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16. Oktober 2021

Humphrey Bogart heiratete die 25 Jahre jüngere Lauren Bacall & zwang sie, ihre Familie aufzugeben, um die Familie großzuziehen

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Trotz des großen Altersunterschiedes stimmte bei Lauren Bacall und Humphrey Bogart auf der Leinwand einfach die Chemie und führte schließlich zu einer kurzlebigen Romanze.

Der legendäre Schauspielstar Lauren Bacall begann ihre Karriere im Alter von 19, als sie als Covermodel für Haper’s Bazaar erschien. Sie kam mit 20 nach Hollywood und wurde für den Film “To Have and Have Not” angeheuert.

Der Regisseur Howard Hawks war noch unentschlossen, wer neben Bacall die zweite Hauptrolle spielen sollte. Er hatte die Wahl zwischen Cary Grant und Humphrey Bogart.

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Die Schauspielerin äußerte ihre Präferenz für Grant, doch Hawks entschied sich für Bogart. Der Regisseur stellte die beiden vor und, wie Bacall später erzählte, gab es bei ihrem ersten Treffen "keinen Donner, keinen Blitzschlag".

Trotz des ersten Eindruckes verliebte sich der damals 45-jährige Verheiratete in Lauren Bacall. Die junge Schauspielerin hatte keine Erfahrung im Film und, wie sie in ihren Memoiren sagte, hatte sie so furchtbare Angst vor den Kameras, dass sie beinahe eine Zwangsjacke brauchte.

"Meine Hände zitterten. Mein Kopf drehte sich. Meine Zigarette zitterte. Ich hatte schreckliche Angst. Je mehr ich mich beruhigen wollte, desto mehr zitterte ich. Was muss Howard gedacht haben?"

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Schließlich bekam sie ihre Nervosität in den Griff. Sie fand einen Weg, wie sie ihren Kopf davon abhalten konnte, zu zittern – Kinn tief halten und aufschauen. Dies funktionierte so gut, dass es die charakteristische Geste der Schauspielerin wurde, "Der Blick" genannt.

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WIE ALLES BEGANN

Bogart war bereit, Bacall dabei zu helfen, sich vor der Kamera wohler zu fühlen. Sie wurden langsam miteinander warm und nach einigen Wochen des Filmens kam er zu ihrem Trailer, um ihr gute Nacht zu wünschen. Sie küssten sich und er fragte nach ihrer Nummer. Ihre unbestreitbare Chemie verwandelte sich von dem Tag an in eine Romanze im echten Leben.

Die Affäre musste ein Geheimnis bleiben, da Bogart noch verheiratet war. Seine damalige Frau Mayo Methot war seit 1938 mit Bogart verheiratet. Sie war seine dritte Ehefrau. Ihre Beziehung lief nicht sehr gut und sie waren als "die streitenden Bogarts" bekannt.

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Die Streitereien erreichten 1942 ihren Höhepunkt, als Methot so zornig wurde, dass sie Bogart mit einem Messer angriff. Bacall und Bogart mussten Wege finden, ihre Affäre so unauffällig wie möglich zu führen.

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Sie trafen sich in geparkten Autos in dunklen Straßen, während der Drehpausen und in einem Golfclub, den sie kannten. Sie begannen auch, sich bei ihren Filmnamen "Slim" und "Steve" zu nennen.

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Die Produktion von "To Have and Have Not" kam zu Ende, doch die Turteltauben wurden beim Dreh von  "The Big Sleep" 1944 wiedervereint. Die Chemie zwischen den beiden war ungebrochen. Der Filmhistoriker Leonard Maltin sagte, wie offensichtlich die Bogart-Bacall Affäre war:

"Es ist gut möglich, dass wir dabei zusehen, wie der Schauspieler und die Schauspielerin sich verlieben und obwohl gute Schauspieler uns das ständig glauben lassen, ist es etwas Besonderes, wenn es echt ist."

WENN DIE KUNST DAS LEBEN IMITIERT

Trotz der offenkundigen Verbindung zwischen den beiden, wollte Bogart seine Ehe eine weitere Chance geben. Methot hatte ihrem Mann versprochen, das Trinken aufzugeben.

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Es dauerte jedoch nicht lange, bis der Schauspieler seine Frau verließ. Es war eine schwere Entscheidung für ihn, aber 1945 reichte er die Scheidung ein. Elf Tage später gaben sich "Slim" und "Steve" das Ja-Wort auf einem Bauernhof eines Freundes in Ohio.

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1949 hießen sie ihren Sohn Stephen willkommen, ihre Tochter Leslie folgte 3 Jahre später. Allerdings glaubten die meisten Leute in Hollywood damals nicht, dass der Bacall-Bogart-Funke im echten Leben lange halten würde. Das Paar bewies es allen und lebte 11 Jahre glücklich zusammen.

FAMILIE AN ERSTER STELLE

Während die Kinder jung waren, stellte Bacall ihre Karriere hinten an und blieb mit ihnen zuhause. Sie beschrieb Bogart als "traditionellen Mann", der wollte, dass seine Frau die Familie an erste Stelle setze.

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Also tat sie es. Sie opferte nicht nur ihre Karriere, um sich auf ihr Familienleben und die Ehe zu konzentrieren. Bacall bereute diese Entscheidung jedoch nie:

"Zum Glück priorisierte ich unsere Ehe, denn sie hielt nicht lang."

Sie bezog sich auf Bogarts Kampf gegen den Krebs – er starb 1957 und ließ seine 32-jährige Witwe mit den 2 Kindern zurück.

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Nach Bogarts Tod vermied die junge Witwe es, über ihren verstorbenen Ehemann zu sprechen. In seinen Memoiren " Bogart: In Search of My Father " schrieb ihr Sohn Stephen, dass es seinen Preis forderte, im Schatten eine Hollywood-Legende zu stehen

SICH EINEN NAMEN MACHEN

Die ambitionierte Schauspielerin baute in den 60ern ihre Karriere wieder auf und gewann 2 Tony Awards für ihre Rollen in den Broadway Musicals "Applause" 1970 und "Woman oft he Year" 1981.

Sie wirkte in 50 Filmen mit, doch sie spielte ihre Karriere nach "Key Lago" herunter. Sie hatte das Gefühl, dass sie sich nie ganz erholte.

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Neben der langen Filmliste war Bacall bekannt für Auftritte in Filmen wie "Mord im Orientexpress" (1974) Robert Altmans "Prêt-à-Porter " (1994) und "The Shootist" (1976).

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Nach Gerüchten über eine Romanze mit ihrem Freund Frank Sinatra – Gerüchte, die während Bogarts Krankheit begannen – heiratete sie den Schauspieler Jason Robards, mit dem sie ihr drittes Kind Sam bekam. Robards Alkoholsucht beendete die Ehe in den 70ern.

In ihren Memoiren "By Myself" sprach die Schauspielerin offen über beide Ehen und ihre Frustration und Erschöpfung, ständig über Bogart ausgefragt zu werden. Beide Ehen waren ihr wichtig und der Fokus auf Bogart tat nicht nur ihr, sondern auch Sohn Sam weh.

Robards und Bogarts waren beide sehr talentierte Schauspieler. Bogart gewann für seine Rolle in "The African Queen " 1951 den Oskar und war nominiert für "Casablanca" (1942) und "The Caine Mutiny" (1954). Robards gewann 2 Oscars als Nebendarsteller in "All the President’s Men" (1976) und "Julia" (1977).

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