
Mindestens 4 Tote nach Zusammenstoß eines Zuges mit einem Schulbus in Belgien
Ein schweres Zugunglück hat am Dienstagmorgen die belgische Gemeinde Buggenhout erschüttert. Bei der Kollision eines Zuges mit einem Schulbus kamen nach offiziellen Angaben vier Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Der Unfall ereignete sich an einem Bahnübergang rund 28 Kilometer nordwestlich von Brüssel.
Nach Angaben der belgischen Behörden geschah der Zusammenstoß gegen 8 Uhr morgens Ortszeit. In dem Schulbus befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks sieben Kinder sowie zwei Erwachsene. Der Bus war auf dem Weg zu einer Schule für sonderpädagogische Förderung. Die meisten Schülerinnen und Schüler seien laut Polizei im Sekundarschulalter gewesen.

Dieses Foto zeigt einen beschädigten Bus am Unfallort, nachdem am 26. Mai 2026 am Bahnübergang Vierhuizen in Buggenhout, etwa 20 km nördlich von Brüssel, ein Zug in einen Schulbus gerast war | Quelle: Getty Images
Belgische Medien berichten, dass der Zug den Bus an einem Bahnübergang erfasste. Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit untersucht. Die Bundespolizei bestätigte, dass unter den Todesopfern zwei Kinder, der Busfahrer sowie ein weiterer Erwachsener sind.
Auch weitere Menschen wurden verletzt. Eine Person musste wegen eines Schocks medizinisch betreut werden.
Belgiens Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke zeigte sich tief betroffen von dem Vorfall. „Das ist tragisch. Meine ersten Gedanken gelten den Opfern, aber auch den Verletzten und ihren Familien“, erklärte er.

Ein Polizist macht Fotos neben einem beschädigten Bus am Unfallort, nachdem am 26. Mai 2026 am Bahnübergang Vierhuizen in Buggenhout, etwa 20 km nördlich von Brüssel, ein Zug in einen Schulbus gerast war. | Quelle: Getty Images
Auch der belgische Vizepremierminister Maxime Prevot äußerte sich öffentlich zu der Tragödie. Er bestätigte die Zahl der Todesopfer und sprach den Familien sein Mitgefühl aus. In einer Erklärung dankte er zudem den Rettungskräften, die unmittelbar nach dem Zusammenstoß im Einsatz waren. Zahlreiche Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizeikräfte waren vor Ort, um Verletzte zu versorgen und den Bereich rund um den Bahnübergang abzusichern.
Die Anteilnahme reicht inzwischen weit über Belgien hinaus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reagierte ebenfalls auf das Unglück. „Ich war zutiefst erschüttert, als ich von dem tragischen Unfall zwischen einem Zug und einem Schulbus heute in Buggenhout erfahren habe“, erklärte sie. Europa trauere gemeinsam mit Belgien, so die EU-Chefin weiter.
Das Unglück lenkt die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit an Bahnübergängen in Belgien. Das Land verfügt über ein dichtes Schienennetz, das viele Städte und Gemeinden miteinander verbindet. Immer wieder kommt es dabei zu schweren Unfällen an Bahnübergängen. Bereits im vergangenen Jahr starben laut Berichten fünf Menschen bei ähnlichen Vorfällen.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an.
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