
Erneuter Rückruf bei Lidl: Beliebte Salami wegen gefährlicher Bakterien zurückgerufen – diese Verbraucher sind betroffen

Wer zuletzt bei einem beliebten Discounter zum Wurst-Snack gegriffen hat, sollte jetzt genau hinschauen. Ein aktueller Rückruf sorgt für Aufsehen – und die Behörden warnen ausdrücklich vor dem Verzehr.
Erneut müssen sich Verbraucher mit einem Lebensmittelrückruf auseinandersetzen. Diesmal ist ein Produkt betroffen, das viele Menschen regelmäßig kaufen: eine Salami.

Ein Lidl-Supermarkt in Krakau, Polen, am 4. März 2026. | Quelle: Getty Images
Wurst-Snacks gehören für zahllose Haushalte zum festen Bestandteil des Einkaufs – ob als schnelle Zwischenmahlzeit oder für die Brotzeit. Umso mehr dürfte dieser Rückruf viele Kundinnen und Kunden betreffen.
Vom Verzehr des Produkts wird dringend abgeraten. Die Behörden und der Hersteller haben eine entsprechende Warnung herausgegeben.
Doch was genau steckt hinter dem Rückruf?

Lidl-Supermarkt in London | Quelle: Getty Images
Grund für die Maßnahme ist der Nachweis von verotoxinbildenden E.-coli-Bakterien in der Salami. Diese Keime gelten als hoch ansteckend. Schon wenige Bakterien reichen für eine Infektion aus. Die möglichen Folgen sind alles andere als harmlos.
Denn die Erreger können schwere Durchfallerkrankungen auslösen. Für bestimmte Personengruppen kann das besonders gefährlich werden. Besonders wichtig ist daher der Blick auf mögliche Symptome einer Infektion.

Wurstplatte | Quelle: Getty Images
Eine Ansteckung mit E.-coli-Erregern macht sich meist innerhalb einer Woche nach dem Verzehr bemerkbar. Typische Anzeichen sind wässriger oder sogar blutiger Durchfall, starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. In seltenen Fällen kann es bei ihnen sogar zu einem schweren Nierenversagen kommen.
Wer entsprechende Symptome entwickelt, sollte daher ärztlichen Rat einholen und den Arzt gezielt auf eine mögliche E.-coli-Infektion hinweisen.
Doch um welches Produkt geht es überhaupt konkret?
Zurückgerufen wird die „Dulano Delikatess Edel Salami Rind" vom Hersteller Gustoland. Verkauft wurde die Wurst beim Discounter Lidl.
Betroffen ist dabei nicht das gesamte Sortiment, sondern nur eine ganz bestimmte Variante.

Eine Hand, die mit einem Messer Wurst schneidet | Quelle: Getty Images
Konkret handelt es sich ausschließlich um die 100-Gramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2026 und dem Identitätskennzeichen DE EV 42 EG. Andere Produkte von Gustoland sowie weitere Artikel der Marke Dulano sind nach derzeitigem Stand nicht betroffen.
Verbraucher sollten daher unbedingt einen Blick auf die Verpackung werfen, bevor sie die Salami verzehren.
Auch regional gibt es Einschränkungen, wo das Produkt überhaupt verkauft wurde.
Die betroffene Wurst wurde in Lidl-Filialen in zehn Bundesländern angeboten. Nicht verkauft wurde sie hingegen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Verbraucher in diesen Regionen müssen sich also keine Sorgen machen. Alle anderen sollten hingegen genau prüfen, ob sie das betroffene Produkt gekauft haben.
Wer die Salami zu Hause hat, muss sie aber keineswegs einfach wegwerfen.
Kunden können die betroffene Ware in jeder Lidl-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird dabei auch ohne Vorlage des Kassenbons vollständig erstattet – ein Nachweis ist also nicht nötig.
Wer weitere Fragen zu dem Rückruf hat, kann sich zudem an die Lidl-Kundenhotline wenden. Dort erhalten Betroffene zusätzliche Informationen rund um die betroffene Salami und die Rückgabe.
Der Discounter reagierte damit schnell auf die Warnung. Solche vorsorglichen Rückrufe sind für Handel und Hersteller zwar mit Aufwand verbunden, gelten aber als wichtiges Instrument, um Verbraucher zu schützen.
Der aktuelle Fall reiht sich zudem in eine ganze Serie ähnlicher Rückrufe ein.
Erst vor wenigen Tagen hatte ein Rückruf wegen Noroviren für bundesweites Aufsehen gesorgt. Auch in den Monaten zuvor mussten immer wieder verschiedene Salami-Produkte aus dem Handel genommen werden – häufig ebenfalls wegen E.-coli-Belastung.
Für Verbraucher bedeutet das vor allem eines: Ein prüfender Blick auf die Verpackung lohnt sich derzeit besonders.
Gerade bei Wurst- und Fleischwaren zeigt sich immer wieder, wie wichtig lückenlose Kontrollen sind. Dass Belastungen oft erst bei Routineuntersuchungen auffallen, unterstreicht die Bedeutung solcher Rückrufaktionen.
So unangenehm ein Rückruf für Hersteller und Handel auch sein mag – am Ende dient er dem Schutz der Gesundheit der Verbraucher.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die betroffene Salami daher keinesfalls essen, sondern sie zurückbringen oder entsorgen. Aktuelle Informationen zu Lebensmittelrückrufen veröffentlichen die Behörden zudem laufend auf dem offiziellen Portal lebensmittelwarnung.de.
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