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Lola Weippert | Quelle: Getty Images
Lola Weippert | Quelle: Getty Images

„Sorry, aber du bist für mich keine Moderatorin": Frühere RTL-Moderatorin Lola Weippert rechnet mit Kollegen ab – das steckt dahinter

Edita Mesic
11. Juni 2026
15:27

Moderieren sei ein Handwerk – und nicht jeder, der vor einer Kamera steht, verdiene diesen Titel. Mit dieser Haltung sorgt Lola Weippert jetzt für Aufsehen und teilt ungewöhnlich deutlich gegen ihre eigene Branche aus.

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Lola Weippert kennt das Fernsehgeschäft seit Jahren. Neun Staffeln lang war die 30-jährige gebürtige Schwäbin das Gesicht der RTL-Erfolgsshow „Temptation Island" sowie der VIP-Variante – Formate, in denen Paare ihre Treue auf die Probe stellen. Sie galt als eines der prägenden Reality-Gesichter des Senders.

Lola Weippert während der NDR Talk Show in den NDR Studios am 5. Juni 2026 in Hamburg, Deutschland. | Quelle: Getty Images

Lola Weippert während der NDR Talk Show in den NDR Studios am 5. Juni 2026 in Hamburg, Deutschland. | Quelle: Getty Images

Doch im vergangenen Jahr kam der überraschende Wechsel: RTL tauschte das Gesicht der Sendung aus. Seit der neuen Staffel führt Janin Ullmann durch das Dating-Format. Weippert selbst zeigte sich damals fair und gratulierte ihrer Nachfolgerin öffentlich. Bei Instagram schreib sie:

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„Viel Spaß, ich übergebe das Zepter voller Freude und feuere dich an!".

Ob es sich bei Weipperts Aus um eine freiwillige Entscheidung oder eine Maßnahme des Senders handelte, wurde allerdings nie offiziell bekannt. Ein ausführliches Statement zu den Hintergründen gab es nicht – Raum für Spekulationen blieb genug.

Lola Weippert bei der Verleihung des ‚Deutschen Podcast Awards 2026' im Haus des Rundfunks am 13. Mai 2026 in Berlin, Deutschland. | Quelle: Getty Images

Lola Weippert bei der Verleihung des ‚Deutschen Podcast Awards 2026' im Haus des Rundfunks am 13. Mai 2026 in Berlin, Deutschland. | Quelle: Getty Images

Untätig ist Lola Weippert seitdem keineswegs. Werbeverträge und ihr Podcast „Schön laut" mit Schlagersängerin Vanessa Mai halten die Moderatorin auf Trab. Und im Kern bleibt sie vor allem eines: Moderatorin – ein Handwerk, auf das sie stolz ist und das sie von Grund auf gelernt hat.

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Genau dieses Selbstverständnis bringt sie nun dazu, deutliche Worte über manche ihrer Kolleginnen und Kollegen zu finden.

10. April 2026, Baden-Württemberg, Rust: Moderatorin Lola Weippert steht auf dem roten Teppich im Vorfeld der Verleihung des Radio Regenbogen Awards. | Quelle: Getty Images

10. April 2026, Baden-Württemberg, Rust: Moderatorin Lola Weippert steht auf dem roten Teppich im Vorfeld der Verleihung des Radio Regenbogen Awards. | Quelle: Getty Images

Für Weippert zählt vor allem eines: Spontanität. Sie selbst lerne niemals Moderationstexte auswendig, sagt sie. „Ich lebe in diesem Moment", beschreibt sie ihren Stil. Am liebsten reagiere sie auf alles, was im Publikum passiert.

Gerade die Live-Situationen seien für sie entscheidend – jene Momente, in denen sie weiß, dass sie „jetzt performen muss" und einen „gewissen Druck" verspürt.

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Echtes Moderieren sei eben ein Handwerk, das gelernt sein wolle. „Wenn du das Handwerk beherrschst, dann hast du meistens beim Radio angefangen, dann bist du schlagfertig, dann bist du witzig, dann bist du eloquent, dann hast du viele Dinge gelernt", erklärte sie.

07. März 2026, Bayern, München: Moderatorin Lola Weippert betritt die Bühne beim Finale der ‚Miss Germany Awards' 2026 auf dem Bavaria Film Gelände. | Quelle: Getty Images

07. März 2026, Bayern, München: Moderatorin Lola Weippert betritt die Bühne beim Finale der ‚Miss Germany Awards' 2026 auf dem Bavaria Film Gelände. | Quelle: Getty Images

Quereinsteiger, die nur die Texte anderer ablesen, hätten dagegen nicht die nötige mentale Präsenz auf der Bühne und im Fernsehen.

„Wer heutzutage alles Moderator und Moderatorin ist und diese Texte wortwörtlich auswendig lernt, der denkt wahrscheinlich gerade währenddessen darüber nach, was er oder sie danach kocht", so Weippert.

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Dass sie mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg hält, ist für Fans der gebürtigen Schwäbin nichts Neues. Schon in der Vergangenheit nutzte sie ihren Podcast, um offen über persönliche und teils ernste Themen zu sprechen – von übergriffigem Verhalten in ihrer Anfangszeit als Model bis hin zu einem beunruhigenden Erlebnis mit einem Stalker. Ein Blatt vor den Mund nimmt sie sich dabei selten.

Umso gespannter dürften ihre Hörerinnen und Hörer gewesen sein, als das Gespräch mit Vanessa Mai auf das Thema Moderation kam. Denn hier wurde Weippert so deutlich wie selten.

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Sie sprach offen darüber, wen sie in ihrer Branche überhaupt nicht ernst nehmen kann:

„Also es gibt ja Moderatorinnen, die ich nicht Moderatorinnen nennen kann."

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Konkrete Namen nannte sie nicht – doch ihre Kritik war unmissverständlich.

„Es gibt Roboter, die du auf die Bühne stellst, die schön aussehen und einfach alles auswendig gelernt haben und das Moderieren nennen."

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Für Weippert ist das Ablesen von einem Teleprompter oder das reine Auswendiglernen von Texten ein absolutes No-Go. Wer so arbeite, sei für sie kein echter Moderator – und das machte sie mit einer klaren Ansage deutlich:

„Sorry, aber du bist für mich keine Moderatorin und du bist für mich kein Moderator, wenn du einfach nur einen Teleprompter hast."

Lola Weippert beim Prime Video Presents Germany 2025 Event in den Balloni Hallen am 4. Juni 2025 in Köln, Deutschland | Quelle: Getty Images

Lola Weippert beim Prime Video Presents Germany 2025 Event in den Balloni Hallen am 4. Juni 2025 in Köln, Deutschland | Quelle: Getty Images

Teleprompter lehne sie in ihrer eigenen Arbeit bis heute vehement ab, betonte sie. Auch das bloße Auswendiglernen mache aus ihrer Sicht jemanden zu einer schlechten Moderatorin oder einem schlechten Moderator. Für sie selbst sei dieser Weg ausgeschlossen: „Wird bei mir niemals passieren."

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