Menschen aufgefallen sind, weil sie plötzlich irgendwo auftauchten.

Für Ingas Familie bedeutet die neue Entwicklung nach all den Jahren der quälenden Ungewissheit einen erneuten Hoffnungsschimmer. Der Schmerz, nicht zu wissen, was mit dem eigenen Kind geschehen ist, begleitet die Angehörigen seit über einem Jahrzehnt.

Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die Polizei weiterhin entgegen. So bleibt die Hoffnung, dass nach elf langen Jahren endlich Licht in einen der bewegendsten Vermisstenfälle des Landes kommt.

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