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12. August 2021

"Sorry, nicht für dicke Mädchen": einer Frau wird wegen ihres Gewichts die Busfahrt verwehrt

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Fallon Melillo war mit Freund*innen unterwegs, um auf eine Party zu gehen. Dass man von exklusiven Clubs wegen falschen Schuhwerks abgewiesen wird, kommt vor. Melillos Abend jedoch endete noch eher, nämlich beim Besteigen des Busses auf dem Weg zur Diskothek – mit empörender Begründung.

Fallon Melillo ist eine 27-jährige Frau aus Texas in den USA. Auf ihren Kanälen der sozialen Medien befasst sie sich mit Schönheitsidealen und spricht sich offen für "Body Positivity" aus. Dieser Begriff ist seit einiger Zeit in aller Munde.

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"Body Positivity", zu Deutsch "Körper-Positivität", bezeichnet eine Abkehr von stark limitierten Schönheitsidealen. Anstatt alle zu zwingen, auf Kleidergröße 34 hinzuarbeiten, möchte die Bewegung Menschen ermuntern, ihren Körper zu akzeptieren und Schönheit in dem Zustand zu finden, in dem er sich befindet.

Dabei geht es nicht nur um weibliche Körper, sondern um Körper allgemein. Ein großes Thema ist dabei der positive Umgang auch mit kräftigeren Körpern, die zwar in der Bevölkerung oft vorkommen, in Werbungen beispielsweise jedoch eher selten.

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Fallon selbst ist auch stabiler und steht ganz offen dazu. Sie beschreibt ihren Körper selbst in Hashtags zu ihren TikTok-Clips mit den Worten "kurvig", "Übergröße", "pummelig". Ganz im Sinne der Körper-Positivität versteckt Melillo ihren Körper nicht.

Sie postet auf Instagram Fotos in diversen Outfits, die mal mehr und mal weniger von ihrem Körper enthüllen. Einer ihrer Beiträge erhielt nun besonders viel Aufmerksamkeit. Auf TikTok lud sie ein Video hoch, das eine ungeheure Geschichte erzählt.

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Fallon berichtet darin von einem Ausflug nach Miami in Florida. Freund*innen von ihr und sie wollten zu einer Poolparty. Dafür buchten sie für etwa 40 Euro online Tickets für einen Partybus, der sie dorthin bringen sollte.

Aus der vergnüglichen Fahrt wurde jedoch nichts, weil man Fallon wegen ihrer Figur nicht an Bord ließ. Auf der Buchungsseite des Betreibers des Busses heißt es "sorry, nicht für dicke Mädchen". Die junge Frau schämte sich sehr, vor fremden Menschen so abgewiesen zu werden.

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Allerdings ließ sie sich nicht kleinkriegen. Sie nennt in dem Video offen den Namen des Betreibers und ruft zum Boykott auf. Die Busfirma habe mittlerweile zwar ihre Formulierung geändert, dort heiße es nun bevorzugt Menschen mit Modelmaßen.

Fallon jedoch beruhigt das nicht. "Das ist ekelhaft," reagiert sie, "was ist denn ein Modelkörper? Mitllerweile kann jeder Model sein, nicht mehr nur Menschen mit Größe 32. Auch dickere Leute sind Menschen."

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Deshalb könne man sie nicht einfach aus Teilen der Gesellschaft ausschließen. Sie poche darauf, dass ein Umdenken stattfinde und die Kultur offener würde für Körper, die nicht einer sehr schmal definierten Norm entsprechen.

Ist euch schon einmal etwas Vergleichbares geschehen? Wie seid ihr damit umgegangen? Hattet ihr den Mut, so offen darüber zu sprechen wie Fallon? Teilt gerne eure Geschichten in den Kommentaren.

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