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Frau kommt mit Kuchen, um neue Nachbarn zu begrüßen; geht erst, nachdem die Polizei eingetroffen ist – Story des Tages

Edita Mesic
01. Aug. 2022
18:00
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Als Julia schließlich beschloss, eine neue Freundin zu finden, hatte sie nicht damit gerechnet, einen der schlimmsten Tage im Leben einer Fremden mitzuerleben oder die Polizei rufen zu müssen.

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Julia Brown hatte zwei Stimmen in ihrem Kopf. Eine Stimme forderte sie auf, zu Hause zu sitzen und zu glauben, sie sei eine Außenseiterin unter den noblen Nachbarn. Und die andere Stimme wollte, dass sie rausging und sie selbst war, ohne sich anpassen zu müssen.

Heute beschloss sie, sich selbst zu überraschen und auf die zweite Stimme zu hören.

"Ich muss heute aus dem Haus", dachte sie.

Drei Wochen waren vergangen, seit Julia und ihr Mann Evan nach Los Angeles gezogen waren. Und es war drei Wochen her, seit Julia sich in ihrem palastartigen neuen Zuhause verschanzt hatte. Julia war diesen Luxus nicht gewohnt.

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Sie freute sich aufrichtig über die große Beförderung und den Erfolg ihres Mannes. Ihre Welt änderte sich schnell mit einem großzügigen neuen Haus, einem Firmenwagen und einer ganzen Menge Vergünstigungen, die Julia nicht ganz verstand. Sie und Evan hatten von diesem neuen Leben geträumt, aber als es endlich ankam, fühlte sich Julia davon schwer eingeschüchtert.

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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Von den abstrakten Gemälden an den Wänden bis zu den Duschkopf musste sie viel verstehen und lernen.

Sie versuchte ihr Bestes, Evan dieses Gefühl vorzuenthalten, aber er begann, ihr Zögern zu bemerken.

"Es wird Zeit, dass sich das ändert", dachte Julia, als sie ihre Schürze überwarf. Sie hatte den perfekten Plan, um ihre Nachbarn für sich zu gewinnen. Sie hatte vielleicht nicht die Markenkleidung oder das Vokabular, aber sie hatte die Macht, den unwiderstehlichsten und leckersten Blaubeerkuchen der Welt zu backen.

Der Plan war einfach. Julia backte jeden Tag einen Kuchen und brachte ihn als ein Begrüßungsgeschenk zu ihrer Nachbarn.

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Der Plan war vielleicht etwas altmodisch. Aber wer könnte dem Kuchen Nein sagen?

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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Erste Station: das Haus gegenüber.

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Die Frau aus dem prächtigen Haus auf der anderen Straßenseite war Julias einziges bekanntes Gesicht aus der Nachbarschaft. Die schöne Frau winkte ihr jedes Mal zu, wenn sie sie auf dem Rasen entdeckte. Seltsamerweise hatte Julia das Gefühl, dass die Fremde sie versteht und sie nicht wegen ihrer einfachen Art verurteilen würde.

Julia trug den warmen, frischgebackenen Kuchen in einer Hand und überquerte die Straße. Gerade als sie ihr sanftes Lächeln übte und sich der Auffahrt näherte, kreischte ein Auto in der entgegengesetzten Richtung an ihr vorbei. Sie war darüber alarmiert, schaffte es aber, sich schnell zu sammeln, bevor sie die Glocke läutete.

Nach langem Warten öffnete die Frau endlich die Tür. Sie schien ein bisschen nervös zu sein, aber ihre süße Stimme verdeckte das.

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"Nun, hallo. Ich bin Ihre neue Nachbarin, Julia Brown. ich dachte, ich komme vorbei und sage 'hallo'."

Julia versuchte, nicht zu eifrig zu klingen. Gleichzeitig bemerkte sie, dass mit der Frau etwas nicht stimmte. Sie bemühte sich, Julia anzulächeln und suchte keinen Augenkontakt.

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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"Oh, und ich habe Ihnen auch den besten Kuchen mitgebracht, den Sie je in Ihrem Leben gegessen habt."

Die Frau schauderte zurück in die Realität und sagte: "Natürlich, wie unhöflich von mir. Hi, ich bin Claire Maine."

Claire versuchte, aufrichtig zu klingen, aber Julia ließ sich nicht täuschen.

Zögere nicht, Hilfe anzubieten, wann immer du in der Lage dafür bist.

"Nun, ich habe es frisch aus dem Ofen genommen, was bedeutet, dass es mir die Hand verbrennt. Kann ich ihn bitte irgendwo abstellen..."

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Claire wusste, dass sie nicht länger hinhalten konnte. "Ja, natürlich, bitte kommen Sie herein."

Als Julia das Haus betrat, fühlte es sich an, als wäre sie in eine völlig andere Welt eingetreten. Die subtil strukturierten Wände, Blumenvasen in allen Ecken und die majestätisch breiten Kronleuchter verschlugen Julia fast den Atem.

"Sie können es hier neben der Couch abstellen", sagte Claire.

"Eigentlich sollte man diesen Kuchen an einem warmen Ort oder in einer Ecke der Küche aufbewahren", sagte Julia und marschierte in die Küche.

"Nein, nicht!", versuchte Claire sie aufzuhalten, aber es war zu spät. Julia war das schockierende Durcheinander bereits aufgefallen.

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Überall auf dem Boden waren Glas- und Keramikscherben verstreut. Die Regale standen halb offen, die Spülmaschinentür war eingeschlagen und der Kühlschrank hatte eine Delle.

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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Sie bemerkte auch, dass eine bunte Müslischale aus Plastik umgekippt war und Milch und Müsli verschüttet waren.

Julia war schockiert und besorgt. Dort war gerade etwas Schreckliches passiert. Konnte es mit dem Auto verbunden sein, das davongerast war? Auch ohne Claire oder ihre Geschichte zu kennen, wusste Julia, dass ihre Nachbarin in Schwierigkeiten steckte.

"Was ist hier passiert?", fragte Julia.

Claire versuchte, der Frage auszuweichen, aber Julia sah nicht so aus, als würde sie es auf sich beruhen lassen.

"Es ist nichts. Nur mein Mann... er wurde ein bisschen nervös nach einem Streit. Er hat die Küche zerstört und ist gegangen.

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"Bist du okay, Süße? Komm, setz dich", beruhigte Julia sie. Claire war offensichtlich mehr gestresst, als sie zugeben wollte.

"Nein, ich muss ihn anrufen. Er muss zurückkommen. Claire rief verzweifelt immer wieder ihren Mann an, aber ohne Erfolg."

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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Julia brachte ihr ein Glas Wasser. "Claire rede mit mir. Was ist wirklich passiert? Ist er gegangen, als würde er nie wiederkommen?"

Claire rief: "Es ist mir egal, ob er nicht zurückkommt! Aber dieses Mal hat er meine Tochter mitgenommen!"

Claire erklärte, dass ihr Mann schon einmal abgehauen sei, aber in letzter Zeit damit gedroht habe, sie zu verlassen und sie vom Leben ihrer 4-jährigen Tochter Marissa abzuschneiden.

"Nun, das ändert alles." Julia stand auf und wählte eine Nummer mit ihrem Handy.

"Was machst du?", fragte Claire.

"Ich rufe die Polizei. Das ist jetzt vorbei."

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"Nein! Wenn du die Polizei rufst, wird meine Familie davon erfahren", versuchte Claire sie aufzuhalten.

Julia war verwirrt und fragte sie, warum das wichtig sei.

"Das wird nicht gehen. Der Ruf ist meiner Familie sehr wichtig. Du verstehst nicht, wie die Dinge hier funktionieren..."

Julia konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. Ein Anflug von Wut lief ihr durch den Rücken.

"Nein verstehe ich nicht. Ich verstehe nicht, wie die Dinge hier funktionieren. Ich verstehe nicht, wie soziale Beziehungen hier funktionieren, genauso wie ich Kunst, Ästhetik oder Brunch nicht verstehe. Aber es ist schockierend für mich, wie du dich so sehr um den Ruf deiner Familie und über das, was deine Eltern sagen werden, kümmerst, wenn die Sicherheit deiner Tochter infrage gestellt wird.

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"Beantworte mir einfach Folgendes: Willst du Marissa sicher nach Hause bringen oder nicht?"

Claire war verblüfft von Julias Schroffheit, wusste aber, dass sie recht hatte. Julia verschwendete keine Minute, bevor sie den Vorfall der Polizei meldete.

Tatsächlich traf die Polizei innerhalb von 20 Minuten ein und nahm alle notwendigen Informationen mit.

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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In dieser Nacht blieb Julia an Claires Seite. Sie bereitete ihr etwas zum Essen, hörte ihr zu und tröstete sie.

Irgendwann nach Mitternacht klopfte es an der Tür. Marissa war wieder zu Hause! Ihr Mann versuchte die Stadt zu verlassen, wurde aber erwischt und ins Gefängnis gebracht.

Julia verspürte ein Gefühl der Erleichterung und Befriedigung, als sie die Wiedervereinigung der Mutter und Tochter sah. Sie wusste, dass sie mit ihrer neuen Nachbarin wahrscheinlich ein paar Grenzen überschritten hatte, aber sie war froh, dass sie ihr trotzdem helfen konnte.

Zwei Tage später wachte Evan Julia auf.

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"Jules, Claire ist hier. Sie sagt, sie will dir zeigen, wie man 'Brunch' macht."

Julia lächelte wegen des Humors ihrer neuen Freundin. Sie hatte das Gefühl, dass sie für die kommenden Jahre Freunde bleiben würden.

Nur zu Illustrationszwecken | Quelle: Getty Images

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Was können wir aus dieser Geschichte lernen?

  • Zögere nicht, Hilfe anzubieten, wann du in der Lage dafür bist. Man weiß nie, wer unsere Ermutigung, Anleitung oder Unterstützung braucht. In diesem Fall unternahm Julia einen mutigen Schritt, indem sie ihre ehrliche Meinung darlegte, und es endete damit, dass Mutter und Tochter wieder vereint wurden.
  • Freundschaften beruhen auf guten Absichten und Taten und nicht auf Anpassungen. Julia zweifelte zunächst an sich selbst, aber wenn es darum ging, das Richtige zu tun, zeigte sie Offenheit und Integrität. Dies brachte ihr schließlich eine gute Freundin, ein.

Teile diese Geschichte mit deinen Freunden. Sie könnte ihren Tag erhellen und sie inspirieren.

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Diese Geschichte wurde vom alltäglichen Leben unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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