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Jugendliche besucht wöchentlich Grab der Mutter, trifft eines Tages Mutters Doppelgänger dort – Story des Tages

Frida Kastner
20. Juli 2022
13:00
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Während sie das Grab ihrer Mutter besuchte, hörte Lily plötzlich ihre Stimme und wandte sich um. Die Dame hinter sah genau aus wie ihre Mutter, dich sie begriff rasch, dass sie es nicht war. Dan erklärte die Frau ihre unglaubliche Geschichte und tat etwas für Lily, das für immer ihr Leben verändern.

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“Mama, du fehlst mir wirklich. Ich wünschte, du wärest hier“, sagte Lily zum tausendsten Mal, während sie einen Straß ans Grab ihrer Mutter legte. Sie setzte sich ins Gras und erzählte ihrem Grabstein alles über die vergangene Woche. Die Jugendliche schaute intensiv die verschnörkelte Schrift an, die “Isabella Harper“ ergab.

Leider war ihr Bericht kein guter. Die 16-Jährige hatte Probleme. Als ihre Mutter vor 4 Jahren verstorben war, hatte ihr Vater mit dem Trinken angefangen, um den Schmerz auszuhalten. Es schien, als ob er seine Tochter völlig vergessen habe und trank sich beinahe jede Nacht in die Unwissenheit.

Die Frau, die hinter ihr stand, sah aus wie ihrer Mutter. | Quelle: Pexels

Die Frau, die hinter ihr stand, sah aus wie ihrer Mutter. | Quelle: Pexels

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Lily hingegen hatte allein mit ihrer Trauer und zusätzlich mit den Herausforderungen ihres Alters umgehen müssen. Es war nicht einfach, daher besuchte sie jede Woche das Grab ihrer Mutter, um etwas Freude zu empfinden. Die Routine beruhigte sie und über alles zu sprechen erleichterte sie. Es fühlte sich beinahe an, als leite ihre Mutter sie, doch das nur Wunschdenken.

Doch heute fühlte sich etwas anders an. Lily war besserer Stimmung und hatte etwas zu erzählen. “Meine Lehrerin sagt, dass ich wirklich gut schreibe, Mama. Ich glaube, das will ich später machen. Aber ich will auch reisen und Fotos machen. Vielleicht kann ich beides vereinen? Was für eine Karriere wäre das?“, fragte Lily und schmollte, weil sie wusste, dass sie keine Antwort erhalten würde.

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“Du könntest Reisejournalistin werden“, sagte eine Stimme hinter ihr. Lily wandte sich rasch um und stand auf. Sie riss die Augen weit auf und starrte die Person hinter sich an. Es war ihre Mutter. Aber das war unmöglich. Lily wusste, dass ihre Mutter fort war. Sie war damals vielleicht erst 11 gewesen, aber sie hatte sich persönlich von ihr verabschiedet.

“Wie… was… wer bist du?“, hauchte die Jugendliche und fröstelte.

“Das ist eine lange Geschichte“, erwiderte die Frau, zuckte die Schultern und schenkte ihr ein unbeholfenes Lächeln.

Lily sah die Frau lange an. Ihr Gesicht glich dem ihrer Mutter wie ein Ei dem anderen, aber sie sah gesünder, weniger dürr aus. Die Jugendliche konnte sich nur während ihrer letzten Tage an ihre Mutter erinnern, als sie so dünn gewesen war, dass sie sich kaum hatte regen können.

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“Wer bist du? Du siehst aus wie der Zwilling meiner Mama“, sagte Lily und sah der Frau wieder in die Augen.

Elisabeth suchte online und fand Isabellas Facebook Profil. | Quelle: Pexels

Elisabeth suchte online und fand Isabellas Facebook Profil. | Quelle: Pexels

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“Das stimmt. Ich bin Isabellas Zwilling. Ich heiße Elisabeth Schwarzberg“, antwortete die Frau, “und du bist wahrscheinlich Lily, die Tochter meiner Schwester?“

“Ja. Aber meine Mama hat nie eine Zwillingsschwester erwähnt. Was soll das?“

“Ich habe erst vor einigen Monaten von ihr erfahren. Meine Eltern.. also, meine Adoptiveltern, sind gestorben und in meiner Geburtsurkunde stand, wo ich geboren worden war. Ich wusste also, wo ich suchen musste. Ich wollte mehr über meine leibliche Familie erfahren“, erklärte Elisabeth und kam näher, die Hände nervös um ihre Handtasche gekrallt.

“Okay. Erzähl weiter.“

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“Später fand ich über die Adoptionsagentur Informationen über meine leiblichen Eltern. Die Regel ist, dass Informationen weitergegeben dürfen, wenn leibliche und Adoptiveltern sich dazu bereit erklären. Offenbar wollten sie, dass ich sie finden kann, wenn ich danach suche“, fuhr Elisabeth fort.

“Aber meine Großeltern sind schon lange tot.“ Lily war verwirrt.

“Tja, sie müssen sich zuvor ins Register eingetragen haben.“

“Okay. Aber wie hast du mich hier gefunden? Hätte man dir nicht nur die Namen meiner Großeltern gegeben?“

Elisabeth klagte, dass es zu spät sei, um ihre Schwester zu treffen. | Quelle: Pexels

Elisabeth klagte, dass es zu spät sei, um ihre Schwester zu treffen. | Quelle: Pexels

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“Du bist clever. Ich habe online nach ihren Namen gesucht und Isabellas Facebook Profil gefunden. Sie sah aus wie ich und hatte Fotos mit dir. Ich bin froh, dass sie ihren Geburtsnamen behalten hat, sonst hätte ich wohl nichts gefunden.“ Elisabeth kam noch näher an Isabellas Grab heran.

“Ja. Sie meinte, sie mochte den Nachnamen meines Vaters nie. ‘Eriksson’. Sehe ich auch so. Ich wünschte, ich hieße auch Harper“, sagte Lily und sah zum Grab ihrer Mutter.

Elisabeth holte tief Luft. “Es ist ein schöner Name. Na ja, als ich sie online fand, war es zu spät. Ich sah die Nachrichten von Leuten über ihr Ableben. Ich habe auch dein Profil angesehen, weil die in einigen Fotos verlinkt warst, aber du hast seither auch nichts hochgeladen.“

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“Ja. Ich mag keine sozialen Medien mehr.“

“Ich wusste, wo deine Mama begraben lag und heute wollte ich sie besuchen. Ich wünschte, wir hätten uns eher finden können. Ich hätte helfen können oder... ich weiß nicht.. eine Beziehung zu meiner Schwerster aufbauen können“, murmelte Elisabeth und ihre Stimme brach. “Aber du bist hier und ich freue mich, dich kennenzulernen.“

“Ich denke, das hätte ihr sehr gefallen. Mama war die Beste. Sie liebte ihre Familie mehr als alles andere und es wäre toll gewesen, all die Jahre eine Tante zu haben. Ich bin froh, dass wir uns endlich treffen“, sagte Lily und begann ebenfalls zu weinen.

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Lily enthüllte, dass ihr Vater sie vernachlässigt hatte. | Quelle: Pexels

Lily enthüllte, dass ihr Vater sie vernachlässigt hatte. | Quelle: Pexels

“Oh, Süße, ich habe gar nicht gefragt. Wie geht es dir seitdem? Du bist eine Jugendliche und hast deine Mama verloren. Ich hoffe, dein Papa kümmert sich um dich?“, fragte Elisabeth, wischte ihre Tränen fort und konzentrierte sich auf das Mädchen.

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Da brach Lily zusammen und weinte noch heftiger. Elisabeth nahm sie in den Arm und das Mädchen klammerte sich an sie. Inmitten von Schluchzern berichtete sie alles, was mit ihrem Vater geschehen war und wie vernachlässigt sie sich fühlte.

Elisabeth konnte es nicht fassen und würde es nicht hinnehmen. Sie bestand darauf, mit Lily heimzukommen und ihren Vater Hans Eriksson zu treffen. Er war bereits betrunken, obwohl es erst 18 Uhr war. Doch der Mann blinzelte mehrmals und murmelte: “Isabella?“

“Ich bin nicht Isabella. Ich bin Elisabeth und ich nehme meine Nichte mit auf einen Ausflug nach Berlin. Ist das in Ordnung?“, fragte sie und wartete keine Antwort ab, sondern bedeutete Lily, sie solle eine Tasche packen.

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Hans war noch betrunken, sagte jedoch kein Wort, als er seiner Tochter nachsah.

Elisabeth fuhr Lily zu sich nach Berlin, etwa eine Stunde entfernt. Die Tage vergingen und se zeigte ihrer Nichte die Stadt. Ihr Vater rief nicht an und schrieb keine einzige Nachricht.

Deshalb tat Elisabeth das einzige, was ihr einfiel und bot Lily an, bei sich einzuziehen. Sie fuhren zurück nach Brandenburg für den Papierkram, der ihr das Sorgerecht für ihre Nichte übertrug. Lilys Vater unterschrieb ohne zu zögern und fragte nicht einmal nach seiner Tochter. Sie schüttelte den Kopf, als der Mann wieder in seinen Wagen stieg.

Dank ihrer Tante blühte Lily auf und erhielt sogar ein Stipendium für eine Uni in Berlin, wo sie Journalismus studierte und nebenbei Fotografiekurse belegte.

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Lily dankte ihrer Mutter, dass sie Elisabeth zu ihr geschickt hatte. | Quelle: Pexels

Lily dankte ihrer Mutter, dass sie Elisabeth zu ihr geschickt hatte. | Quelle: Pexels

Elisabeth war an ihrer Seite, als sie ihren Abschluss mit Auszeichnung machte und hätte stolzer nicht sein können, als Lily ein Praktikum bei einem renommierten Magazin ergatterte, das ihr den Einstieg in eine fantastische Karriere voller Reisen und Dokumentationen verschaffte.

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Für Lily war ihre Tante ein Geschenk ihrer verstorbenen Mutter. Danke, Mama, dass du sie zu mir gesandt hast, dachte sie beinahe jede Nacht.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Sein dankbar für die Menschen in deinem Leben. Sie könnten in einer Sekunde verschwinden. Lily verlor ihre Mutter an eine Krankheit und es schien, dass sie auch ihren Vater verlieren würde. Zum Glück traf sie Elisabeth, die sie rettete.
  • Lass das Laster nicht dein Leben übernehmen. Lilys Vater kam nicht mit dem Verlust seiner Frau klar und so verlor er am Ende alles, was ihn einmal wichtig gewesen war.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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