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Bayerische Polizeibeamte | Quelle: Getty Images
Bayerische Polizeibeamte | Quelle: Getty Images

„Grausam, einfach grausam": Angriff auf Schule in Bayern – zwei Schülerinnen „sehr schwer verletzt" – die Details

Edita Mesic
09. Juli 2026
17:36

Ein ganz normaler Schultag in einer beschaulichen bayerischen Kleinstadt verwandelt sich binnen Minuten in einen Albtraum. Als der Alarm ertönt, ahnt zunächst niemand, was wirklich geschieht – und wenig später stehen zahllose Kinder unter Schock.

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Es sind erschütternde Szenen, die sich am Mittwoch im oberbayerischen Schongau abspielen. An einem Gymnasium kommt es zu einer mutmaßlichen Amoktat.

09. Juli 2026, Bayern, Schongau: Ein bayerisches Polizeifahrzeug steht vor dem Welfen-Gymnasium. Am Vortag hatte es an dem Gymnasium in Oberbayern einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden und eine Person festgenommen wurde. | Quelle: Getty Images

09. Juli 2026, Bayern, Schongau: Ein bayerisches Polizeifahrzeug steht vor dem Welfen-Gymnasium. Am Vortag hatte es an dem Gymnasium in Oberbayern einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden und eine Person festgenommen wurde. | Quelle: Getty Images

Zwei 13 Jahre alte Mädchen werden dabei mit einem Messer schwer verletzt. Beide kommen ins Krankenhaus – nach Angaben der Behörden schweben sie inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

Kurz vor 13 Uhr geht am Schongauer Schulzentrum der Alarm los. Für viele Schülerinnen und Schüler ist zunächst völlig unklar, was überhaupt passiert.

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09. Juli 2026, Bayern, Schongau: Am Welfen-Gymnasium sind bayerische Polizeibeamte im Einsatz. Am Vortag kam es an der Oberschule in Oberbayern zu einem Vorfall, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden und eine Person festgenommen wurde. | Quelle: Getty Images

09. Juli 2026, Bayern, Schongau: Am Welfen-Gymnasium sind bayerische Polizeibeamte im Einsatz. Am Vortag kam es an der Oberschule in Oberbayern zu einem Vorfall, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden und eine Person festgenommen wurde. | Quelle: Getty Images

Nach ersten Erkenntnissen näherte sich der mutmaßliche Täter dem Gymnasium zunächst mit einer Schusswaffe und gab einen Schuss ab, der niemanden verletzte. Anschließend versagte die Waffe.

Daraufhin zog der Angreifer ein Messer und ging auf die beiden Mädchen los. Die Schülerinnen gerieten nach Angaben der Ermittler offenbar zufällig in die Bahn des Täters – sie waren Zufallsopfer.

Doch dann griffen mutige Menschen ein und verhinderten Schlimmeres.

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Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (rechts) spricht mit Journalisten an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (rechts) spricht mit Journalisten an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Lehrkräfte und die rasch eingetroffenen Polizeikräfte konnten den Angreifer gemeinsam überwältigen. Bereits 17 Minuten nach der ersten Alarmierung war er unter Kontrolle. Messer und Schusswaffe wurden sichergestellt.

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 16-Jährigen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Nach Informationen der „Bild" war er ein früherer Schüler des Gymnasiums. Anfang des Jahres soll er die Schule verlassen haben müssen.

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Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (Mitte) trifft sich mit Einsatzkräften an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (Mitte) trifft sich mit Einsatzkräften an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann inzwischen bestätigte, war der Jugendliche zuvor in psychiatrischer Behandlung gewesen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einer psychischen Ausnahmesituation. Der 16-Jährige kam zunächst in Untersuchungshaft.

Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Durch das schnelle Eingreifen konnte weit Schlimmeres verhindert werden. Für die Betroffenen aber bleibt der Schock tief sitzen.

Zahlreiche Kinder erlitten einen Schock, einige brachen zusammen. Am nahegelegenen Feuerwehrhaus wurde eine Anlaufstelle für Schüler, Angehörige und Lehrkräfte eingerichtet. Viele weinten, viele standen unter Schock.

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Wie dramatisch die Minuten waren, schildern jene, die sie miterlebten.

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (rechts) trifft sich mit Einsatzkräften an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (rechts) trifft sich mit Einsatzkräften an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Eine 13-jährige Schülerin erinnert sich an den Moment, als der Alarm losging. „Wir dachten, es wäre nur ein Feueralarm. Wir wussten gar nicht, was los ist", erzählt sie.

Dann aber wurde die Gefahr plötzlich sichtbar. „Und dann haben wir den Täter gesehen", berichtet das Mädchen, sichtlich noch aufgewühlt. „Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie ich jetzt reagieren soll. Ich bin einfach leise geblieben."

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Auf dem Foto sind Polizeibeamte an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern zu sehen, wo bei einem Angriff am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Auf dem Foto sind Polizeibeamte an einer weiterführenden Schule in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern zu sehen, wo bei einem Angriff am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden. | Quelle: Getty Images

Auch außerhalb der Schule versuchten Menschen zu helfen. Eine Wirtin, deren Lokal in der Nähe liegt, nahm verängstigte Schüler bei sich auf.

„Ich habe versucht, die irgendwie zu beruhigen", erzählt sie. „Ich hätte nie gedacht, dass sowas in Schongau passiert. Grausam, einfach grausam."

Es sind Worte, die das Entsetzen einer ganzen Stadt zusammenfassen. Nach der Tat äußerte sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder tief betroffen.

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Das Schild des Welfen-Gymnasiums in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern ist zu sehen, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden | Quelle: Getty Images

Das Schild des Welfen-Gymnasiums in Schongau im süddeutschen Bundesland Bayern ist zu sehen, wo bei einem Anschlag am 8. Juli 2026 mehrere Menschen verletzt und ein Verdächtiger festgenommen wurden | Quelle: Getty Images

„Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau. Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern", erklärte er.

Bundesinnenminister Dobrindt sprach von schrecklichen Stunden, die man in Schongau erlebt habe. Der Täter habe zwei Mädchen „sehr schwer verletzt", sagte er – zugleich dankte er den Einsatzkräften, deren schnelles Handeln Schlimmeres verhinderte.

Auch der Landrat von Weilheim-Schongau würdigte den mutigen Einsatz der Lehrkräfte, die den Tatverdächtigen mit überwältigt hatten.

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Wie es für die Betroffenen weitergeht, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem Motiv laufen.

Sicher ist nur eines: Die Verarbeitung dieses Tages wird lange dauern – für die verletzten Mädchen, für ihre Familien und für eine ganze Schulgemeinschaft, die an einem gewöhnlichen Mittwoch das Grauen erlebte.

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