Inspirierende Stories

23. November 2021

Nach dem Tod ihres Mannes findet die Witwe seinen unvollendeten Brief an eine andere Frau und stattet ihr einen Besuch ab - Story des Tages

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Meredith Arnold wühlte in den Sachen ihres verstorbenen Mannes, als sie auf einen unvollendeten Brief stieß, der an eine unbekannte Frau gerichtet war. Da sie dachte, ihr Mann hätte eine Affäre gehabt, beschloss sie, die andere Frau zur Rede zu stellen, doch als sie die ganze Wahrheit erfuhr, brach sie in Tränen aus.

Meredith stand mit Tränen in den Augen vor einem frisch ausgehobenen Grab. Alle waren nach der Beerdigung ihres Mannes gegangen, aber sie konnte ihren Blick nicht von dem frischen Erdhügel abwenden.

"Oh, Justin, wie glücklich wir waren. Wenn ich dich nur noch einmal sehen und umarmen könnte." Merediths Gedanken wanderten zu ihrem verstorbenen Mann. Sie hatten sich zum ersten Mal getroffen, als sie 16 Jahre alt waren. Dieser erste Blick hatte Meredith davon überzeugt, dass er der Richtige war. Dann hatten sie sich in Restaurants und Museen verabredet und waren nie wieder getrennte Wege gegangen.

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Justin war ein hingebungsvoller Ehemann, und sie liebte ihn. Der einzige Makel in ihrem glücklichen Eheleben war, dass sie keine Kinder bekommen konnten, aber ihre Liebe füreinander und ihre Zweisamkeit füllten diese Lücke bald aus und sie waren glücklich - bis Meredith eines schicksalhaften Tages einen Anruf erhielt, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihr geliebter Mann bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.

Die Frau schluchzte stundenlang und verfluchte ihr grausames Leben. Nach der Beerdigung saß sie einfach vor dem Grab und erinnerte sich daran, wie schön ihre 55 Jahre Ehe mit ihrem geliebten Mann gewesen waren.

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Als die Sonne unterging und die Dunkelheit und Kälte überhand nahmen, ging Meredith ins Haus und schritt langsam durch das Arbeitszimmer ihres Mannes, das noch immer von seinem lieblichen Duft erfüllt war.

"Warum ist uns das passiert, Justin? Warum ist das Leben so ungerecht zu uns?" Meredith konnte nicht aufhören zu weinen, als sie sich in dem Raum umsah. Sie setzte sich schweigend an den Schreibtisch - an dem Justin oft bis spät in die Nacht arbeitete - und erinnerte sich daran, wie sie ihn zurechtgewiesen hatte, wenn er ihr keine Zeit schenkte. Dann öffnete sie leise die Schublade mit seinen Unterlagen.

"Oh, diese furchtbaren Dokumente!", grübelte sie, während sie eine nach der anderen herausnahm." Die haben dich beschäftigt. Ahh ... Wie sehr ich sie verachtet habe. Aber um ehrlich zu sein, macht es mir nichts aus, wenn du länger arbeitest, Justin. Ich will nur, dass du zurückkommst, komm einfach zurück!" Die ältere Dame brach in Tränen aus. In diesem Moment erregte etwas ihre Aufmerksamkeit.

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Es war ein altes, halb zerrissenes, zerknittertes Stück Papier in einer der Ecken der Schublade. Die Adresse in Justins Handschrift lautete: "Clara Bamford, Bahnstraße 100 A, Berlin". Meredith öffnete den Brief aus Neugierde und begann ihn zu lesen. 

"Liebe Clara", begann er. "Es tut mir leid, dass ich keine Zeit für dich gefunden habe, Schatz. Aber keine Sorge, ich werde dafür sorgen, dass wir uns dieses Wochenende treffen. Ich kann es kaum erwarten, dich und die kleine Sophia zu sehen. Ich hoffe...", und dann verschwanden die Worte auf dem Brief.

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Meredith nahm die anderen Ordner über dem Brief heraus und entdeckte einige Fotos von Justin mit einer jungen Frau und einem kleinen Mädchen. Einen Moment lang war sie verwirrt und klammerte sich fest an die Ecken des Arbeitstisches. 

"Ist es das, was du auf deinen Geschäftsreisen gemacht hast, Justin? Warum hast du das getan? Warum nur?" Die ältere Frau warf sich schluchzend auf den Boden. Ein Klopfen an der Tür unterbrach sie.

Meredith wischte sich die Tränen ab und fand ihre Freundin Jessica an der Türschwelle. "Oh Jessica!" Ihre Augen traten wieder hervor und sie umarmte sie. "Justin...Er war..."

"Beruhige dich, Meredith. Es wird alles wieder gut, okay? Hör auf zu weinen."

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"Nein, Jess. Nichts wird gut werden. Justin ... Er hat mich betrogen, Jess!"

Jessicas Augen weiteten sich. "Was? Bist du dir da sicher? Ich glaube nicht, dass Justin so etwas tun würde, Schatz. Er hat dich geliebt!"

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"Das habe ich auch gedacht, Jess. Aber sieh dir das an", Meredith überreichte den unvollendeten Brief, den sie in Justins Schublade gefunden hatte. "Aber bist du sicher, dass Justin ihn geschrieben hat? Ich meine, vielleicht hat er ihn für jemand anderen geschrieben? Das könnte eine Möglichkeit sein. Was denkst du?"

"Nun, ich hoffe, das ist wahr. Aber da ist noch etwas anderes, komm rein." Meredith führte Jessica hinein und zeigte ihr die Fotos, die sie entdeckt hatte.

"Oh, Gott, ich kann das nicht glauben! Aber weißt du was, Meredith, du solltest wirklich herausfinden, warum Justin das getan hat. Ich meine, selbst wenn er mit einer anderen leben wollte, warum hat er sich nicht von dir scheiden lassen? 55 Jahre sind eine lange Zeit. Und um ehrlich zu sein, schien er mir nie der Typ zu sein, der fremdgeht."

"Ich kann es auch nicht glauben, Jess, aber was ist, wenn es wahr ist? Was, wenn er fremdgegangen ist?" Merediths Augen quollen über.

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"Sieh es doch mal positiv, Schatz. Was ist, wenn er es nicht getan hat? Würdest du dich nicht schlecht fühlen, weil du für den Rest deines Lebens an ihm gezweifelt hast?" 

"Nun, ich hoffe, dass ich falsch liege. Ich werde zu dieser Frau gehen. Aber wenn Justin mich betrogen hat, schwöre ich, dass ich ihm nie verzeihen werde", versprach sich Meredith. Am nächsten Tag saß sie im Flugzeug nach Berlin, um die unbekannte Frau zu suchen.

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Als Meredith an ihrem Zielort ankam, öffnete ihr eine junge Frau die Tür. Meredith erkannte sie sofort als die Frau von den Fotos, die sie gesehen hatte. Um ihren Ärger darüber zu verbergen, dass sie die Geliebte ihres Mannes sein könnte, fragte Meredith vorsichtig: "Bist du Clara Bamford?"

"Ja, das bin ich", sagte die Frau und lächelte. "Darf ich fragen, woher du meinen Namen kennst?"

"Ich bin die Frau von Justin. Ich weiß, dass du weißt, wer Justin Arnold ist", sagte Meredith, deren Augen vor Wut glühten. "Letzte Woche ist er bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich bin mir sicher, dass du das weißt."

Plötzlich sah sie Tränen und ein Gefühl der Angst in Claras Augen. "Sie muss die Geliebte sein. Da bin ich mir sicher. Ich kann nicht glauben, dass du so schamlos warst, Justin!" Meredith war wütend. Aber als Clara das Wort ergriff, verschwanden all ihre Zweifel. 

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"Oh mein Gott. Er war eine Vaterfigur für mich. Das ist unfassbar! Frau Arnold, es tut mir so leid für Ihren Verlust!"

Merediths Augen weiteten sich. "Vaterfigur?"

"Ja, Frau Arnold. Bitte kommen Sie herein. Ich werde Ihnen alles erzählen."

Als die ältere Frau hineinging, bot Clara ihr Tee an und begann dann, ihr die ganze Geschichte zu erzählen.

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Es stellte sich heraus, dass Clara Justin das erste Mal traf, als sie 16 Jahre alt war. Ihre Mutter war an einem Herzinfarkt gestorben und ihr Stiefvater hatte sie aus dem Haus geworfen, weil er glaubte, sie sei ein schlechtes Omen. Leider war sie zu dieser Zeit schwanger, aber ihr Freund weigerte sich, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen.

Niedergeschlagen hatte die Frau das Leben fast aufgegeben und weinte an einem winterlichen Abend mitten auf der Straße, als Justin sie entdeckte. Er gab ihr zu essen, half ihr, eine vorübergehende Unterkunft zu finden und unterstützte sie schließlich dabei, ihr Haus von ihrem Stiefvater zurückzuerobern.

"Er war eine wirklich großzügige Seele, Frau Arnold. Als ich meine Tochter Sophia zur Welt brachte, kam er oft zu mir und half mir, mich um sie zu kümmern. Ich kann ihm nicht genug danken", beendete Clara. 

Meredith hielt sich vor Überraschung den Mund zu und fühlte sich schrecklich, weil sie ihren Mann verurteilt hatte. "Oh, Gott. Ich hätte nicht..." Doch bevor sie ihren Satz beenden konnte, wurde sie von der Türklingel unterbrochen.

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Als Clara die Tür öffnete, sah Meredith, wie die kleine Sophia und ein großer Mann mittleren Alters das Haus betraten. "Oh, Tyler, Schatz. Darf ich dir Frau Arnold vorstellen? Und Frau Arnold, das ist mein Mann Tyler", stellte Clara die beiden vor.

"Sind Sie die Frau von Justin Arnold? Oh, Ma'am. Ich wollte Sie unbedingt kennenlernen", rief Tyler fröhlich aus.

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"Herr Arnold ist gestorben, Schatz", sagte Clara feierlich. "Frau Arnold hat es mir gerade erzählt."

"Oh, das tut mir so leid für Ihren Verlust. Er war wirklich ein Mann mit einem großen Herzen", sagte Tyler. "Wenn Sie Hilfe brauchen, lassen Sie es uns bitte wissen. Herr Arnold hat viel für meine Frau getan. Ich kann seine Freundlichkeit niemals zurückzahlen."

"Vielen Dank, Tyler und Clara. Ich bin froh, dass ich euch beide kennengelernt habe. Wie auch immer, ich werde mich jetzt verabschieden. Wann immer ihr wollt, kommt mich besuchen", sagte Meredith und übergab ihre Adresse und Telefonnummer. "Und bringt bitte auch Sophia mit. Sie ist wirklich bezaubernd."

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"Natürlich, Frau Arnold. Es hat mich gefreut, Sie kennengelernt zu haben", sagte Clara, als die ältere Dame aus dem Haus ging.

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In der folgenden Woche bereitete Meredith gerade ihr Mittagessen vor, als sie einen Anruf von Clara erhielt. Tylers Job hat ihn nach München versetzt, und sie würden bald umziehen, sagte sie. Meredith lud die beiden ein, eine Weile bei ihr zu wohnen, bevor sie in ihre Wohnung einziehen, was sie gerne annahmen.

Clara und Tyler zogen jedoch nie in ihre neue Wohnung ein. Meredith hat sich in kurzer Zeit so sehr an sie gewöhnt, dass sie beschlossen, bei ihr zu bleiben. Die kleine Sophia begann, Meredith als Oma Meredith zu bezeichnen, und nach Jahren fühlte es sich so an, als hätte Meredith endlich die Familie gefunden, die sie sich immer gewünscht hatte.

"Ich bin wirklich glücklich, Justin", dachte Meredith, während sie die Sterne betrachtete und sich ihren Mann als den hellsten Stern am Himmel vorstellte. "Ich wünschte, du wärst hier, Schatz. Clara, Tyler und Sophia haben mein Leben mit all dem Glück erfüllt, das ich vermisst habe. Ich wünschte, du wärst hier bei uns. Aber bitte sei glücklich, wo immer du bist. Ich liebe dich!"

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Was können wir aus dieser Geschichte lernen?

  • Zieh keine voreiligen Schlüsse. Dank Jessica, die Meredith vorschlug, die Wahrheit herauszufinden, erfuhr sie, dass ihr Mann ihr die ganze Zeit über treu gewesen war, was ihren Verdacht widerlegte. 
  • Eine Familie besteht aus Liebe und Fürsorge und nicht unbedingt aus Blut. Die Art und Weise, wie Merediths und Claras Familie einander akzeptierten, beweist das.

Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, könnte dir auch die Geschichte über einen kleinen Jungen gefallen, der die Lebensmittel einer hungernden alten Dame bezahlt und sie dann bittet, sich etwas zu wünschen.

Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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