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20. November 2021

Richter gibt Drogendealer 2. Chance, 16 Jahre später treffen sie sich wieder, als er ihn ins Amt führt

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Vor 16 Jahren bettelte ein perspektivloser Drogendealer einen Richter um Gnade an. Kürzlich betrat er denselben Gerichtssaal und war ebenso emotional, doch diesmal hatte sich sein gesamtes Leben mehr verändert, als er es sich je hätte vorstellen können.

Die Meinungen über die Justiz gehen auseinander. Manche glauben, Kriminelle sollten die Strafe bekommen, die sie verdienen, während andere annehmen, dass sie rehabilitiert werden können. Es ist klar, auf welcher Seite Richter Bruce Morrow steht, denn er sagte:

"Ich bin ein Hippie, Kind der 1960er, hart arbeitend, glaube an das Beste in den Menschen, liebe jeden, den ich kann, die Art Richter."

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Richter Bruce Morrow [links]; Edward Martell [rechts]. | Quelle: Youtube.com/TODAY

Dieser Richter glaubt, dass es seine Aufgabe ist, Menschen bei ihrer Reintegration in die Gesellschaft zu helfen. Wie zweifelhaft auch immer manche diese Position sehen mögen, seine Erfahrung mit einem jungen Mann gibt jedenfalls zu denken.

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Edward Martell, ein Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln, wuchs in Armut bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. Seit er 13 ist, ist er immer wieder mit den Gesetzeshütern ins Gehege gekommen. Mit 27 ging er schließlich bei einer verdeckten Ermittlung ins Netz und wurde wegen Drogenhandels angeklagt.

Als er vor Richter Morrow im Wayne County Gerichtssaal stand, drohten ihm 20 Jahre Gefängnis. Es schien, als sei das Leben des Kriminellen verlorene Sache.

Bilder von Richter Bruce Morrow. | Quelle: Youtube.com/TODAY

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Doch Morrow sah etwas in dem Dealer und entschied, ihm eine 3-jährige Bewährungsstrafe aufzuerlegen. Über seine Erfahrung im Gerichtssaal sagte Martell:

"Er sagte: Herr Martell, Sie müssen keine Drogen verkaufen. Sie haben Großes in Sich. Ich fordere Sie heraus, werden Sie CEO einer Fortune 500 Firma."

Rückblickend behauptete der Richter, dass er damals in dem jungen Mann, der seinen Saal betreten hatte, enormes Potenzial in jemandem gesehen hatte, der bloß vom rechten Weg abgekommen sei.

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Davon inspiriert beschloss der junge Mann, Anwalt zu werden. Seine Akte stand gegen ihn, ebenso wie viele Menschen, die fanden, er solle deshalb kein Anwalt werden.

Trotz alledem blieb Martell beharrlich. Er zog das Jurastudium und auch das Referendariat durch. Schließlich fand er sich in demselben Gerichtssaal wieder, doch diesmal aus einem ganz anderen Grund.

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2021, 16 Jahre nach der Verurteilung des 43-jährigen Martell, schwor ihn niemand anderes als Bruce Morrow ein, um im Staat Michigan zu praktizieren.

Nach der Prozedur umarmten die beiden sich. Der neue Anwalt möchte in Morrows Fußstapfen treten und einen positiven Einfluss auf die Justiz nehmen. Er sagte:

"Ich darf diese Geschichte nicht nutzen, um meine Karriere voranzubringen, ich muss sie nutzen, um anderen, die damals dort standen, wo ich vor vielen Jahren stand, einen Weg zur Besserung zu bereiten."

Was hältst du von Richter Morrows Entscheidung, Martell eine 2. Chance zu geben? Wie sollten Kriminelle und Verurteilte behandelt werden?

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