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Einbrecher bricht in Haus älterer Dame ein und ist erstaunt, sein Foto an der Wand zu sehen – Story des Tages

Frida Kastner
06. Mai 2022
17:00
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Ein Dieb brach in ein luxuriöses Haus ein, doch während er damit beschäftigt war, das Silberbesteck zu stehlen, bemerkt er etwas Seltsames – es hängen Fotos von ihm an der Wand.

Obwohl er das Crazy Johnny nie gestehen würde, hatte Dylan Angst. Es war das erste Mal, dass er allein in ein Haus einbrechen würde, obwohl er schon an vielen anderen Aktionen in Cottbus teilgenommen hatte, ehe er nach Siegen gekommen war.

Er war wie so viele andere Straßenkinder weggelaufen und es war sein erster Winter auf der Straße, aber die ersten kalten Brisen im November versicherten ihm, dass er nicht auf der Straße sein wollte, wenn der Winter richtig zuschlug. Er musste überleben, also war er weitergezogen, in der Hoffnung, es würde wärmer sein.

Dylans Mutter starb, als er erst 5 war. | Quelle: Pexels

Dylans Mutter starb, als er erst 5 war. | Quelle: Pexels

Da hing er also eines Nachts in einem Baum und über ihm, nur einen Sprung entfernt, wartete ein halb offenes Fenster, das ihm Zugang in das große Haus gewähren würde. "Reiche Beute" hatte ihm Crazy Johnny von diesem Haus versprochen.

Dylan nahm an, dass er Glück hatte. Er war schlank und gewandt und nicht dumm und mit seinen 13 Jahren hatte er noch viele Jahre vor sich, in denen er Kerlen wie Crazy Johnny nützlich sein würde.

Es gab schlimmere Optionen, das wusste Dylan. Alles, was Crazy Johnny von ihm wollte, war Beute. Er bekam 70% von allem, was Dylan fand, aber dafür bekam er einen sicheren Schlafplatz und eine Menge zu Essen.

Und bei Crazy Johnny gab es keine Verrückten wie seinen letzten Pflegevater. Crazy Johnny kümmerte sich um seine Kids und nahm auch keine Drogen. Dylan wollte bei ihm bleiben, aber er musste sich beweisen. Er musste das Haus mit einem Haufen Wertsachen verlassen, um sich den Platz unter Crazy Johnnys Bande Kindern zu verdienen.

Dylan schwang sich zum Fenster hoch und hing am Sims. Er zog sich hoch und plumpste leise in das Zimmer hinter dem offenen Fenster.

Er kam ins Pflegesystem. | Quelle: Pexels

Er kam ins Pflegesystem. | Quelle: Pexels

Für einen langen Moment kniete er auf dem Boden und lauschte. Es gab in dem großen Haus kein einziges Geräusch. Es war leer, wie Crazy Johnny versprochen hatte. Dylan schlich auf leisen Sohlen in das nächste Zimmer.

Selbst die dunkelste Tat kann am Ende gut werden.

Dort stand ein großer roter Schminktisch mit teuren Parfüms, doch das, wonach Dylan suchte, stand auf dem Nachttisch – ein Paar Ohrringe, das nach echtem Gold und Diamanten aussah. Er steckte sie in seine Tasche.

Seine Mutter hatte solche Ohrringe gehabt, erinnerte er sich, in den guten alten Zeiten. Er erinnerte sich an eine Kindheit als schwindelerregenden Trubel aus Gelächter und seiner glamourösen Mama in schönen Kleidern und mit funkelnden Juwelen geschmückt.

Damals war er fünf gewesen und alles hatte ein abruptes Ende gefunden. Sie hatten ihn von der Schule abgeholt und ihm gesagt, seine Mama sei in einem Unfall gestorben. Seine Mama hatte viele Freunde gehabt, aber niemand konnte seine Familie finden.

Als er älter wurde, lief er davon. | Quelle: Pexels

Als er älter wurde, lief er davon. | Quelle: Pexels

Also brachte man ihn in ein Kinderheim und dann in seine erste Pflegefamilie. Seine erste Pflegefamilie war nett und sie sprachen sogar davon, ihn zu adoptieren, aber dann hatte seine Pflegemutter herausgefunden, dass sie schwanger war und er wurde wieder ins Kinderheim geschickt.

Danach war er zur Familie West gebracht worden. Zunächst fand Dylan sie ziemlich cool. Herr West nahm ihn mit zum Angeln und brachte ihm das Radfahren bei und Frau West backte die besten Kekse.

Doch etwas veränderte sich und Dylan begriff, was geschah. Er hatte von anderen Kindern Geschichten gehört, als er im Heim war. Ehe Herr West in Aktion treten konnte, hatte Dylan deshalb seinen Rucksack gepackt und war weggelaufen.

Deshalb schlich er nun auf Zehenspitzen die Treppe in einem luxuriösen Haus im Villenviertel hinunter und bereitete sich darauf vor, das Silberbesteck von reichen Leuten einzusacken. "Das hätte Mama sicher nicht für mich gewollt", dachte er bitter. Wenn seine Mutter noch am Leben wäre, würden sie vielleicht in einem solchen Haus leben.

Dylan fing an zu stehlen, um zu überleben. | Quelle: Pixabay

Dylan fing an zu stehlen, um zu überleben. | Quelle: Pixabay

Dylan sah sich in dem riesigen Wohnzimmer mit dem ausladenden Kamin um und sein Blick blieb an einem Foto an der Wand hängen.

Es zeigte eine lächelnde Frau mit langem, dunklen Haar, das im Wind wehte. Sie hielt ein Kleinkind im Arm, dass eine Mütze auf dem Kopf und einen Spielzeugdino im Arm hatte.

Dylan KANNTE diesen Dino. Er kannte auch das Kind und die hübsche Frau mit den dunklen Haaren. Es war als Kind sein Lieblingsspielzeug gewesen, diese Frau war seine Mutter und ER war das Kind!

Die Tasche mit den gestohlenen Dingen glitt ihm aus der Hand und landete mit einem lauten Klonk auf dem Boden. Er bemerkte ein zweites Foto, wieder seine Mutter und er, diesmal etwas älter. Es gab dutzende von Fotos.

An der Wand hingen Ausschnitte seiner Kindheit bis er fünf war. "Was ist hier los?", hörte er sich keuchen. Dann erklang hinter ihm ein leises Geräusch und er drehte sich hastig um.

Eine große, elegante Dame stand dort und starrte ihn an, die Handtasche noch in der Hand. "Wer bist du? Was ist das hier", fragte er sie.

"Nun, junger Mann", sagte die Frau ruhig, "Mir gehört dieses Haus, in dem du zufällig stehst. Wer bist DU und was tust du hier?"

Dylan versuchte noch immer, die Fotos an der Wand zu verarbeiten. "Diese.. Diese Fotos.. Wo hast du die her?"

Dylan erkannte die Fotos an der Wand. | Quelle: Pexels

Dylan erkannte die Fotos an der Wand. | Quelle: Pexels

"Sie gehören mir. Dies sind Fotos meiner Tochter und meines Enkels", sagte die Dame sanft, "meine Tochter ist verstorben und mein Enkel... verschwunden."

"Das bin ich!", rief Dylan. "Das ist meine Mama und das ist Nino und das bin ich."

"Woher kennst du den Namen des Dinos?", fragte die Frau, trat vor und griff nach Dylans Arm. "Woher kennst du den Namen?"

"Es war MEIN Dino!", rief Dylan. "Es war meiner, natürlich kenne ich seinen Namen."

Die Frau hielt Dylan fest und starrte ihm ins Gesicht. "Wie heißt du? Sag mir deinen Namen!"

"Ich bin Dylan. Dylan Harder!" Da umarmte die Frau ihn und weinte und küsste ihn und wiederholte immer wieder seinen Namen.

Es gab Fotos von Dylan und seiner Mutter. | Quelle: Pexels

Es gab Fotos von Dylan und seiner Mutter. | Quelle: Pexels

"Bitte", unterbrach Dylan sie, "wer bist du? Was geht hier vor?"

"Ich bin deine Oma, Spatz", schluchzte die Frau, "Ich habe jahrelang nach dir gesucht. Ich bin Omi Funkel."

Dylan war in das Haus seiner eigenen Großmutter eingebrochen. Sie hatte zur Zeit des Todes seiner Mutter im Ausland gelebt. Als sie vom Tod ihrer Tochter gehört hatte, war Dylan bereits tief im Pflegesystem verschwunden. Niemand wusste, wo er war – und als man ihn endlich fand, entdeckte man, dass er weggelaufen war.

Nun war er gefunden und würde bleiben. Er würde nicht mehr vor der Dunkelheit der Straße und deren Gefahren weglaufen. Dylan erzählte seiner Oma, die eine berühmte Journalistin war, alles, was ihm widerfahren war und sie gründete eine Stiftung, um Kindern wie ihm zu helfen.

Das Haus gehörte Dylans Oma. | Quelle: Pexels

Das Haus gehörte Dylans Oma. | Quelle: Pexels

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Gib die Hoffnung nie auf, denn alles, was du brauchst, könnte gleich um die Ecke warten. Dylan fand am Ende durch puren Zufall seine Familie – oder vielleicht durch ein Wunder.
  • Selbst die dunkelste Tat kann am Ende gut werden. Dylan brach in das Haus ein, um zu stehlen, fand am Ende aber seine Oma.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, magst du vielleicht auch diese über einen Mann, dessen Eltern ihn in ein Kinderheim geben und die er später im Pflegeheim wieder trifft.

Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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