
Gil Ofarim erzählt, warum er beim Dschungelcamp mitmachen will
Gil Ofarim zieht ins Dschungelcamp ein und viele Zuschauer fragen sich: Warum? Genau das verriet der umstrittene Künstler nun selbst.
Wenn ein Promi plötzlich wieder überall auftaucht, stellen sich viele dieselben Fragen: Warum jetzt? Warum dieses Format? Und was steckt wirklich dahinter? Als bekannt wurde, dass Gil Ofarim Anfang 2026 bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ins australische Camp zieht, war die Überraschung groß – und die Reaktionen fielen sofort gemischt aus. Noch bevor die Reise überhaupt losging, wurde seine Teilnahme öffentlich diskutiert, kritisiert und skeptisch beäugt.
Dabei ist es nicht irgendein TV-Auftritt, den der 43-Jährige da plant. Ofarim weiß selbst, dass sein Name bei vielen Menschen starke Gefühle auslöst – und dass er sich mit diesem Schritt nicht gerade den einfachsten Weg aussucht.
Dennoch wirkt sein Vorhaben klar: Er will sich dem Publikum wieder stellen. Und zwar so, dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer ein eigenes Bild machen können.
Im Gespräch mit RTL beschreibt Gil Ofarim das Dschungelcamp nicht als reine Unterhaltungsshow, sondern als ein Format mit besonderer Tiefe. Er nennt es ein „hochspannendes psychologisches Experiment“ und deutet damit an, dass es ihm nicht nur um Schlagzeilen oder Sendezeit geht.
Vielmehr sieht er die zwei Wochen in der Wildnis als eine extreme Situation, in der Menschen kaum ausweichen können – und genau das macht es für ihn so interessant.
Denn Ofarim hat turbulente Jahre hinter sich. Nach erfundenen Antisemitismus-Vorwürfen und einem stark beachteten Gerichtsverfahren zog sich der Musiker weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Lange war es ruhig um ihn, während sein Fall weiterhin nachwirkte.
Jetzt geht er wieder nach vorn – und verbindet seine Rückkehr ganz deutlich mit einem Wunsch: Er möchte nicht länger nur als Thema in Berichten existieren, sondern wieder als Künstler wahrgenommen werden.
Im RTL-Interview spricht er offen darüber, was diese Phase mit ihm gemacht hat. Er habe in der Zeit ohne Öffentlichkeit viel nachgedacht und sich neu sortiert. Im Kern gehe es darum, zu zeigen, wofür er eigentlich steht – und wohin er wieder zurückwill. „Ich habe in den Jahren, in denen ich nicht in der Öffentlichkeit war, für mich festgestellt, wer ich bin und was ich kann. Ich bin Künstler, ich bin Musiker und ich möchte wieder zurück auf die Bühne und vor Publikum spielen“, erklärt er.
Dass er dafür ausgerechnet das Dschungelcamp wählt, überrascht dennoch viele. Doch Ofarim scheint genau auf diesen Kontrast zu setzen: Ein Neustart soll nicht geschniegelt wirken, sondern ehrlich. Er wolle „dem Publikum die Entscheidung geben, ob das was geschrieben wird wirklich so ist oder ob man sich nicht selbst eine Meinung bildet“. Und er fügte an:
„Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Ich kann nichts ändern, ich kann nur aufstehen und weitermachen. Alles andere bringt nichts.“
Und im besten Fall so authentisch, dass man ihn nicht nur durch Schlagzeilen beurteilt. Er sagt, er könne die Vergangenheit nicht ungeschehen machen – aber er könne entscheiden, wie er jetzt weitergeht.
Gleichzeitig begegnet er der Situation auch mit Selbstironie. Auf die Frage, warum er sich diese Herausforderung antut, wählt er einen humorvollen Ton und sagt, er habe wohl „bevor ich hier auf diese Erde kam, entweder besoffen das Formular ausgefüllt oder ich hatte meine Brille nicht dabei und habe alles angekreuzt“. Doch hinter dem Scherz steckt ein ernstes Ziel: Er will sich der Herausforderung stellen, statt sich zu verstecken.
Natürlich weiß der Musiker auch, dass das Camp nicht nur aus Lagerfeuer-Momenten besteht. Prüfungen, Ekel-Aufgaben und extreme Bedingungen gehören dazu – und er macht keinen Hehl daraus, dass das nicht unbedingt zu seinen üblichen Bühnenroutinen zählt. Trotzdem wirkt er entschlossen, das Ganze anzunehmen. Seine Haltung: abwarten, durchhalten, Schritt für Schritt.
Ob das Publikum ihn nach dem Dschungel wirklich wieder anders sehen wird, bleibt offen. Sicher ist nur: Gil Ofarim geht mit dieser Entscheidung ein Risiko ein – und setzt dabei alles auf einen Moment, in dem er nicht nur erklärt, sondern zeigt, wer er heute sein will.
Erst kürzlich berichteten wir darüber, dass einige Nutzer drohen, das Dschungelcamp zu boykottieren:
Die neue Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist offiziell angekündigt worden. Auf dem Instagram-Kanal des Dschungelcamps wurde der Startschuss für 2026 gegeben und damit frühzeitig Aufmerksamkeit erzeugt.
Noch bevor die ersten Kandidaten im australischen Busch ankommen, zeigt sich bereits, dass diese Staffel nicht nur von Prüfungen und Emotionen, sondern auch von gesellschaftlichen Debatten geprägt sein wird. Die Reaktionen im Netz fallen ungewöhnlich heftig aus.
Mit der Veröffentlichung des Instagram-Posts, in dem es heißt: „Es ist offiziell 🌴🔥 Diese Stars stellen sich 2026 dem Abenteuer Dschungelcamp“, begann eine Welle an Kommentaren. Schnell verlagerte sich der Fokus weg von Vorfreude hin zu einer hitzigen Diskussion um einen bestimmten Namen.
In den Kommentarspalten dominieren kritische Stimmen, die sich weniger mit dem Format als mit der möglichen Teilnahme von Gil Ofarim befassen. Die Diskussion entzündet sich lange vor dem eigentlichen Staffelstart und entwickelt eine eigene Dynamik. Besonders auffällig ist die Vielzahl an Boykottankündigungen. Ein Kommentar besteht lediglich aus den Worten:
„Boykott rtl“.
Andere Nutzer formulieren ausführlicher und bringen ihren Unmut über die Personalentscheidung zum Ausdruck. Die Debatte ist dabei alles andere als einheitlich. Neben harscher Ablehnung finden sich auch Stimmen, die differenzieren oder zumindest abwägen wollen. Dennoch überwiegt in vielen Threads eine klar ablehnende Grundhaltung.
Ein Nutzer schreibt: „Hmmmmm. Naja, das was er gemacht hat ist richtig heftig und wiederwärtig. Aber er ist kein Mörder. Die hellste Kerze auf der Torte war er noch nie. Vielleicht eine Chance für ihn.“ Der Kommentar steht exemplarisch für den Versuch, Schuld und Verhältnismäßigkeit gegeneinander abzuwägen.
Andere Reaktionen fallen deutlich schärfer aus und bedienen sich offener Häme. „Er soll sein Kettchen nicht vergessen“, heißt es in einem Kommentar, der unverkennbar auf den Skandal von 2021 anspielt und wenig Raum für Versöhnung lässt.
Noch drastischer wird es dort, wo Zuschauer ihre Erwartungen an den Showverlauf formulieren. Ein Nutzer schreibt: „Ich schaue und hoffe das der Typ jeden Tag in die Prüfung muss und dann als erster rausfliegt.“ Solche Aussagen zeigen, wie stark Emotionen und Vergeltungsfantasien die Diskussion prägen.
Der Hintergrund dieser Reaktionen liegt in der bekannten Affäre um Gil Ofarim. Der Sänger hatte 2021 behauptet, in einem Leipziger Hotel antisemitisch beleidigt worden zu sein, was später von ihm selbst als unwahr eingeräumt wurde.

Instagram-Kommentar | Quelle: instagram.com/ichbineinstar.rtl
Diese belegte Lügengeschichte, die 2023 vor Gericht endete, gilt für viele als moralische Grenze. Entsprechend wird seine mögliche Teilnahme nicht als Unterhaltung, sondern als gesellschaftliches Signal verstanden.
Während einige Nutzer den Dschungel als Ort der Läuterung sehen, empfinden andere allein die Präsenz Ofarims als Provokation. Zwischen Forderungen nach Reue, Spott und totaler Ablehnung entsteht ein Spannungsfeld, das weit über Reality-TV hinausreicht.

Instagram-Kommentar | Quelle: instagram.com/ichbineinstar.rtl
RTL selbst hat auf einzelne Kommentare reagiert und betont, dass sich Ofarim juristisch verantwortet habe. Zudem verweist der Sender darauf, dass Zuschauer ab dem 23. Januar selbst beurteilen könnten, wie er mit seiner Vergangenheit umgeht.
Noch ist offiziell nicht bestätigt, ob Gil Ofarim tatsächlich ins Camp einzieht. Doch der Diskurs ist längst entfacht und bestimmt bereits jetzt die Wahrnehmung der kommenden Staffel.

Instagram-Kommentar | Quelle: instagram.com/ichbineinstar.rtl
Für RTL bedeutet diese Entwicklung ein Balanceakt zwischen Quote, Aufmerksamkeit und ethischer Verantwortung. Klar ist schon jetzt: Kaum ein Kandidat polarisiert so stark, noch bevor die erste Prüfung beginnt.
Der Dschungel wird damit nicht nur zum Ort körperlicher Herausforderungen, sondern auch zur Projektionsfläche moralischer Urteile. Und genau darin liegt die Brisanz dieser Staffel – lange bevor der erste Stern vergeben wird.
