logo

Ein Mann begräbt sich selbst drei Tage lang unter einer viel befahrenen Straße. Jetzt erklärt er warum

author
Von Sascha Kardas
27. Juni 2018
23:56

Am einem Donnerstagabend sammelte sich eine Menschenmenge in Hobart, Tasmanien, in Australien. Sie schauten dabei zu, wie ein Mann lebendig begraben wurde.

Werbung

Mike Parr ließ sich in einen Raum aus Stahl unter der Erde hinablassen. Er hatte nur Zeichenmaterial, ein Buch, einen Eimer und einen Meditations-Hocker bei sich.

Dann wurde die Straße über ihm verschlossen und der Verkehr ging über dem Kopf von Parr weiter. Darüber berichtete CNN.

Es handelt sich dabei um das neuste Werk des Performance-Künstlers, der 73 Jahre alt ist. Es trägt den Titel „Underneath the Bitumen the Artist“ („Unter dem Teer der Künstler“)

Es ist ein Teil des jährlichen „Dark Mofo music and arts festival“. Parr blieb 72 Stunden lang ohne Essen, nur mit Wasser unter der Erde.

Werbung

Danach wurde der Raum wieder ausgegraben, was am Sonntag nach dem Festival passierte. Laut einer Ankündigung von Dark Mofo soll Parrs Auftritt an die Opfer der kolonialen Gewalt unter den Ureinwohnern erinnern.

Nach einem Kriegsgesetz, das gegen die Aboriginals aus Tasmanien im Jahre 1828 beschlossen wurde, eskalierte die Gewalt, als diese aus ihrem Territorium vertrieben wurden.

Bis zu 900 Aboriginals und 200 Kolonisten starben Schätzungen zufolge in dem Konflikt.

Werbung

„Es ist eine Geschichte, die nicht sehr bekannt ist, aber immer präsent ist, knapp unter der Oberfläche unserer gegenwärtigen Kultur“, sagte Leigh Carmichael, der kreative Direktor von Dark Mofo, in einer Ankündigung.

Werbung

„Die Tatsache, dass Mike Parrs Arbeit unter der Erde passieren wird, gerade außerhalb der Blickweite, während das alltägliche Leben darüber weiter geht, ist offensichtlich kein Zufall.“

Die Macquarie Street, wo Parr seine Kammer platziert hat, ist eine der geschäftigsten Straßen von Hobart.

Werbung

„Die Öffentlichkeit wird das 'Verschwinden' des Künstlers unter der Straße mitansehen können, aber nach dem Begräbnis kehrt die Straße zu ihrer bekannten Benutzung zurück“, beschrieb das Statement weiter.

„Die Angst des Verschwindens des Künstlers ist die Aussage des Stücks.“

Wie viele Arbeiten von Parr hat diese Arbeit für eine Kontroverse gesorgt. Der Bürgermeister von Hobart, Ron Christie, stimmte gegen die Erlaubnis dafür.

Werbung
Werbung
Ähnliche Neuigkeiten

Zehnter Prozesstag im Fall Fabian: Neue Details zum Abend vor der Tragödie

09. Juni 2026

Ich fiel in einen alten Brunnen im Wald – in der Dunkelheit fand ich eine verborgene Tür

03. Juni 2026

Vierter Tag des Fabian-Prozesses: Spielkameraden sagen aus, Ginas Sprachnachricht wird vorgespielt, Gerichtsaufnahmen werden gezeigt

14. Mai 2026

Neunter Verhandlungstag im Mordfall Fabian: Einzelheiten zum Tod des Jungen bekannt gegeben

04. Juni 2026

Klassenlehrerin berichtete von einer plötzlichen Verhaltensänderung bei Fabian

15. Mai 2026

Ein Mann kaufte ein altes Haus für wenig Geld – in der ersten Nacht hörte er ein Klopfen aus dem Keller

18. März 2026

Fabians Vater vor Gericht: Am vierten Verhandlungstag kommen neue Details über ihn und Gina H. ans Licht

14. Mai 2026

Drei Tote nach mutmaßlicher Gasexplosion, die zum Einsturz eines Wohnhauses in Görlitz führte: Details

22. Mai 2026

Richter unterbricht die Befragung von Fabians Großmutter abrupt – Was ist passiert?

21. Mai 2026

Fotos des 8-jährigen Fabian vor Gericht gezeigt – Wie hat Gina H. darauf reagiert?

02. Juni 2026

Witten: Familienausflug zu Ostern endete für Mutter und zwei Kinder in einer Tragödie

30. März 2026