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Quelle: youtube.com/Homerance

Charlotte Link über den Krebstod ihrer Schwester: Die Trauer bleibt für immer

Maren Zimmermann
07. Feb. 2021
22:00
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Charlotte Link ist Bestsellerautorin und hat schon allein in Deutschland mehr als 30 Millionen Bücher verkauft. In einem Interview mit Bunte sprach sie jedoch nicht nur über ihren Erfolg, sondern auch über die schweren Zeiten in ihrem Leben.

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Charlotte Link ist dafür bekannt, ihre treuen Leser mit ihren Krimis regelmäßig vor Spannung den Atem zu verschlagen. Besonders fasziniert sei sie von Menschen, die keinerlei kriminelle Energie haben.

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Sie sagte:

"Mich fasziniert, dass ganz normale Menschen vom Leben in die Enge getrieben werden können. Menschen, die keinerlei kriminelle Energien haben, aber die in eine Situation geraten, in der sie immer mehr mit dem Rücken zur Wand stehen."

In solch eine Situation könne jeder geraten, sagte Link. Ihre Arbeit kann sie vom heimischen Schreibtisch aus erledigen. Dennoch spürt auch sie die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Sie vermisse den unverkrampften Kontakt zu ihren Mitmenschen und die Möglichkeit, ohne Angst unter Menschen zu gehen. Einen Besuch bei ihrer Familie konnte sie im November nicht wie gewöhnlich mit ihrem Besuch bei ihrem Verlag verbinden — das Risiko sei einfach zu groß gewesen.

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Das Schreiben ist eine ziemlich einsame Tätigkeit, doch das Leben als Autorin beinhaltet so viel mehr, als nur in die Tasten zu hauen. Signierstunden und Lesungen gibt es aktuell nicht. Der Kontakt zu ihren Lesern ist auf das Internet beschränkt.

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AUSWIRKUNGEN AUF DIE FAMILIE

Zusammen mit ihrem Mann genießt sie es, zusammen Sport zu machen und die Natur zu genießen. Das haben sie auch während der aktuellen Situation beibehalten, verriet sie im Interview mit dem Magazin Bunte weiter.

Ihre Beziehung scheint jedoch stark, sie verriet, dass sie sich auf ihren Mann verlassen könne, wenn sie mal von Ängsten und Sorgen überwältigt sei. Sie verriet:

"[...] da konnte ich immer mit meinem Mann reden. Wir sind beide bereit, uns auch mal gegenseitig beim Jammern zuzuhören."

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Ihre 19-jährige Tochter Alexandra bekommt die Auswirkungen des aktuellen Lockdowns ebenfalls zu spüren. Die Autorin verriet, dass sie nach ihrem Abitur im Oktober ihr Studium begonnen hat.

Doch bereits nach drei Tagen sei der komplette Unterricht auf Online-Unterricht umgestellt worden — eine Enttäuschung für die 19-Jährige, die sich darauf gefreut hatte, Kontakte zu knüpfen und neue Leute kennenzulernen.

Alexandra ist nicht das leibliche Kind der Bestsellerautorin. Im Alter von vier Jahren adoptierten Link und ihr Ehemann das kleine Mädchen aus einem russischen Waisenhaus.

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Es handelt sich nicht um das einzige Kind des Paares. Der Sohn ihres Mannes war zu jenem Zeitpunkt 18 Jahre alt. Was für einige nach viel Stress klingen könnte, war für Link unproblematisch, da sie die Unterstützung ihrer Eltern hatte und auch ihr Mann ihr unter die Arme griff.

Auf die Frage hin, ob ihre Tochter ebenfalls wie sie Begabung im Schreiben zeigt, verriet die Autorin, dass sie eher in gestalterischer Richtung aktiv sei. Sie habe schon immer viel gemalt und gebastelt.

EIN TRAUMA IN IHREM EIGENEN LEBEN

In ihren Büchern beschreibt Link regelmäßig die Abgründe der Menschen. Auch in ihrem eigenen Leben gab es Abgründe und dunkle Zeiten, die es zu Überstehen galt.

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Ein Trauma, welches sie geprägt hat, war der Tod ihrer jüngeren Schwester Franziska. Sie starb vor rund acht Jahren im Alter von 47 Jahren an einer Krebserkrankung.

Die Beziehung zu ihrer Schwester sei sehr eng gewesen. Ihre Schwester war eine Bezugsperson, die sie zu jeder Tageszeit anrufen konnte, der sie sich immer zuwenden konnte, und die sie immer aufgefangen habe.

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Sie hat versucht, mit der Trauer klar zu kommen und nicht weiter gegen den Schmerz anzukämpfen. Sie habe erkannt, dass Dinge, gegen die man kämpft, manchmal stärker würden. Sie fügte an:

"Der Schmerz gehört zu mir und meinem Leben, wie meine Arme und Beine. Seit ich ihn akzeptiere, bäumt er sich nicht mehr so auf. Er bestimmt nicht mehr über mein Leben"

Dennoch gab sie zu, dass die Trauer nie enden wird. Man muss mit dem Verlust, dem Schmerz, leben, da es keinen tieferen Sinn hinter dem Geschehenen gebe.

Charlotte Link gilt als Deutschlands erfolgreichste Krimi-Autorin. Mit über 31 Millionen verkauften Büchern allein in Deutschland hat sie mehrere Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten.

Regelmäßig landen ihre Werke auf der Spiegel-Bestsellerliste. Sie lebt zusammen mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt am Main.

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