23. Juni 2018

Ein junger Mann schockierte seine trauernde Familie: er erschien auf seinem eigenen Begräbnis

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Ein Mann aus einem kleinen Dorf Santa Teresa in Paraguay an der Grenze mit Brasilien war einmal drei Tage nicht daheim. Als er zurückkam, sah er, dass sich die Familie um ihn trauerte.

Juan Ramón Alfonso Penayo, 20, verließ seine Familie am Dienstag und kehrte drei Tage lang nicht zurück. Da es in der Region viele Banden gibt, meinte seine Familie, dass er Probleme hatte, berichtet BBC.

Später fand die Polizei einen verbrannten Körper und beschloss, dass das ausgerechnet Penayo war. Vielleicht nicht zuletzt, weil man nicht eindeutig feststellen konnte, wessen Leiche das war.

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Die Familie und das ganze Dorf trauerten um den jungen Mann. Er kehrte aber zurück und sah eine seltsame Szene: Seine Familie versammelte sich um den Sarg und beweinte „seine Leiche“.

Es stellte sich heraus, dass der verbrannte Körper gar nicht seins war. Die Leiche wurde zurück in die Leichenhalle gebracht.

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Die Behörden meinen, dass wenn es nicht festgestellt wird, wer der Mann genau ist, wird er den Namen „NN“ tragen, also „nomen nescio“ oder „Name unbekannt“ auf Deutsch.

Penayo erzählte immer noch nicht, was er drei Tage lang gemacht hatte.

Quelle: Shutterstock

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Paraguay ist nicht zuletzt für seine starke Schattenwirtschaft bekannt. Außerdem ist Paraguay der größte Marihuana-Produzent Südamerikas. Es wird geschätzt, dass in diesem Land 50 000 Tonnen jährlich produziert werden. Nur fünf Prozent davon wird in Paraguay konsumiert, der Rest wird geschmuggelt. 80 Prozent werden dabei nach Brasilien gebracht, vor allem nach Rio de Janeiro und Sao Paulo, die restlichen 20 Prozent werden zwischen Chile, Argentinien und Uruguay verteilt.

Die Marihuana-Bauer sind allerdingst die Ärmsten in der ganzen Kette. Sie erhalten für ein Kilo Marihuana 30 Dollar, während die Droge in Chille dann bis zu 2800 Dollar kosten kann. Im Norden des Landes existieren Gebiete, in denen 80 Prozent der Familien vom Cannabisanbau leben. Die Jugendlichen beginnen meistens früh, ihren Eltern zu helfen und besuchen deshalb die Schule fast nicht. Ihnen bleibt also nichts übrig, als weiter dabei zu helfen.

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