BILD: Sabine-"Cold Case" von 1993 — Polizei verhaftet den Mörder

Sabine Back war erst 13 Jahre alt, als ihre Leiche vor 27 Jahren in einer Jauchegrube im Stall eines Reiterhofs gefunden wurde. Der komplizierte Fall scheint jetzt gelöst zu sein, da berichtet wurde, dass der Mörder schließlich von der Polizei festgenommen wird.

Die Familie des kleinen Mädchens Sabine Back kämpft seit 27 Jahren für Gerechtigkeit. Die 13-Jährige verschwand im Dezember 1993 wenige Tage vor Weihnachten.

Richterhammer und Gesetzbuch vor Anwalt | Quelle: Getty Images

Richterhammer und Gesetzbuch vor Anwalt | Quelle: Getty Images

Erst nach 47 Stunden wurde ihre halbnackte Leiche gefunden, nachdem die Feuerwehr die Jauchegrube eines Reiterhofs in Wiesenfeld, Bayern, abgepumpt hatte. Die Jauchegrube war mit einer schweren Betondecke bedeckt und das Mädchen wurde mit Stroh im Mund gefunden. 

Sabines Familie war durch ihren Tod am Boden zerstört und für sie war ihr Mord nie ein Cold Case. Es scheint, dass nach fast drei Jahrzehnten der Mörder des Mädchens gefangen genommen wurde, wie Bild berichtet.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur durchsuchten Rettungsdienste am Mittwoch das Reitzentrum in Spessart und verhafteten erfolgreich eine Person. Der Verdächtige soll zum Zeitpunkt des Mordes im Reitstall gearbeitet haben.

Hände in Handschellen | Quelle: Getty Images

Hände in Handschellen | Quelle: Getty Images

Zunächst wurde ein 15-jähriger Junge als Hauptverdächtiger angesehen. Er wurde verhaftet, aber später wieder freigelassen. In einem der Prozesse wurde der Teenager wegen fehlender Beweise freigesprochen. Später starb die Person nach einem Unfall.

Mit Hilfe fortschrittlicher Untersuchungsmethoden wurde eine DNA-Spur auf Sabines Leiche gefunden, die nun mit dem vermuteten Verdächtigen abgeglichen werden kann. Der neue Verdächtige sollte am Donnerstag vor dem Ermittlungsrichter vorgestellt werden.

Am Tag ihres Verschwindens ging Sabine zu ihrer Freundin Natascha, um Hausaufgaben zu machen, und hinterließ gegen 15 Uhr eine Nachricht für ihre Familie. Sie wollte nur wieder auf den Reiterhof 500 meter außerhalb des Ortes.

Gegen 18 Uhr traf die Pferdenärrin ihren Freund Marco und half ihm, sein Pony zu füttern. Er war der letzte, der sie sah und berichtete, dass sie zurück in den Reiterhof ging, da sie dort ihren Fahrrad vergessen hatte.

Ihre Mutter wachte um 1 Uhr nachts auf und fand das Bett ihrer Tochter leer. Natürlich war sie besorgt und rief alle ihre Freunde an. Bald war das Gebiet mit Hubschraubern bedeckt, die nach ihr suchten und Hunden, die versuchten, eine Spur zu finden.

Ungefähr zwei Tage später fand die Feuerwehr ihre Kleider aus der Jauchegrube und vier Meter tiefer wurde leider ihre Leiche entdeckt. 

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