Joseph Plateau: "Vater des Films", der die Bilder zum Laufen brachte

Der belgische Physiker Joseph Antoine Ferdinand Plateau gilt als der "Vater des Films".

Plateau wurde 1801 in Brüssel geboren. Er war der Sohn eines Künstlers und entdeckte seine Liebe zur Physik schon früh im Leben. Bereits als Schüler entwickelte er seine ersten Erfindungen.

Joseph Antoine Ferdinand Plateau | Quelle: Getty Images

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SEINE KINDHEIT UND JUGEND

Im Alter von 14 Jahren verlor Plateau seine Eltern, woraufhin er selbst krank wurde, da er Probleme hatte, mit dem Verlust fertig zu werden. Sein Onkel Thirion, der als Anwalt arbeitete, nahm sich seiner an. Aufgrund seines Gesundheitszustandes verbrachte er viel Zeit in seiner Jugend auf dem Land, wo er viel malte und Schmetterlinge sammelte.

Die Physik ließ ihn dennoch nie los. Seine Tüfteleien führte er weiter, und schließlich begann er ein Studium der Rechtswissenschaften. Später wechselte er sein Studienfach jedoch, da er der Physik verfallen war. Seine Doktorarbeit sollte den Grundstein für die Wissenschaft, wie auch die Kunst schaffen.

Joseph Antoine Ferdinand Plateau | Quelle: Getty Images

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Seine Dissertation im Jahr 1829 konzentrierte sich darauf, wie Bilder auf der Retina geformt werden. Drei Jahre später nutzte er diese Recherchen, um das erste bewegliche Bild zu erschaffen, auch als "Phenakistoscope" bekannt.

Dabei handelte es sich um ein Instrument, das aus zwei rotierenden Scheiben besteht, welche sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Eine Scheibe ist mit kleinen Fenstern ausgestattet und die andere mit einer Reihe von Bildern eines Tänzers.

Google schrieb:

"Wenn sich beide Scheiben mit genau der richtigen Geschwindigkeit drehen, scheinen die Bilder miteinander zu verschmelzen und kreieren die Illusion eines Tänzers, der sich bewegt."

SEINE LEIDENSCHAFT SOLLTE SEIN UNTERGANG SEIN

Diese Erfindung wurde in Europa oft verkauft. Doch es sollte Plateaus Liebe zu Licht und Bildern sein, die ihn seine Sehkraft gekostet haben könnte.

Phenakistoscope | Quelle: Getty Images

Phenakistoscope | Quelle: Getty Images

Es heißt, dass der Wissenschaftler im Rahmen eines Experimentes rund 25 Sekunden lang in die Sonne geschaut haben soll, um den Effekt von Licht auf der Retina besser verstehen zu können. Seine schlechte Sehkraft soll darauf zurückzuführen sein, doch andere glauben, er könnte unter chronischer Uveitis gelitten haben.

Davon ließ er sich jedoch nicht aufhalten. Er forschte trotz allem weiter und lieferte erstaunliche Ergebnisse. Er machte unter anderem Entdeckungen im Bereich der Oberflächenspannung - der Tendenz von Flüssigkeiten, auf die kleinstmögliche Oberfläche zu schrumpfen.

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