Jochen Schropp: "Wenn ich an Krebs denke, habe ich einfach Angst"

Der Moderator Jochen Schropp ist schon seit vielen Jahren Zuschauern bekannt durch seine Arbeit. Nun ist er erstmals beim Sender VOX auch auf dem Tanzparkett zu sehen — der Grund dafür ist die Krebsvorsorge.

Schropp hat einen sehr persönlichen Bezug zu der Erkrankung Krebs, denn er verlor bereits ein enges Familienmitglied an die schreckliche Krankheit.

Im Jahr 2007 verlor der Moderator seinen Vater durch eine Krebserkrankung. In einem Interview sprach er nun offen über seine Ängste, wenn es um diese Krankheit geht und über seinen Verlust.

Jochen Schropp nimmt an der Sendung "Showtime of my Life — Stars gegen Krebs" teil und möchte unter anderem, aufrütteln.

Über seine Beweggründe sprach er ebenfalls und sagte dazu:

"Ich finde es super wichtig, dass man darüber spricht. Wenn wir hiermit Leute aufrütteln können und sie vielleicht zum Arzt gehen, dann ist das doch wirklich was Gutes."

Die Sendung aus dem Februar 2021 ist einem schweren und schwierigen Thema gewidmet, mit dem viele Zuschauer und auch Teilnehmer in ihrem Leben schon eigene Erfahrungen sammeln mussten. Eine Krebserkrankung kann jeden treffen, unabhängig seines Alters.

Das Risiko kann man verringern oder eindämmen, wenn man sich beispielsweise einer Krebsvorsorgeuntersuchung unterzieht. Die Sendung möchte das Thema in den Vordergrund rücken, aufklären und vielleicht auch wachrütteln. Damit könnte die Chance steigen, dass Menschen darüber nachdenken und vielleicht lieber einmal mehr als einmal weniger zur Vorsorge gehen würden.

Zudem soll den Zuschauern gezeigt werden, dass sie mit diesem Thema nicht allein gelassen werden. Es soll Geschichten geben, die Mut machen, gar Hoffnung geben, wie etwa die Geschichte von Mitstreiter Uli Roth. Er konnte den Krebs besiegen.

Im Interview verriet der Moderator, dass er sich ganz bewusst für diese Show entschied. Er habe sich aktiv als Kandidat beworben, sagte er, und sei damit auch einer der Ersten gewesen.

Kurz nach "Promi Big Brother", so Schropp, habe er davon erfahren, dass solch ein Format in Planung sei und informierte nach eigenen Angaben seine Agentin.

Ein Teil der Sendung war eine "Homestory" - eine Geschichte, die bei Schropp selbst gedreht wurde - die ihm sehr nahe ging.

Das Thema Krebs belastet ihn sehr, sorgt, durch den Verlust seines Vaters gar für Angstzustände. Er gestand:

"Da gibt es einen kurzen Moment, wo mir die Tränen in die Augen schießen. Wenn ich an Krebs denke, habe ich einfach Angst. Nicht mehr das Leben so leben zu können, wie ich das gerne lebe – nämlich mit Freunden. Gesellig."

Sein Vater wurde selbst von seiner Krankheit schwer geprägt. Durch sie verlor er später nämlich seinen Geschmackssinn, wodurch ihm ein großer Teil seiner Lebensqualität abhanden kam.

Er sei immer derjenige gewesen, der eine Party am Laufen hielt, verriet sein Sohn weiter im Interview. Kochen sei eines seiner Hobbys gewesen und als dies wegfiel, sei dies durchaus ein einschneidendes Erlebnis für ihn gewesen.

Der Moderator und Schauspieler hat selbst Angst, bemitleidet zu werden in einer solchen Situation. Auf die Krankheit Krebs reduziert zu werden. Er hat Angst davor, so verrät er, selbst in 10 oder 15 Jahren an Krebs zu erkranken und dann im Kopf zu haben, dass es sein Vater ja auch nicht geschafft hat. Ein schlimmer Gedanke für den 42-Jährigen.

Nun zog der Moderator im Rahmen der Show blank, um auf die Krebsvorsorge aufmerksam zu machen und so vielleicht Menschen helfen zu können. 

Da gab er auch ganz persönliche Einblicke und gestand, trotz allem immer noch die Hoffnung gehabt zu haben, während sein Vater sich seiner Krankheit stellte. Er sagte:

"Ich habe natürlich gesehen, dass er durch die Chemotherapie die Haare verliert. Aber trotzdem hatte ich immer noch Hoffnung"

Man sah ihm an, dass ihn dieses Thema sichtlich bewegt. Nach der Sendung gedachte Schropp seinem verstorbenen Vater auf Instagram, indem er ein Bild hochlud. Darauf zu sehen sind Vater und Sohn, die sich in den Armen liegen und in die Kamera lächeln. Dazu schrieb er: "Danke, Papa! Für alles..."

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