Baby stirbt, nachdem schwangere Frau über vier Stunden in der Notaufnahme warten musste

M. Zimmermann
28. Mai 2018
21:53
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In Bayern starb ein Baby auf traurige Art und Weise, nachdem die Mutter über vier Stunden in der Notaufnahme warten musste.

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Wunderweib berichtete über den traurigen Vorfall und wir von AmoMama wollen Ihnen diesen Artikel nicht vorenthalten.

Eine schwangere Frau aus Bayern hatte starke Blutungen bekommen und war sofort ins Krankenhaus gefahren. Dort wartete sie jedoch über vier Stunden lang vergebens und verlor in Folge dessen ihr Kind.

Quelle: Shutterstock

Am 29. Juli fuhr ein Ehepaar aus Puchheim zum Einkaufen, als die Frau (37), die im dritten Monat schwanger ist, plötzlich Blutungen bemerkte. 

Sie fuhren in die Notaufnahme der Kreisklinik Fürstenfeldbruck, zu der Zeit war es ca 12 Uhr mittags.

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„Wir waren so geschockt, dass wir ohne zu zögern in die Notaufnahme gefahren sind“, sagt der Ehemann.

Doch die schwangere Frau wird 4 Stunden warten gelassen, ehe sie dran kommt und untersucht wird.

Es wird festgestellt, dass sie operiert werden muss.

Doch weitere 3 Stunden verstreichen, ehe sie auch tatsächlich operiert wird.

Dann verlor die Frau ihr Baby.

Nun heißt es jedoch, das Baby sei schon tot gewesen, ehe das Ehepaar das Krankenhaus betreten hat. 

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„Ich habe im Krankenhaus immer wieder gefragt, warum niemand meine Frau untersucht. Jedes Mal bekam ich eine andere Antwort. Einmal sagte eine Schwester, dass nur ein Arzt da sei, ein anderes Mal bekamen wir keine Auskunft. Später hieß es, dass zwei Ärztinnen da seien, die wohl beide ausgelastet sind. Ich habe mich gefragt, weshalb kein Bereitschaftsarzt zur Verstärkung kommt.", sagte der Ehemann gegenüber der Zeitung Merkur.

Das Krankenhaus gab an, dass die zwei Ärztinnen vor Ort in vier Kreissälen aushelfen mussten.

Es war durchaus bekannt, dass einige Patienten lange warten mussten, doch in solchen Fällen würde nach Dringlichkeit entschieden, hieß es.

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Die Frau habe so lange warten müssen, da ihre Situation nicht lebensbedrohlich gewesen sei, so ein Sprecher.

Es soll am 29. Juli ein "Ausnahmezustand" im Krankenhaus geherrscht haben, hieß es weiter.

Hätte dieser Fall verhindert werden können? Wäre das Baby dann noch am Leben gewesen?Das wird man nachträglich wohl nicht mehr feststellen können.

Der Familie gilt unser tiefstes Beileid.

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