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EntertainmentAnekdote

17. August 2021

Alle starrten eine arme Frau an, die im Flugzeug entband, aber niemand half ihr – Story eines Abonnenten

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Judith ging ein mutiges Risiko ein, um dem letzten Wunsch ihres Mannes nachzukommen und beschloss, hochschwanger in ein Flugzeug zu steigen. Alle starrten ihren riesigen Babybauch an und, als während des Fluges die Wehen begannen, kam ihr niemand zu Hilfe.

Als Judith das Flugzeug bestieg und sich setzte, wusste sie bereits, dass etwas passieren würde. Die Leute glotzten sie und ihre große Babykugel an, aber sie bemühte sich, ruhig zu bleiben.

"Alles wird gut," sagte sie immer wieder zu sich selbst. Aber die Wege des Herrn sind unergründlich. Auf halber Strecke platzte Judiths Fruchtblase. "Oh nein!", ihr Bauchgefühl hatte ihr gesagt, dass dies passieren würde, aber sie hatte keine Wahl gehabt. Sie musste fliegen.

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Sie wandte sich an den ernst aussehenden Mann im Anzug, der neben ihr saß und sagte: "meine Fruchtblase ist geplatzt. Bitte, rufen Sie die Flugbegleiterin!"

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"Ich bin doch nicht ihr Diener, gute Frau. Rufen Sie doch selbst," erwiderte der Mann unfreundlich. Judith war in der 36. Woche und stand kurz davor, in einem Flugzeug ihr Kind zur Welt zu bringen, aber der Rüpel fuhr fort: "das hier ist die Business-Klasse, gute Frau, können Sie bitte leise sein. Ich versuche, zu arbeiten." Der Mann saß über sein MacBook gebeugt und tippte Zahlen in eine Excel-Tabelle.

Andere Passagiere hatten mittlerweile auch bemerkt, was los war – sie verachteten Judith ebenso wie ihr Sitznachbar. "Ihr Schreien macht mich noch verrückt. Ich will schlafen! Können Sie bitte leise sein? Das hier ist schließlich die Business-Klasse, verflixt nochmal!"

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"Was sind Sie denn für eine verantwortungslose Mutter, dass Sie in ihrem Zustand reisen!", sagte eine ältere Dame zu Judith. Daneben saß ein Mann, der kommentierte: "ist ja ekelhaft. Wie konnten die ihr überhaupt erlauben, einzusteigen?"

Niemand schien zu verstehen, was geschah und sie alle suchten nur nach jemandem, dem sie alles in die Schuhe schieben konnten. Mittlerweile saß Judith schreiend auf dem Boden. Eine Flugbegleiterin eilte zu ihr. "Meine Güte, was ist passiert? Geht es Ihnen gut?"

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"Aaahh, Ich.. ich habe Wehen und... ich brauche einen Arzt... jetzt!", die paar Worte wollten kaum aus Judiths Mund kommen. "Tut mir leid, aber wir haben keinen Arzt an Bord. Können Sie noch einige Stunden aushalten, bis wir landen?"

"Nein! Das Baby kommt bald.. Ich brauche jetzt Hilfe! Bitte, helfen Sie mir!"

Einer der Insassen beschwerte sich: "Fräulein, könnten Sie die Frau bitte woanders hinbringen und ihr einen Arzt besorgen? Ich will hier keine Geburt miterleben."

Die Flugbegleiterin half Judith auf die Füße und ging mit ihr in die zweite Klasse, wo sie einige leere Sitzplätze fanden.

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"Ist vielleicht ein Arzt unter den Passagieren?", fragte Judith.

"Ich schaue mal," erwiderte die Flugbegleiterin und begann hastig zu suchen. Sie fragte, ob jemand einen medizinischen Abschluss besaß und bei einer Geburt helfen könne. "Wir brauchen dringen ein*e Ärztin oder ein*e Krankenpfleger*in! Eine Frau kriegt gerade ihr Kind. Bitte! Irgendjemand?"

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Aber die Passagiere waren recht aggressiv. Eine Person sagte: "selbst, wenn ich Ärztin wäre, würde ich ihr nicht helfen. Sie sollte nicht hier sein!"

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Plötzlich aber stand eine Frau auf. "Ich habe nur für ein paar Jahre als Krankenpflegerin gearbeitet, aber ich werde tun, was ich kann, um das Baby zu retten," sagte sie zur Flugbegleiterin. Und das tat sie. Trotz aller Herausforderungen verlief die Geburt gut.

Die Krankenpflegerin wandte 1. Hilfe bei dem Säugling an und die Flugbegleiterin kümmerte sich um Judith. Nach der Landung brachten sie Judith und ihr Kind in die Krankenstation am Flughafen. Das Personal dort untersuchten die beiden und stellten fest, dass Mutter und Kind kerngesund waren.

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Trotzdem bat Judith darum, gleich ins Krankenhaus gebracht zu werden. Sie erklärte dem Personal und der Krankenschwester, die ihr während des Fluges geholfen hatte, den Grund für ihre Flugreise: "mein Ehemann ist dort. Ich muss ihn sehen."

"Das kann ich nicht zulassen. Sie haben eine Geburt hinter sich, liebe Frau," antwortete die Ärztin.

"Bitte, ich muss ihn sehen..."

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Es stellte sich heraus, dass Judith mit einem Soldaten verheiratet war. Er war im Krieg schwer verletzt worden, als er Zivilisten rettete. Die Ärzt*innen taten alles, um ihn zu retten, aber leider waren seine Verletzungen zu schwer und man gab ihm nur wenige Tage zu leben.

Als Judith dies erfahren hatte, wollte sie bei ihrem Mann sein und ging so das Risiko ein, hochschwanger ein Flugzeug zu besteigen. Als sie endlich auf der Station ihres Mannes eintraf und ihm ihr gemeinsames Kind zeigte, konnten beide die Tränen nicht zurückhalten.

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"Ich werde dir immer dankbar sein, Judith, bis zu meinem letzten Atemzug... und darüber hinaus... dafür, dass du mir ermöglicht hast, meinen Sohn zum ersten und zum letzten Mal zu sehen."

"Ich werde dich immer lieben, Schatz," sagte Judith zu ihm.

Später an jenem Tag verstarb Judiths Ehemann. Die Presse hörte von seinem mutigen Einsatz, drehten eine Reportage über ihn und interviewten Judith.

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Voller Emotionen teilte sie mit ihnen die Erinnerungen an ihren Ehemann: "er hat vielen Menschen das Leben gerettet und dafür mit seinem eigenen bezahlt. Es war sein letzter Wunsch, seinen Sohn zu sehen. Deshalb bin ich das Risiko eingegangen und bin hochschwanger zu ihm geflogen."

Mit Tränen in den Augen fuhr sie fort: "ich bin froh über das, was ich getan habe, weil mein Mann so unseren Sohn kennenlernen konnte, ehe er diese Welt verlassen musste. Alle außer zwei gutherzigen Frauen haben mich verurteilt. Ohne ihre Hilfe wäre er ganz allein verstorben."

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Die Geschichte war eine absolute Sensation und jedermann hörte davon. Es war eine gute Lektion für alle, die Fremde rasch verurteilen, ohne ihre Hintergründe zu kennen.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  1. Verurteile andere nicht, wenn du ihre Hintergründe nicht kennst. Wenn du andere verurteilst, sagst du nichts über sie, sondern nur über dich selbst aus.
  2. Hilf Menschen in Not immer, auch dann, wenn du glaubst, nichts tun zu können. Judith brauchte medizinische Hilfe, aber es hätte ihr auch schon geholfen, wenn die anderen Menschen mehr Mitgefühl gezeigt hätten

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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