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EntertainmentAnekdote

07. August 2021

Story eines Abonnenten: Unfreundlicher Mann wettert gegen Obdachlosen im Park, sagt ihm, er solle verschwinden

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Ein hochnäsiger Mann hasste es, dass ein Obdachloser in seinem Lieblingspark lebte und wollte ihn loswerden. Nach einer zufälligen Begegnung jedoch erkannte er die Wahrheit über den Unbekannten – und es veränderte alles.

Paul Dittmer arbeitete bei einer Baufirma, die Parks und Erholungsgebiete in der Stadt errichtete und betreute. Es war sein absoluter Traumjob, weil er als Kind schon unheimlich gern an diesen Orten gewesen war.

Er fand, dass Parks essenziell für jede Stadt waren. Nach Jahren harter Arbeit hatte er sich zum führenden Experten in diesem Feld gemausert. Jetzt hatte er etwas mehr Freizeit und verbrachte diese am liebsten im Park nahe seiner Firma. Unglücklicherweise bemerkte er dort bald einen obdachlosen Mann, der herumlungerte.

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Das war wirklich der einzige Nachteil dieser öffentlichen Orte, fand zumindest Paul. Der Obdachlose strich herum und bettelte bei hart arbeitenden Familien um Geld, sodass diese sich unsicher fühlten. Paul kehrte in sein Büro zurück, noch immer über den fremden Mann grübelnd.

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"Herr Laumann, gibt es nicht etwas, das wir tun können, um Obdachlose und Drogis von unseren öffentlichen Plätzen fernzuhalten?" fragte er später am Tag seinen Chef.

"Aber in dieser Gegend sind die doch gar kein großes Problem, oder?" fragte dieser zurück.

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"Na ja.. es gibt da diesen Obdachlosen im Park gegenüber, der geht mir auf die Nerven. Es ist eine schöne Gegend. Ich will nicht, dass sich die Familien her unwohl fühlen," erklärte Paul.

"Ich weiß, wen Sie meinen, aber ich denke, der Mann ist harmlos," sagte sein Chef und wechselte das Thema, "wir sollten uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren und heute Abend gehen wir gemeinsam Essen, richtig?"

Paul bemühte sich, alles zu vergessen und arbeitete weiter. Wenige Tage später jedoch trat der Obdachlose auf ihn zu und bat ihn um etwas zu Essen. Diesmal konnte Paul seinen Zorn auf dessen Faulheit und Herumgammelei nicht mehr zurückhalten.

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Er beschloss, ihm seine Meinung zu sagen. "Warum sollte ich Ihnen mein hartverdientes Geld Geld geben, hm?" fragte Paul. Der Mann blieb für eine Sekunde still, und antwortete dann: "Ich bitte nur um etwas Güte. Das ist nicht zu viel verlangt."

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"Doch, ist es. Es belästigt die Leute, die in diesen Park kommen. Sie sollten sich einen Job suchen und ein normales Mitglied der Gesellschaft werden, wie wir alle," verkündete Paul und ging davon.

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Paul hatte keine großen Hoffnungen, dass der Kerl sich tatsächlich einen Job suchen würde, aber vielleicht würden seine Worte ihn zumindest dazu bewegen, sich einen anderen Ort zum Herumlungern zu suchen. Dieser Wunsch jedoch zerplatzte, als er den Mann am nächsten Tag wieder im Park erblickte.

Diesmal saß er auf einer Bank und offenbar hatte ihm jemand etwas zu Essen gegeben. Paul hasste es, dass manche Menschen auf seine Masche hereinfielen. Klar, dass die Stadtstreicher sich niemals richtige Arbeit suchten, wenn sie die Großzügigkeit anderer ausnutzen konnten.

Aber er würde das nicht einfach hinnehmen. Paul rief die Polizei und verlangte, dass sie den Mann aus dem Park entfernten. Eine Weile darauf erschienen die Beamt*innen und begleiteten den Obdachlosen aus dem Park.

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Als Paul jedoch mit ihnen sprach, erklärte die Polizei ihm, dass sie den Obdachlosen nur bitten konnten, zu gehen. Sie konnten ihn nicht verhaften, da er sich im öffentlichen Raum aufhielt und nichts Unrechtes getan hatte.

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Paul war wütend, aber immerhin war der Kerl für den Tag verschwunden. Er genoss seinen Kaffee auf einer der Bänke und betrachtete all die glücklichen Familien, die mit ihren Kindern spielten. Für dieses Bild ging er zur Arbeit und er wollte so bewahren.

Nach etwa einer Stunde musste er für ein Meeting mit Herrn Laumann aufbrechen und bemerkte nicht, dass er dabei seine Aktentasche auf der Bank liegen ließ.

"Wo sind denn die Papiere zum Projekt auf der Ostseite der Stadt, Paul?" fragte sein Chef. Paul suchte nach den Papieren, da wurde ihm klar, was geschehen war.

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"Oh nein. Ich habe meine Tasche auf der Bank im Park vergessen. Ich fasse es nicht, dass ich so schusselig war," antwortete er seinem Chef.

"Na, dann gehen Sie schnell raus und suchen Sie, sonst kriegen wir ordentlich Ärger mit dem Kunden," sagte Herr Laumann, der genervt war von Pauls Vergesslichkeit.

Paul ging runter in die Lobby. Ehe er jedoch das Gebäude verlassen konnte, entdeckte er den Obdachlosen aus dem Park, der in das Gebäude trat. "Was machen Sie denn hier? Das ist kein öffentlicher Raum hier. Verschwinden Sie, ehe ich den Sicherheitsdienst rufe!" herrschte Paul ihn an.

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"Sind Sie Herr Moorbeck?" fragte der Obdachlose. Da bemerkte Paul, dass der Mann seine Aktentasche trug.

"Oh, ja. Vielen Dank! Ich wollte gerade in den Park gehen und danach suchen," sagte er und war erleichtert, dass die Papiere wieder aufgetaucht und sicher waren.

"Kein Problem," sagte der Obdachlose und schritt davon.

"Warten Sie bitte. Es tut mir leid, dass ich so unhöflich zu Ihnen war. Darf ich Ihnen eine Entschädigung geben?" fragte Paul.

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"Nein, danke. Ich brauche kein Geld. Ich bitte die Menschen nur um Essen," erklärte der Mann. Aber Paul wollte ihn nicht einfach ziehen lassen. Er bat den Mann, mit ihm einen Kaffee zu trinken. Er fragte ihn über sein Leben aus, als sie im Café nebenan Platz nahmen.

"Warum verlassen sie den Park nicht?"

"Ich habe ihn entworfen. Ich war einmal bei Ihrer Firma angestellt. Aber nach schweren gesundheitlichen Problemen hatte ich schreckliche Schulden und konnte nie wieder einen Job in der Branche finden. Jahrelang arbeitete ich mal hier, mal da, aber da ging es mit meiner Gesundheit nur noch mehr bergab. Jetzt kann ich nicht mehr arbeiten, weil ich mein Haus verloren habe," erzählte der Obdachlose.

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"Wie heißen Sie?" wunderte sich Paul, der ganz geschockt von der Geschichte war. Er hatte den Mann für einen Drogensüchtigen gehalten.

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"Mein Name ist Arthur Kohlmann. Wir haben diesen Park 1995 gebaut und 1999 wurde ich gefeuert," erklärte Arthur.

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Paul konnte es nicht fassen. Er kehrte in sein Büro zurück, nachdem er seinen Kaffee ausgetrunken hatte. Dort überprüfte er die Akten. Arthur Kohlmann war für fast alle großen Projekte, die die Stadt bei ihnen in Auftrag gegeben hatte, verantwortlich gewesen – bis seine gesundheitlichen Probleme begonnen hatten.

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Paul konnte nicht zusehen, dass Arthur weiter so lebte. Er half ihm, Unterstützung der Regierung in Anspruch zu nehmen und eine kleine Wohnung zu finanzieren. Er besorgte ihm außerdem einen Schreibtischjob in der Firma. Danach engagierte Paul sich bei einer Organisation, die Obdachlose unterstützte. Arthur hatte sein Leben für immer verändert.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

1. Verurteile andere nicht. Manche Menschen hassen die Obdachlosen oder Armen, ohne deren Hintergründe zu kennen oder eine Ahnung zu haben, was ihnen zugestoßen ist.

2. Sei gütig zu anderen. Du weißt nicht, was andere durchgemacht haben. Ein wenig Güte schadet nie.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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