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20. Juli 2021

Zsa Zsa Gabor: Hollywood Diva wird 5 Jahre nach ihrem Tod im Heimatland beigesetzt

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Verbliebenen ist es oft eine Herzensangelegenheit, die letzten Wünsche ihrer verstorbenen Lieben zu erfüllen. Frédéric Prinz von Anhalt ist da keine Ausnahme. Unerwartet machte ihm jedoch die Pandemie einen Strich durch die Rechnung.

Zsa Zsa Gabor lebte in Hollywood ein fulminantes Leben. Ihre Jugend verbrachte sie in der Schweiz, nachdem sie 1917 in Österreich-Ungarn geboren wurde. In den 1940ern entschied sie, ihr Glück in den Vereinigten Staaten von Amerika zu suchen.

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In Hollywood fand sie es. Als Schauspielerin in Filmen wie "Moulin Rouge" oder "Im Zeichen des Bösen" wurde sie bekannt. Mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit zog jedoch ihr Privatleben auf sich. Sie heiratete neun Mal und war mehrfach in Affären und Skandale verwickelt.

Die letzten 35 Jahre ihres Lebens war sie mit dem adoptierten Frédéric Prinz von Anhalt liiert. 30 davon waren sie verheiratet. Der heute 78-Jährige begleitete die weltberühmte Diva bis zu ihrem Tod in einem Krankenhaus in Los Angeles vor fünf Jahren.

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Gabor war zu dem Zeitpunkt 99 Jahre alt, beinahe hätte sie die 100 noch geknackt. Die ehemalige Miss Ungarn hatte einen großen Wunsch: sie wollte in ihrem Heimatland Ungarn ihre letzte Ruhe finden. Zwar wurde 2016 eine Trauerfeier in Los Angeles veranstaltet, dies sollte jedoch nicht die letzte Reise der Schauspielerin sein.

Ihr Witwer hatte fest vor, ihre Asche nach Ungarn zu bringen. Er hatte bereits ein Grab ausgesucht und mit der Direktion des Nationalfriedhofs alles Nötige geklärt. Dann jedoch kam die Pandemie, und mit ihr die Einreiseverbote, die es dem Prinzen nicht möglich machten, nach Ungarn zu reisen.

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Sobald es möglich war, kümmerte Frédéric sich um die lang ersehnte Reise. Die ungarische Botschaft willigte ein und er buchte einen Flug über Großbritannien und Deutschland. Mit den Fluggesellschaften sprach er vorsichtshalber nicht.

"Es hätte nur wieder bürokratische Hürden gegeben," erklärte er, "da die ungarische Botschaft ihr Einverständnis gegeben hat, bin ich letzte Woche mit der Urne im Gepäck in Los Angeles abgereist. Zsa Zsa hatte einen eigenen Sitz in der First Class. Es war großartig."

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Heute, am 13. Juli, findet nun die Beisetzung Gabors am Krepescher Firedhof statt. Traurig soll es dabei jedoch nicht zugehen. Live-Musik und Pferde sollen es festlich, aber fröhlich gestalten, denn so habe die Diva es sich gewünscht.

Die Kosten für das Spektakel trage die ungarische Regierung. Sie hätte darauf bestanden, obwohl der Witwer extra Geld zur Seite gelegt hatte. "Hauptsache ich bin auch weiterhin eingeladen", scherzte der 78-Jährige. So geht die Diva, wie sie gelebt hat: mit Pomp und Getöse.

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