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22. Juli 2021

Zwickau: Sanitäter, der Leben retten soll, macht Selfies mit hilflosen Patienten

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Ein Sanitäter aus Zwickau sollte sich um Schwerverletzte und Kranke kümmern, aber er hat mit seiner Tat alle enttäuscht und schockiert. Der 49-Jährige hat offenbar Selfies mit den hilflosen Patienten gemacht und Videos mit ihnen aufgenommen.

Frank S., der als Sanitäter im Arbeiter-Samariter-Bund gearbeitet hatte, musste sich vor dem Landgericht Zwickau wegen eines schrecklichen Verbrechens verantworten. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, mit hilflosen Patienten Selfies und Videos gemacht zu haben.

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Die Fotos und Videos, auf denen der Sanitäter lächelnd oder mit Daumen hoch zu sehen war, schickte er per Whatsapp an seine Freundin Stephanie O. Geschockt von den verstörenden Inhalten zeigte die Freundin den Sanitäter an.

Stephanie, die als Altenpflegerin arbeitet, soll jede Woche mehrere Fotos von ihrem Freund bekommen haben. Die beschämenden Bilder wurden zwischen Oktober 2016 und Juni 2020 aufgenommen. Auf den Fotos im Hintergrund waren die Patienten zwar zu sehen, konnten aber davon nichts mitbekommen.

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Nach dieser beschämenden Tat begründet der Sanitäter seine Tat mit den Worten: “ich möchte mich entschuldigen. Es war eine Riesendummheit. Das war für mich Verarbeitung, der psychische Druck war zu hoch. Ich habe den Terror oft nicht mehr geschafft.”

Stephanie glaubt jedoch nicht an die Erklärung von Frank. Sie kann nicht einmal sagen, dass er gestresst oder emotional mitgenommen war. Sie ist der Meinung, dass er sich damit über die Patienten lustig gemacht hat. Obwohl sie lange schwieg, veranlasste ihr Pflichtgefühl, die Würde der Menschen zu schützen, den Vorfall zu melden.

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Der Geschäftsführer der Organisation, in der er tätig war, hat sich schockiert über diese Horror-Tat geäußert und bestätigt, dass niemand von diesen Bildern und Aufnahmen nichts wusste. Der Verband will nun prüfen, ob Mitarbeiter des ASB Zwickau einbezogen werden – und gegebenenfalls arbeitsrechtliche Konsequenzen ziehen. 

Das Landgericht Zwickau verurteilte Frank zur Zahlung von 4.500 Euro an einen gemeinnützigen Verein wegen Verletzung seines höchstpersönlichen Lebensbereichs. Zahlt er das Geld bis Ende des Jahres nicht, droht eine Geldstrafe in Höhe von 2.450 Euro.

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Es ist nicht das erste Mal, dass ein Sanitäter in einer tragischen Situation Fotos gemacht hat. Im Jahr 2017 wurden sechs Sanitäter bestraft, weil sie nach einem Zugunglück, bei dem 40 Menschen getötet wurden, Selfies gemacht hatten.

Auch nach dem Tod von Fußballlegende Diego Maradona im vergangenen Jahr wurde ein Bestattungshelfer entlassen, als er ein Selfie mit dem Sarg machte und mit einem Daumen-hoch-Zeichen posierte. 

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