Die Mutter verzichtet auf ein Baby mit einer seltenen Krankheit. Die Chirurgin beschließt, sich um das Baby zu kümmern

30. Mai 2018
08:06
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Der Weg von Christine Finck zur Mutterschaft war alles anderes, als einfach.

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Alles begann 2006 mit Isabelle. Christine Finck arbeitete damals als Kinderchirurgin.

Das war eine ihrer ersten Nächte. Sie war damals Notärztin. Mitten in der Nacht rief man sie an und sagte, dass es ein Baby gab, das eine Missbildung hatte, berichtete Fox 61. Der Darm des Babys war nämlich draußen.

Dr. Finck half Isabelle zu leben. Finck machte mindestens vier Operationen während ihres ersten Lebensjahres.

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Das Mädchen schaffte, weiter zu leben. Als man bereit war, sie nach Hause zu entlassen, sagte die Mutter, dass sie sich um ihre Tochter nicht kümmern konnte. Isabelle war damals fast ein Jahr alt. Finck beschloss, sie nach Hause zu nehmen.

Wie Finck sagte, war Adoption für ihren Ehemann und für sie eine einfache Entscheidung. Sie waren für Kinder bereit und sie wussten, dass Isabelle die Richtige war.

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„Ich bin zu ihr nah geworden. Ich habe viel Zeit auf ihrem Bettrand verbracht, ich habe einfach gesehen, wie sie wächst.“

13 Jahre später ist Dr. Finck leitende Ärztin. Nun kann sie nachvollziehen, wie ihre Mutterschaft ihre Karriere beeinflusst hatte.

„Das macht mich sensibler gegenüber allem, was die Patienten erleben. Das ist einfach komisch, als ich an der Uni war und dann Operationen gemacht habe, habe ich immer gesagt, dass ich keine Kinder hatte, weil das keine richtige Zeit war. Ich bin glücklich, dass ich abgewartet habe, sonst hätten mich die schon bestehenden emotionalen Verbindungen entgleisen können. Ich habe verstanden, dass wir nicht nur um die Kinder, sondern auch um die Eltern kümmern. Nur wenn man Mutter wird, kann man das Ganze sehen“.

„Ich wünsche, ich hätte allen helfen können. Dass ich Isabelle adoptiert habe, war eine gute Entscheidung.“, meint Finck.

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