Eine Frau arbeitete an einer Skulptur 15 Jahre lang, ohne zu wissen, dass diese sie tötete

Diese Künstlerin litt einige Jahre lang unter seltsamen Symptomen. Eines Tages verstand sie, dass ihre Skulptur sie vergiftete.

Gillian Genser dachte zuerst, dass ihre Kopfschmerze und Erbrechen nichts Anderes, als die Symptome einer autoimmunen Krankheit waren, die sie seit einigen Jahren hatte. Die Symptome wurden aber seltsamer, die Frau hatte Angst, berichtete Washington Post.

Manchmal wachte sie auf, und konnte sich nicht bewegen. Genser konnte mit einem Ohr nicht mehr hören. Sie hatte Krämpfe und konnte nicht sprechen.

Was passierte? Die Ärzte konnten mehrere Jahre lang nicht verstehen, was für eine Krankheit die Künstlerin hatte.

Ein Bluttest zeigte, dass sie sich mit Schwermetallen vergiftet hatte. Genser verstand, dass ihre Kunst sie tötete.

15 Jahre lang zermahlte Genser Muscheln, um die Skulptur von Adam zu entwerfen. Sie hatte keine Ahnung davon, dass die Muscheln verschiedene Gifte akkumulieren können, wenn sie in vergiftetem Wasser wohnen. Genser verstand, dass Schwermetalle auch in ihrem Körper zu finden waren.

Diese Situation könnte man ironisch bezeichnen, wenn das nicht so tragisch gewesen wäre. Die Künstlerin benutzte natürliche Materialien, um die Beziehungen mit der natürlichen Welt zu zeigen.

„Diese Arbeit ist ein Umwelt-Statement. In dieser Arbeit geht es darum, wie die Menschen das Ökosystem wahrnehmen sollten, wir müssen unsere Dominanz über alle Tiere aufgeben.“.

„Es ist also sehr interessant und ironisch, dass Adam, der erste Mann, so giftig war. Er vergiftete mich.“, so die Künstlerin.

Genser begann die Arbeit mit ungewöhnlichen Materialien im Jahre 1991. Sie verkaufte kleine Plastiken in Toronto, die aus Eischale gemacht wurden. Genser versuchte auch, mit Korallen, Knochen und Pflanzen zu arbeiten.

1998 war die Skulptur von Lilith fertig, die aus Eischale gefertigt wurde.

Es gefiel der Künstlerin, wie die Muscheln aussahen, deshalb beschloss sie gerade sie in ihrer Arbeit zu benutzen. Die Künstlerin arbeitete bis zu 12 Stunden pro Tag: Sie wusste noch nicht, wie falsch diese Entscheidung war. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die natürlichen Materialien auch so gefährlich sein können.