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15. August 2021

‘In Schockstarre’ autistischer Junge, 12, trotz Ausnahme zu Corona-Test gezwungen - Ryanair entschuldigt sich

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Die Pandemie-bedingten Auflagen für Auslandsreisen können verwirrend sein. Für manche jedoch sind sie nicht bloß verwirrend, sondern sehr beängstigend. So auch für den jungen Callum, aber die Fluglinie Ryanair nahm darauf keine Rücksicht.

Callum Hollingsworth ist Autist und leidet zudem an ADHS, also Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Die Lockdowns der Pandemie waren für ihn und seine Familie deshalb besonders belastend.

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Seine Mutter, Katy Hollngsworth, wollte ihrem 12-jährigen Sohn, ihrem Mann und den zwei anderen Kindern deshalb eine Auszeit gönnen. Callum liebt Spanien, also buchten die Hollingworths einen Urlaub dorthin, nach Valencia.

Am Tag ihrer Rückreise jedoch gab es unerwartete Probleme. Die Airline Ryanair forderte von allen Familienmitgliedern einen Corona-Test, um das Flugzeug besteigen zu können. Auch von Callum – dabei hatte der eine Ausnahmebescheinigung.

Im Januar musste Callum schon einmal getestet werden. Ein Erlebnis, das für den Jungen so schlimm war, dass die Ärztin ihm ein offizielles Schreiben ausstellte, dass er von der Testpflicht befreit sei.

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Dieses Verfahren ist in den englischen Regeln auch so vorgesehen. Vor dem Abflug nach Spanien hatte Callum sich noch einmal testen lassen müssen, aber darauf hatte die Familie sich monatelang vorbereitet.

Seine Eltern hatten ihm überdies versichert, dass dies der letzte Test sein würde, den er durchstehen müsste. Ryanair jedoch akzeptierte die ärztliche Bescheinigung nicht. Sie forderten einen Test von Callum oder er dürfe nicht heimreisen.

Als der Junge dies mitbekam, verlor er völlig die Fassung und hatte einen Zusammenbruch. Er schlug sich selbst und hatte sich nicht unter Kontrolle.

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Sogar die Polizei rief die Airline hinzu. Gemeinsam mit dem Vater mussten die Beamt*innen Callum stillhalten, damit der Test durchgeführt werden konnte.

Seine Mutter erinnerte sich an die schrecklichen Momente: "Callum versuchte, tapfer zu sein, aber er war vor Schreck völlig gelähmt." Ein*e Sprecher*in von Ryanair gab mittlerweile bekannt, man bedaure den Stress, den man verursacht habe.

Callums Mutter hofft nun, dass der schlimme Vorfall zumindest ein Gutes haben möge: die Airlines und die Öffentlichkeit allgemein auf die Bedürfnisse der Mitmenschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.

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